Vater Ángel Viñales: Die M1 passt nicht zu Maverick

Von Mario Furli
Maverick und Ángel Viñales

Maverick und Ángel Viñales

Maverick Viñales verlasse Yamaha, weil er dort unglücklich sei – ganz im Gegensatz zu seinem privaten Glück, erklärt sein Vater Ángel. Dazu kommt: «Die M1 passt zur Fahrweise von Lorenzo oder Quartararo.»

Seit Montag ist offiziell, dass Maverick Viñales seinen bis Ende 2022 gültigen Vertrag mit Yamaha nicht erfüllen wird und die beiden Parteien sich stattdessen einvernehmlich auf eine vorzeitige Trennung nach der laufenden Saison einigten – auf Wunsch des 26-jährigen Spaniers, wie in der offiziellen Pressemitteilung zu lesen war.

Maverick Viñales verbreitete inzwischen auch ein kurzes Statement über seine Social-Media-Kanäle: «Diese letzten paar Jahre brachten nicht die erwarteten Ergebnisse. Deshalb entschied ich mich, eine Kursänderung einzuschlagen, anstatt weiterzumachen, um zu versuchen, in Zukunft mein Potenzial maximal auszuschöpfen.»

«Ich persönlich habe das Gefühl, dass mir ein neues Projekt Positivität und Motivation bringen wird. Ich möchte mich bei Yamaha und meinem Team für die Unterstützung in den vergangenen Jahren bedanken und ich freue mich darauf, bis zum Ende dieser Saison für sie zu fahren», schloss der Auftaktsieger von Katar.

Mavericks Vater Ángel Viñales ging im Gespräch mit der spanischen Sporttageszeitung AS näher auf die Hintergründe dieser Entscheidung ein: «Maverick verlässt Yamaha nicht, weil das Motorrad schlecht ist, damit das klar ist, sondern weil Yamaha ihm nicht das Motorrad gab, das er brauchte, und es ihm nicht gelang, sich an das Motorrad anzupassen, das Yamaha hat.»

Die M1 passe nicht zum Fahrstil des neunfachen MotoGP-Siegers, fuhr Viñales sen. fort: «Dieses Bike passt zur Fahrweise von Lorenzo oder Quartararo. Es ist weich wie Butter. Maverick braucht ein steiferes Motorrad. Warum? Weil Maverick wie Marc [Márquez] ist. Sie attackieren hart, um das Potenzial auszuschöpfen.» In der Hinsicht stelle die Yamaha aber ein Limit dar.

Ángels Fazit: «[Yamaha] ist es nicht gelungen, ihm das zu geben, was er wollte, und ihm ist es nicht gelungen, dieses Motorrad zu 100 Prozent zu fahren.»

Das wiederum hatte einen negativen Einfluss auf die Gemütslage des Yamaha-Werksfahrers, der vor dem Saisonbeginn Raquel heiratete und Ende Mai erstmals Vater wurde: «Maverick geht, weil er so nicht glücklich ist. Zu einer Zeit, wo er zu Hause in Spanien mit seiner Tochter sehr glücklich ist, wurde ihm bewusst, dass er [bei Yamaha] nicht mehr glücklich ist. Er kam [zu den Rennen] und fragte sich: ‚Welches Problem werde ich heute haben?‘. Die Medien griffen ihn an und sagten, dass es an ihm lag, an ihm, an ihm – und es kam der Moment, in dem er explodierte und genug hatte», schilderte Ángel Viñales, der übrigens in der Supersport-WM-300 ein Team betreibt.

«Maverick hat zu Hause Stabilität gefunden», betonte sein Vater. «Er ist viel reifer geworden und als seine Tochter zur Welt kam, fing er an zu denken, dass es nicht sein kann, dass er an einem Ort so glücklich ist und ihm andernorts zum Heulen ist. Das ist es nicht wert. Geld hat er schon, was soll er tun, verbittert leben? Nein.»

Stand Fahrer-WM nach 9 Rennen von 19 Rennen:

1. Quartararo, 156 Punkte. 2. Zarco 122. 3. Bagnaia 109. 4. Mir 101. 5. Miller 100. 6. Viñales 95. 7. Oliveira 85. 8. Aleix Espargaró 61. 9. Binder 60. 10. Marc Márquez 50. 11. Nakagami 41. 12. Pol Espargaró 41. 13. Morbidelli 40. 14. Rins 33. 15. Alex Márquez 27. 16. Bastianini 27. 17. Petrucci 26. 18. Martin 23. 19. Rossi 17. 20. Marini 14. 21. Lecuona 13. 22. Bradl 11. 23. Savadori 4. 24. Pirro 3. 25. Rabat 1.

Stand Konstrukteurs-WM:
1. Yamaha, 184 Punkte. 2. Ducati 167. 3. KTM 114. 4. Suzuki 105. 5. Honda 86. 6. Aprilia 62.

Stand Team-WM:
1. Monster Energy Yamaha, 251 Punkte. 2. Ducati Lenovo 209. 3. Pramac Racing 149. 4. Red Bull KTM Factory Racing 145. 5. Suzuki Ecstar 134. 6. Repsol Honda 98. 7. LCR Honda 68. 8. Aprilia Racing Team Gresini 65. 9. Petronas Yamaha SRT 57. 10. Esponsorama Racing Ducati 41. 11. Tech3 KTM Factory Racing 39.

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