Highsider von Miguel Oliveira: Keine Traction-Control

Von Günther Wiesinger
Miguel Oliveira stürzte im FP1 in Spielberg in Turn 3 schwer, weil die Traction-Control beim Gasgeben versagte. Er blieb benommen sitzen und verzichtete auf das FP2. Ob er morgen fahren kann, ist ungewiss.

Der Portugiese Miguel Oliveira, der 2020 in Spielberg auf der Red Bull-Tech3-KTM seinen ersten MotoGP-Sieg gefeiert hat, kam mit großen Erwartungen zum zehnten Saison-Event auf dem Red Bull Ring im Aichfeld in der Steiermark. Doch der dreifache MotoGP-Sieger flog im FP1 frühzeitig bei 40 km/h durch einen unerklärlichen Highsider ab. Er setzte sich dann benommen ins Gras und lehnte sich an den Leitplanken an.

Nach der Rückkehr an die Red Bull-KTM-Box wurde Oliveira umgehend in die Clinica Mobile gebracht. Dort wurden zwar keine Knochenbrüche diagnostiziert. Der völlig durchgerüttelte Miguel verzichtete nach einer vorsichtigen Besichtigungsrunde auf das nasse FP2. Immerhin hatte er im FP1 noch die 15. Zeit errreicht.

«Zuerst muss ich erwähnen, dass es mir extrem leid tut und ich enttäuscht davon bin, wie dieses Weekend begonnen hat», schilderte der WM-Siebte, der 2021 schon drei Podestplätze erzielt hat. «Während der FP1-Session kam der Hebel für die Vorderbremse sehr nahe an den Lenker heran. Deshalb konnte ich das Motorrad nicht richtig abbremsen. Ich kam dann mehrmals an die Box, um zu verstehen, was da vor sich ging und um die Performance der Bremse zu verbessern. Nachher bin ich wieder losgefahren und im Turn 3 ein bisschen zu weit rausgetragen worden. Als ich das Gas neben der Ideallinie wieder aufgedreht habe, hat die Traction Control nicht funktioniert. Ich wurde in die Luft geschleudert, und bevor ich gelandet bin, wurde meine Hand vom Lenker getroffen, glaube ich. Das hat die starken Schmerzen verursacht. Inzwischen haben die Ärzte alles genau untersucht, es ist kein weiterer Schaden entstanden. Jetzt müssen wir schauen, was wir tun können und ob wir den Grand Prix morgen fortsetzen können.»

KTM hat in Spielberg in der MotoGP-Klasse in den Jahren seit 2017 schon mehrmals heftige Rückschläge hinnehmen müssen. 2018 stand nur Bradley Smith am MotoGP-Start, weil sich Pol Espargaró eine Woche zuvor im Brünn-Warm-up verletzt hatte und Testfahrer Mika Kallio nach dem Sachsenring-GP als Wildcard-Pilot wegen einer schweren Knieverletzung nicht für Pol als Ersatz einspringen konnte.

Und das Tech3-Kundenteam existierte 2018 noch nicht.

MotoGP-Ergebnis, Spielberg, FP2 (6. August):

1. Savadori, Aprilia, 1:31,304 min
2. Zarco, Ducati, + 0,154 sec
3. Mir, Suzuki, + 0,262
4. Bagnaia, Ducati, + 0,878
5. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,927
6. Rins, Suzuki, + 1,007
7. Alex Márquez, Honda, + 1,141
8. Iker Lecuona, KTM, + 1,239
9. Viñales, Yamaha, + 1,381
10. Marc Márquez, Honda, + 1,537
11. Bastianini, Ducati, + 1,720
12. Marini, Ducati, + 1,848
13. Pol Espargaró, Honda, + 2,111
14. Miller, Ducati, + 2,149
15. Quartararo, Yamaha, + 2,194
16. Binder, KTM, + 2,285
17. Nakagami, Honda, + 2,354
18. Petrucci, KTM, + 2,380
19. Martin, Ducati, + 2,602
20. Crutchlow, Yamaha, + 2,650
21. Pedrosa, KTM, + 2,650
22. Rossi, Yamaha, + 3,278

Keine Zeit:
Oliveira, KTM

MotoGP, Spielberg, kombinierte Zeitenliste nach FP2

1. Nakagami, Honda, 1:23,805 min
2. Mir, Suzuki, + 0,076 sec
3. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,378
4. Rins, Suzuki, + 0,416
5. Pol Espargaró, Honda, + 0,449
6. Marc Márquez, Honda, + 0,670
7. Viñales, Yamaha, + 0,687
8. Quartararo, Yamaha, + 0,775
9. Zarco, Ducati, + 0,775
10. Miller, Ducati, + 1,022
11. Pedrosa, KTM, + 1,045
12. Bagnaia, Ducati, + 1,110
13. Alex Márquez, Honda, + 1,154
14. Marini, Ducati, + 1,402
15. Oliveira, KTM, +1,433
16. Rossi, Yamaha, + 1,459
17. Martin, Ducati, + 1,511
18. Binder, KTM, + 1,512
19. Petrucci, KTM, + 1,604
20. Lecuona, KTM, + 1,694
21. Bastianini, Ducati, + 1,780
22. Savadori, Aprilia, + 1,988
23. Crutchlow, Yamaha, + 2,285

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