Gresini-MotoGP-Projekt: Merlini über Budget & Partner

Von Nora Lantschner
Carlo Merlini

Carlo Merlini

Carlo Merlini spielt bei Gresini Racing hinter den Kulissen eine entscheidende Rolle: Der kaufmännische Direktor und Marketingleiter spricht über die Herausforderung des MotoGP-Projekts ab 2022.

Für 2015 gingen das Gresini Racing Team und Aprilia ein Joint Venture ein, mit Ende der laufenden MotoGP-Saison ist diese Zusammenarbeit Geschichte. Ab 2022 tritt der Rennstall des im Februar verstorbenen Fausto Gresini wieder als «Independent Team» in der Königsklasse der Motorrad-WM an: Das rein italienische Fahrerduo, Enea Bastianini und Fabio Di Giannantonio, wird zwar auf einem italienischen Fabrikat sitzen, allerdings auf den Desmosedici GP aus Borgo Panigale.

Hinter den Kulissen zog für Gresini nach dem Tod des Teameigentümers vor allem Carlo Merlini als kaufmännischer Direktor und Marketingleiter die Fäden. «Ein Budget für ein Projekt auf die Beine zu stellen, erfordert natürlich viel Einsatz und Methode», blickte Faustos rechte Hand auf die vergangenen Monate zurück. «In unserem Fall gab es einige Faktoren, die die Komplexität noch einmal erhöht haben, allen voran der enorme Verlust, den wir im Februar erlitten haben – eine Lücke, die sehr schwer wiegt und sich nie schließen wird.»

«Abgesehen von diesem emotionalen Aspekt gilt es die Ausmaße des Budgets zu beachten, wenn man von einem Projekt in der MotoGP-Klasse spricht», fuhr Merlini fort. «Dazu kam, dass wir nach sieben Jahren Joint Venture mit Aprilia, in denen wir uns im Wesentlichen um den Rennbetrieb an der Strecke kümmerten, das Budget praktisch von null an erstellen mussten. Unser Netzwerk an Beziehungen erwies sich dabei als sehr nützlich und ermöglichte uns, wichtige Gespräche zu führen und dadurch den Vertrag mit Ducati mit einem Budget, das bereits Form angenommen hatte, unterzeichnen zu können.»

«Das Business-Modell eines Satellitenteams erfordert spezielle Aufmerksamkeit im Hinblick auf das Risikomanagement – und ich muss sagen, dass das eine der größten Lehren aus 20 Jahren ist, in denen ich an der Seite von Fausto gearbeitet habe», verriet der Italiener.

So setze sich der Pool an Partnern des neuen MotoGP-Projekts zum einen aus Sponsoren zusammen, die Gresini Racing bereits in den kleineren Klassen unterstützen – wie Federal Oil, aktuell Titelsponsor des Moto2-Teams.

«Aber ein neues Kapitel, das es zu schreiben gilt, bietet natürlich auch neuen Partnern die Gelegenheit, Teil der Gresini Familie zu werden. Da möchte ich FlexBox nennen, als einer der ersten, die sich an das Projekt Ducati Gresini MotoGP banden – und dazu mit einer Schlüsselrolle, als Titelsponsor», ergänzte Merlini.

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