Sieger Fabio Quartararo über Márquez: «He is back»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Yamaha-Werkspilot Fabio Quartararo, der die WM 2020 in Jerez mit zwei Siegen begonnen hat, ist weder WM-Leader. Er lobte Alex Rins und zeigte Respekt für Platz 7 von Marc Márquez.

Erstmals seit 2010 hat Yamaha die MotoGP-Saison mit drei Siegen bei den ersten die Rennen beginnen,. Die Überlegenheit von Fabio Quartararo hatte sich bereits am Samstag im FP4 klar abgezeichnet, als er in einer Rennsimulation mehr konstante Topzeiten hinlegte als jeder andere Gegner. Da WM-Leader Johann Zarco stürzte, verwandelte «Il Diablo» den 9-Punkte-Rückstand in der Tabelle auf einen 15-Punkte-Vorsprung auf Pecco Bagnaia, der vom elften Startplatz auf Platz 2 stürmte, nachdem ihm seine Pole-Zeit wegen Missachtens der gelben Flagge aberkannt worden war.

Quartararo gelang ein perfektes Timing, indem er sich in der Anfangsphase zurückhielt und nach der ersten Runde hinter Zarco, Rins, Mir, Márquez und Miller nur an sechster Stelle lag. Aber er machte dank seines überragender Rennpace Platz um Platz gut, fand auf der schwierigen Berg-und Talbahn des anspruchsvollen und 4,692 km langen Autódromo International do Algarve (9 Rechtskurven, 6 Linkskurven) immer wieder passende Stellen zum Überholen. In Runde 5 lag Fabio bereits hinter Rins an zweiter Stelle. In der neunten Runde verdrängte er den Gegner auf der Suzuki GSX-RR vom ersten Platz.

«Mein Start war gut, aber leider sind meine Kontrahenten noch besser weggekommen», berichtete der WM-Spitzenreiter, der schon elf Pole-Positions in der MotoGP-WM verzeichnet hat und heute seinen fünften MotoGP-Sieg feierte. «Ich bin so happy, denn ich war nicht sicher, ob meine Pace heute reichen würde. Ich dachte, ich muss mehr 1:39-min-Runden fahren statt 1:40er-Zeiten. Tatsächlich war unsere Pace sehr stark. Bei Rennmitte habe ich gesehen, dass das Tempo vorne immer noch erstaunlich hoch war. Doch als der Spritvorrat geringer wurde, fühlte ich mich immer besser. Alex Rins war sehr schnell unterwegs, er fuhr dauernd 1:40,2 min-Rundenzeiten. Er hat dann einen Fehler gemacht… Aber die heutige Pace kam sogar für mich überraschend. Es fühlt sich jedenfalls großartig an, auf dieser einzigartigen Strecke gewonnen zu haben. Das Fahren hier hat mir viel Freude gemacht.»

In Katar sagten Quartararo und Viñales, Portimão werde ein Gradmesser sein für die Schlagkraft der M1-Yamaha. Heute betonte Fabio: «Yamaha hat gegenüber 2020 einen großen Fortschritt erzielt. Dazu kommt, dass ich mich mental stärker fühle. Letztes Jahr haben ich im Kundenteam in Aragón im Grunde alle Titelchancen verloren, ich konnte Joan Mir dann nicht mehr gefährden. ich war damals nicht frustriert, aber ich habe bedauert, dass wir nicht bis zum Finale mitkämpfen konnten. Ich habe letztes Jahr viel gelernt. Aber wenn das Motorrad nicht einwandfrei funktioniert hat, habe ich immer negative Gedanken gewälzt. Jetzt habe ich mich total geändert. Es ist viel sinnvoller, wenn man immer positiv denkt. Wenn wir heute kleine Probleme haben, denke ich nur an die Dinge, die gut funktionieren. Das heutige Rennen war nicht einfach. Aber 70 Prozent des Erfolgs hängt vom Kopf ab!»

Was sagte Fabio zum siebten Platz von Marc Márquez? Hat er mehr vom Superstar erwartet? «Das entspricht ungefähr dem, was ich erwartet habe», erklärte der Sieger. «Er hat etwas mehr als 13 Sekunden verloren, aber man muss beachten, dass er seit langer Zeit nicht 25 Runden hintereinander gefahren ist. Außerdem ist Portimão der körperlich anstrengendste Circuit im Kalender. Marc kennt jetzt wieder das Gefühl eines ganzen Rennens auf einer schwierigen Rennstrecke. In Jerez wird er eine Piste vorfinden, die er sehr gut kennt. Marc war gestern im Qualifying eindrucksvoll. He is back!»

MotoGP-Ergebnis, Portimão, 18. April:

1. Quartararo, Yamaha, 41:46,412 min
2. Bagnaia, Ducati, + 4,809 sec
3. Mir, Suzuki, + 4,948
4. Morbidelli, Yamaha, + 5,127
5. Binder, KTM, + 6,668
6. Aleix Espargaró, Aprilia, + 8,885
7. Marc Márquez, Honda, + 13,208
8. Alex Márquez, Honda, + 17,992
9. Enea Bastianini, Ducati, + 22,369
10. Nakagami, Honda, + 23,676
11. Viñales, Yamaha, + 23,761
12. Marini, Ducati, + 29,660
13. Petrucci, KTM, + 29,836
14. Savadori, Aprilia, + 38,941
15. Lecuona, KTM, + 50,642
16. Oliveira, KTM, + 1 Runde

MotoGP-WM-Stand Fahrer nach 3 von 19 Rennen:

1. Quartararo, 61 Punkte. 2. Bagnaia 46. 3. Viñales 41. 4. Zarco 40. 5. Mir 38. 6. Aleix Espargaró 25. 7. Rins 23. 8. Binder 21. 9. Bastianini 18. 10. Martin 17. 11. Morbidelli 17. 12. Miller 14. 13. Pol Espargaró 11. 14. Marc Márquez 9. 15. Alex Márquez 8. 16. Bradl 7. 17. Nakagami 6. 18. Marini 4. 19. Rossi 4. 20. Oliveira 4. 21. Petrucci 3. 22. Savadori 2. 23. Lecuona 1.

Stand Marken-WM:

1. Yamaha, 75 Punkte. 2. Ducati 60. 3. Suzuki 42. 4. Aprilia 25. 5. KTM 22. 6. Honda 20.

Stand Team-WM:

1. Monster Energy Yamaha, 102 Punkte. 2. Suzuki Ecstar 61. 3. Ducati Lenovo 60. 4. Pramac Ducati 60. 5. Aprilia Gresini 27. 6. Repsol Honda 27. 7. Red Bull KTM 25. 8. Esponsorama Ducati 22. 9. Petronas Yamaha SRT 21. 10. LCR Honda 14. 11. Tech3 KTM 4.

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