Valentino Rossi (17.): Nicht fantastisch, aber besser

Von Nora Lantschner
Valentino Rossi am Samstag in Jerez

Valentino Rossi am Samstag in Jerez

«Das MotoGP-Level ist beeindruckend», stellte Valentino Rossi nach dem Samstag in Jerez fest. Der Petronas-Yamaha-Star hatte am Nachmittag ein Problem, gab sich insgesamt aber wieder zuversichtlicher als noch am Freitag.

Valentino Rossi belegte im FP3 am Samstagvormittag in 1:37,704 min den 15. Platz und musste ins Q1, wo er am Nachmittag als Siebter hängen blieb. Somit steht der Yamaha-Jahr am morgigen Sonntag in Jerez, wo er im Juli 2020 beim Andalusien-GP noch seinen 199. Podestplatz in der «premier class» gefeiert hatte, nur auf Startplatz 17.

Trotzdem sah der 42-Jährige Fortschritte: «Wir haben uns heute ein bisschen verbessert. Wir haben mit dem Team und David [Munoz, Crew-Chief] gearbeitet und hatten heute ein etwas anderes Set-up, mit dem ich mich besser fühlte. Ich kann schneller in die Kurven einlenken. Wir haben natürlich auch versucht am Fahrstil zu arbeiten, denn diese Reifen haben eine weichere Karkasse, man muss also sehr sanft fahren.»

«Am Vormittag war ich nur 0,7 sec von Platz 1 weg, aber trotzdem nur auf P15», rechnete der 115-fache GP-Sieger vor. «Das Level, diese Ausgeglichenheit in der MotoGP ist ziemlich beeindruckend.»

Sind seine mageren Ergebnisse der letzten Zeit mehr auf sein eigenes Grip-Problem zurückzuführen oder darauf, dass das Feld einfach so eng zusammengerückt ist? «Viele junge Fahrer sind sicher sehr, sehr stark. Sie kommen aus der Moto2 und sind bereit und sehr stark. Was unglaublich ist, ist diese Ausgeglichenheit. Um es in die Top-10 zu schaffen, muss man praktisch die Pole-Zeit fahren», stellte der neunfache Weltmeister schmunzelnd fest. «So ist es eben. Ich glaube aber, dass ich konkurrenzfähiger sein kann, wenn wir es schaffen, dass Feeling mit dem Motorrad ein bisschen zu verbessern. Wir werden es versuchen.»

Zu seinem siebten Rang im Q1 ergänzte der Petronas-Fahrer: «Ich glaube, dass mein Potenzial etwas besser gewesen wäre, aber am Nachmittag hatten wir ein paar Probleme mit der Elektronik. Ich konnte dann nicht das Maximum geben. Jetzt arbeiten wir daran, es für morgen hinzubekommen.»

Rossis Fazit nach dem Qualifying-Tag: «Ich bin nicht fantastisch aufgestellt, aber ein bisschen besser als gestern. Wir müssen sehen, wie es morgen vom Warm-up an laufen wird. Wir werden noch etwas anderes probieren und müssen über die Reifen für das Rennen entscheiden.»

Die Tendenz ist in der Hinsicht klar: «Ich hatte gehofft, dass der harte Hinterreifen wie in Portugal funktionieren würde, aber ich fürchte, hier ist die Performance des Hard zu weit vom Medium entfernt. Das Grip-Level reicht nicht aus. Daher glaube ich, dass die Entscheidung für morgen nicht sehr schwer sein wird. Es geht in Richtung Medium-Hinterreifen. Ein Fragezeichen bleibt der Vorderreifen: Soft oder Medium.»

Mehr Redebedarf hatten einige MotoGP-Stars in Bezug auf die Sicherheitsstandards des 4,423 km Circuito de Jerez. Am Samstag gab es einige schnelle Stürze, Marc Márquez etwa flog im FP3 in Kurve 7 in die Airfences.

«In Jerez gibt es ein paar Stellen, an denen die Sturzräume im Verhältnis zur Geschwindigkeit der heutigen MotoGP nicht groß genug sind», stellte auch Valentino Rossi fest. «Ich glaube aber, dass viele unterschiedliche Strecken auf dem Kalender mehr oder weniger auf diesem Level sind. Es ist immer schlimm, wenn man sieht, dass ein Fahrer bis ans Ende der Auslaufzone fliegt, weil es sehr gefährlich ist. In der ‚Safety Commission‘ wurde gestern darüber gesprochen, dass man daran arbeiten wolle. Das hoffe ich auch, denn das sind wichtige Dinge, die wir verbessern müssen, weil die Performance der Motorräder, Reifen und Bremsen immer besser wird. Also braucht man auch größere Sturzräume.»

MotoGP-Ergebnis, Q2, Jerez:

1. Quartararo, Yamaha, 1:36,755 min
2. Morbidelli, Yamaha, 1:36,812 min, + 0,057 sec
3. Miller, Ducati, 1:36,860, + 0,105
4. Bagnaia, Ducati, 1:36,960, + 0,205
5. Nakagami, Honda, 1:37,008, + 0,253
6. Zarco, Ducati, 1:37,054, + 0,299
7. Viñales, Yamaha, 1:37,070, + 0,315
8. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:37,085, + 0,330
9. Rins, Suzuki, 1:37,124, + 0,369
10. Mir, Suzuki, 1:37,154, + 0,0,399
11. Binder, KTM, 1:37,467, + 0,712
12. Bradl, Honda, 1:37,502, + 0,747

Die weitere Startaufstellung:
13. Pol Espargaró, Honda, 1:37,407
14. Marc Márquez, Honda, 1:37,489
15. Bastianini, Ducati, 1:37,675
16. Oliveira, KTM, 1:37,746
17. Rossi, Yamaha, 1:37,915
18. Marini, Ducati, 1:37,925
19. Petrucci, KTM, 1:38,065
20. Alex Márquez, Honda, 1:38,069
21. Lecuona, KTM, 1:38,139
22. Savadori, Aprilia, 1:38,325
23. Rabat, Ducati, 1:38,641

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