Jorge Martin: Ich hatte viele Gedanken im Kopf

Von Maximilian Wendl
Jorge Martin hatte einen guten Start, wurde dann aber von einer Verletzung zurückgeworfen

Jorge Martin hatte einen guten Start, wurde dann aber von einer Verletzung zurückgeworfen

Die Fans von Jorge Martin dürfen sich auf ein Schmankerl freuen: Gemeinsam mit seinem langjährigen Partner hat der Spanier zwei Sonnenbrillen-Modelle herausgebracht. Beim PR-Termin sprach er auch über die Saison.

Jorge Martin kann weiterhin auf einen langjährigen Partner bauen und davon haben jetzt auch seine Fans etwas, denn gemeinsam mit dem Sonnenbrillen-Hersteller Hawkers bringt der Ducati-Rookie zwei Modelle auf den Markt. Sie sind seit dem 8. April erhältlich.

Bei der Präsentation sprach der Spanier aber auch über seine bisherige Saison. Nach einem starken Auftakt und einer Pole-Position sowie einem dritten Platz beim zweiten Rennen in Doha verletzte sich Martin in Portimao schwer. «Ich denke, ich hatte einen großartigen Start in die Saison, aber die Verletzung war ein großer Rückschlag und hat mir die Zeit genommen, auf dem Motorrad zu lernen und vor allem Erfahrung zu sammeln. Das wäre wichtig gewesen. Ich denke aber, dass man mit Fehlern umgehen muss, und im Moment denke ich nur daran, mich weiter zu verbessern.»

In Montmeló kehrte Martin zurück und sammelte direkt zwei Zähler. Es folgten vier weitere in auf dem Sachsenring, ehe er in Assen wieder eine Nullnummer zu verzeichnen hatte. «Ich bin noch nicht bei 100 Prozent. Ich habe das Gefühl, dass mir ein wenig Kraft fehlt. Daran arbeite ich so hart wie möglich, um die Defizite aufzuarbeiten. Ich möchte so schnell wie möglich wieder in der gleichen Verfassung wie zu Beginn der Saison sein.»

In der Sommerpause kämpft Martin um den Anschluss. Er sagt: «Ich habe die Sommerpause als eine Zeit zum Ausruhen betrachtet, aber ich habe es nicht übertrieben. Es ist ein schmaler Grat: Ich muss mich erholen, gleichzeitig aber auch an mir arbeiten, um stärker zurückzukommen. Ich möchte besser sein, als ich es beim letzten Rennen war.»

Die Zeit im Krankenhaus und der Reha war indes nicht einfach, gab Martin zu. Er erklärte: «Ich habe nicht ans Aufhören gedacht, aber es stimmt, dass einem viele Dinge durch den Kopf gehen und es sehr schwierig ist, nicht daran zu denken. Es ist der Moment, in dem man zeigt, wie stark man wirklich ist. Man muss sich selbst überwinden, um weiterzumachen.»

Martin hat sich bei seinem Pressetermin eine Menge Zeit genommen. Er sprach auch über das Verhältnis zu seinem Teamkollegen Johann Zarco und über den WM-Führenden Fabio Quartararo. «Ich komme mit Zarco ganz gut aus, er ist sehr ruhig und introvertiert und jeder geht seinen eigenen Weg. Obwohl, wenn ich ihn in meiner Freizeit treffe, macht es Spaß, mit ihm Zeit zu verbringen zu sein. Es ist immer gut, sich mit den Fahrern zu verstehen und trotz der Rivalität ein gutes Gefühl zu haben», sagt der WM-18 über den französischen Stallrivalen bei Pramac Racing. Zu dessen Landsmann sagt Martin: «Fabio ist sehr stark, er hat ein sehr dominantes Motorrad und ich denke, es ist sehr schwierig für jemanden, ihn zu schlagen. Es kann aber alles passieren, denn es stehen noch viele Rennen aus, aber er ist der klare und einzige Favorit.»

Martin, der 2020 als Fünfter abschloss und zwei Rennen wegen einer Corona-Erkrankung verpasst hatte, schwärmt aber auch von seiner Desmosedici: «Die Ducati ist ein unglaubliches Motorrad und sie funktioniert sehr gut. Es ist klar, dass es in mehreren Aspekten verbessert werden muss, aber ich als Rookie habe nicht die Kraft oder besser gesagt, es ist nicht mein Moment, das Bike zu entwickeln. Mein Fokus liegt auf dem Fahren und der Anpassung meiner Fahrweise an den Stil des Motorrads.»

Achja: Die neuen Sonnenbrillen sind übrigens auch nach dem Geschmack des 23-Jährigen. Er sagt über die Modelle: «Wir haben mehrere Monate lang hart gearbeitet, um diese Kollektion herauszubringen. Ich bin sehr glücklich und stolz, meine eigene Brillenlinie zu haben. Ich wollte sie unbedingt zeigen und ich hoffe, dass jeder, der sie kauft, Freude daran hat, denn für mich ist es eine ganz besondere Kollektion.» Die natürlich auch personalisiert ist: Auf den Bügeln sind der Schriftzug «Martinator» und die Startnummer «89» verewigt.

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