Lin Jarvis: «Fabio ist schnell, konstant und happy»

Von Günther Wiesinger
Suzuki gewann im Vorjahr nur zwei Rennen, aber mit Joan Mir trotzdem die Fahrer-WM. Yamaha ging trotz sieben Siegen leer aus. 2021 könnte Yamaha sogar alle drei Titel abräumen. Renndirektor Lin Jarvis im Interview.

Die Yamaha Motor Company führt nach dem Red Bull Grand Prix of the Americas die Fahrer-WM mit 52 Punkten Vorsprung auf Pecco Bagnaia (Ducati) an. Während Yamaha mit Fabio Quartararo seit den beiden Katar-GP am 28.3. und 4.4. einen einzigen klaren Titelanwärter in den Reihen hat, nehmen sich bei Ducati die Asse Bagnaia, Miller, Zarco, Bastianini und Martin oft gegenseitig die Punkte weg.

Dafür liegt Yamaha in der Marken-WM 9 Punkte hinter den Italienern, in der Team-WM führt Ducati Lenovo mit 2 Punkten Abstand vor dem Monster Energy Yamaha-Team. Yamaha könnte also erstmals seit 2015 (damals mit Lorenzo und Rossi) wieder die Triple Crown gewinnen.

Ist die Konzentration auf Quartararo ein Vorteil für Yamaha? «Ich denke, unser Hauptvorteil ist, dass einer unserer Fahre sehr, sehr schnell fährt», sagt Lin Jarvis, Managing Director von Yamaha Motor Racing. «Er ist konstant und happy. Unser Vorteil in diesem Jahr ist, dass Fabio sein Selbstvertrauen und seinen Speed neu gefunden hat. Und das Motorrad funktioniert gut. Letztes Jahr hatten wir mit dem Motorrad manchmal Probleme.»

Jarvis weiter: «Letztes Jahr haben wir die Fahrer-WM 2020 nicht gewonnen, weil das neue Werksmotorrad nicht so gut performt hat wie erwartet. Dazu kam die Ventil-Problematik. Wir hatten also im Vorjahr zwei Mängel, mit denen wir uns abmühen mussten. In dieser Saison ist das Motorrad viel zuverlässiger und konstanter, es ist beschwerdefrei. Und das Werksmotorrad ist viel, viel konkurrenzfähiger als letztes Jahr.»

MotoGP-Ergebnis, Austin (3. Oktober):

1. Marc Márquez, Honda, 20 Runden in 41:41,435 min
2. Quartararo, Yamaha, + 4,679 sec
3. Bagnaia, Ducati, + 8,547
4. Rins, Suzuki, + 11,098
5. Martin, Ducati, + 11,752
6. Bastianini, Ducati, + 13,269
7. Miller, Ducati, + 14,722
8. Mir*, Suzuki, + 13,406
9. Binder, KTM, + 15,832
10. Pol Espargaró, Honda, + 20,265
11. Oliveira, KTM, + 23,055
12. Alex Márquez, Honda, + 24,743
13. Dovizioso, Yamaha, + 25,307
14. Marini, Ducati, + 26,853
15. Rossi, Yamaha, + 28,055
16. Lecuona, KTM, + 30,989
17. Nakagami, Honda, + 35,251
18. Petrucci, KTM, + 42,239
19. Morbidelli, Yamaha, + 49,854
– Aleix Espargaró, Aprilia, 12 Runden zurück
– Zarco, Ducati, 15 Runden zurück

* = Strafe wegen unverantwortlicher Fahrweise, einen Platz zurückversetzt.

Stand Fahrer-WM nach 15 von 18 Rennen:

1. Quartararo 254 Punkte. 2. Bagnaia 202. 3. Mir 175. 4. Miller 149. 5. Zarco 141. 6. Binder 131. 7. Marc Márquez 117. 8. Aleix Espargaró 104. 9. Viñales 98. 10. Oliveira 92. 11. Martin 82. 12. Rins 81. 13. Bastianini 71. 14. Nakagami 70. 15. Pol Espargaró 70. 16. Alex Márquez 54. 17. Morbidelli 40. 18. Lecuona 38. 19. Petrucci 37. 20. Marini 30. 21. Rossi 29. 22. Bradl 13. 23. Pirro 8. 24. Pedrosa 6. 25. Savadori 4. 26. Dovizioso 3. 27. Rabat 1.

Konstrukteurs-WM:
1. Ducati 291 Punkte 2. Yamaha 282. 3. Suzuki 197. 4. KTM 185. 5. Honda 173. 6. Aprilia 105.

Team-WM:

1. Ducati Lenovo 351 Punkte. 2. Monster Energy Yamaha 349. 3. Suzuki Ecstar 256. 4. Pramac Racing 227. 5. Red Bull KTM Factory Racing 223. 6. Repsol Honda 194. 7. LCR Honda 124. 8. Aprilia Racing Team Gresini 111. 9. Esponsorama Racing Ducati 101. 10. Tech3 KTM Factory Racing 75. 11. Petronas Yamaha SRT 72.

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