Morbidelli auf der 2019er-spec M1: «Hatte kein Glück»

Von Nora Lantschner
MotoGP
Franco Moribidelli im Spanien-GP, gefolgt von Quartararo, Aleix Espargaró und Nakagami

Franco Moribidelli im Spanien-GP, gefolgt von Quartararo, Aleix Espargaró und Nakagami

«Franco verdient das Werksmotorrad», betonte in Jerez selbst sein Petronas-Teamkollege Valentino Rossi. MotoGP-Vizeweltmeister Morbidelli selbst berichtete von einem Gespräch mit Yamaha-Renndirektor Lin Jarvis.

Franco Morbidelli ließ zuletzt immer wieder durchblicken, wie unglücklich er mit seiner technischen Situation ist: Als einziger Yamaha-Pilot steuert er keine aktuelle Werks-Maschine. Seine sogenannte «A-spec» basiert auf der 2019er-M1, ist inzwischen also zwei Jahre alt.

Morbidellis Teamkollege und VR46-Chef Valentino Rossi erklärte dazu in Jerez: «Da Franco einer unserer Fahrer ist, fragen wir schon sehr lange nach dem Werks-Bike für Franco. Yamaha hat aber gesagt, dass es so ist. Aus meiner Sicht verdient Franco das Werksmotorrad. Ich sehe ihn aber auch sehr gut mit seinem Motorrad, er findet sich wieder besser zurecht und steigert sich immer mehr.»

Gegenüber den Kollegen von GPOne.com hatte zuvor schon William Favero, Marketing und Communications Manager bei Monster Energy Yamaha, klargestellt: «Es handelt sich um keine Entscheidung von Yamaha, sondern von Petronas. Sie haben das bekommen, wofür sie bezahlt haben.»

Der Vizeweltmeister des Vorjahres, der nicht direkt bei Yamaha, sondern bei Petronas SRT unter Vertrag steht, verriet nach seinem ersten Podestplatz der Saison: «Ich habe mit Lin [Jarvis, Yamaha-Renndirektor] geredet. Ich habe ihm gesagt, was ich über die Situation denke. Ich war sehr ehrlich zu ihm. Und er war auch sehr ehrlich zu mir. Er verstand meine Gefühlslage und meine Situation. Wir kamen aber beide zum Schluss, dass ich einfach Pech hatte, wegen der Verträge, wegen der Covid-Situation, wegen vieler Dinge… Ich hatte einfach kein Glück. Und ich hoffe, dass das, was mir das Glück in diesem Jahr genommen hat, irgendwann im Leben zurückkommen wird.»

Allerdings ist Geduld gefragt. Denn das Regelwerk erlaubt während der Saison keinen Wechsel der Motorrad-Spezifikation.

Ergebnisse MotoGP Jerez/E:

1. Jack Miller (AUS), Ducati, 25 Runden in 41:05,602 min
2. Pecco Bagnaia (I), Ducati, +1,912 sec
3. Franco Morbidelli (I), Yamaha, +2,516
4. Takaaki Nakagami (J), Honda, +3,206
5. Joan Mir (E), Suzuki, +4,256
6. Aleix Espargaró (E), Aprilia, +5,164
7. Maverick Viñales (E), Yamaha, +5,651
8. Johann Zarco (F), Ducati, +7,161
9. Marc Márquez (E), Honda, +10,494
10. Pol Espargaró (E), Honda, +11,776
11. Miguel Oliveira (P), KTM, +14,766
12. Stefan Bradl (D), Honda, +17,243
13. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +18,907
14. Danilo Petrucci (I), KTM, +20,095
15. Iker Lecuona (E), KTM, +20,277
16. Luca Marini (I), Ducati, +20,922
17. Valentino Rossi (I), Yamaha, +22,731
18. Tito Rabat (E), Ducati, +30,314
19. Lorenzo Savadori (I), Aprilia, +37,912
20. Alex Rins (E), Suzuki, +38,234
– Brad Binder (ZA), KTM, 14 Runden zurück
– Enea Bastianini (I), Ducati, 14 Runden zurück
– Alex Márquez (E), Honda, 1. Runde nicht beendet

Stand Fahrer-WM nach 4 Rennen:

1. Bagnaia, 66 Punkte. 2. Quartararo 64. 3. Viñales 50. 4. Mir 49. 5. Zarco 48. 6. Miller 39. 7. Aleix Espargaró 35. 8. Morbidelli 33. 9. Rins 23. 10. Binder 21. 11. Nakagami 19. 12. Bastianini 18. Martin 17. 14. Pol Espargaró 17. 15. Marc Márquez 16. 16. Bradl 11. 17. Oliveira 9. 18. Alex Márquez 8. 19. Petrucci 5. 20. Marini 4. 21. Rossi 4. 22. Savadori 2. 23. Lecuona 2.

Stand Marken-WM:
1. Yamaha, 91 Punkte. 2. Ducati 85. 3. Suzuki 53. 4. Aprilia 35. 5. Honda 33. 6. KTM 27.

Stand Team-WM:
1. Monster Energy Yamaha 114 Punkte. 2. Ducati Lenovo 105. 3. Suzuki Ecstar 72. 4. Pramac Ducati 65. 5. Repsol Honda 40. 6. Petronas Yamaha SRT 37. 7. Aprilia Racing Team Gresini 37. 8. Red Bull KTM Factory Racing 30. 9. LCR-Honda 27. 10. Esponsorama Ducati 22. 11. Tech3 KTM Factory Racing 7.

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