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Darryn Binder nach Highsider: «Jetzt weiß ich es»

An seinem zweiten MotoGP-Tag musste Darryn Binder beim Jerez-Test den ersten harten Abflug einstecken. Das habe seine Fortschritte zwar eingebremst, insgesamt gab sich der RNF-Yamaha-Pilot aber betont gelassen.

MotoGP

Im Artikel erwähnt


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Am Donnerstag betrug der Rückstand noch 4,4 Sekunden, seinen ersten Test auf der Yamaha M1 beendete Darryn Binder schließlich 3 Sekunden hinter der Bestzeit von Vizeweltmeister Pecco Bagnaia (Ducati). Der Rookie musste am Freitag kurz nach 13 Uhr allerdings auch einen Highsider in Kurve 9 wegstecken.

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"Am Freitagvormittag hatte ich das Gefühl, dass ich dort anknüpfen konnte, wo ich am Donnerstag aufgehört hatte. Das war schön", berichtete der RNF-Yamaha-Neuling. "Ich bekam zunächst einfach nur die Reifen drauf und den Sprint. Ich wurde schneller und schneller, aber gerade in dem Moment, als wir anfangen wollten, uns ein bisschen mit dem Ride-Height-Device und diesen Dingen zu befassen, hatte ich einen ziemlichen heftigen Crash. Das bremste den Fortschritt leider wirklich ein. Ich verbrachte dann eine gute Stunde damit, im Truck auf dem Boden zu liegen und mich zu dehnen."

Am Nachmittag ging Darryn Binder dann zwar zurück auf die Strecke, er musste sich aber erst wieder herantasten. "Ich fühlte mich nicht wirklich in Bestform, am Ende probierten wir aber noch ein paar kleine Dinge aus, ein bisschen an der Elektronik, und ich verwendete auch das Ride-Height-Device und solche Dinge. Wir probierten auch noch Medium- und Soft-Reifen aus. Es ging einfach darum, Dinge kennenzulernen und es Runde für Runde anzugehen."

Trotz des schmerzhaften Zwischenfalls betonte der jüngere Binder: "Ich genieße es einfach. Ich habe wirklich das Gefühl, dass wir ohne diesen Crash einen größeren Schritt hätten machen können. Wir verloren viel wertvolle Zeit bei den guten Temperaturen. Leider sind es eben diese Dinge – ‚Live and learn‘, man lernt ständig dazu. Ich werde versuchen, diesen Fehler nicht noch einmal zu machen."

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Wie kam es zum Crash? "Ich hatte schon zwei Runs mit dem Medium-Reifen absolviert und gemerkt, dass es eine gute Runde braucht, um den Hinterreifen auf Temperatur zu bringen. Viele Leute hatten mich auch darauf hingewiesen, dass man vorsichtig sein müsse, den Reifen auf Temperatur zu bringen, bevor man pusht… Als ich aus der Boxengasse kam, sah ich einen anderen Fahrer auf der Strecke daherkommen. Ich fuhr die ersten fünf Kurven normal und dann die Gegengerade langsam, um den schnellen Fahrer vorbeizulassen, damit ich ihn nicht störte. Danach setzte ich meine Runde fort, aber weil ich wahrscheinlich zu langsam gefahren war, glaube ich, dass die Reifentemperatur sehr stark gesunken war. Ich pushte gar nicht, ich fuhr recht langsam in die Kurve, aber leider hatte ich dann einen heftigen Highsider. Es passierte zu einem sehr windigen Zeitpunkt, als der Schmutz auf die Strecke kam. Ich glaube, ein paar Dinge spielten da eine Rolle. Jetzt weiß ich wenigsten aus eigener Erfahrung, dass ich pushen muss, wenn ich auf die Strecke gehe – aber nicht zu hart und definitiv auch nicht zu wenig. Die Sache mit der Reifentemperatur ist sehr knifflig."

Als Aufsteiger aus der Moto3-Klasse stand der 23-jährige Südafrikaner besonders unter Beobachtung. Fühlte er beim Jerez-Test daher Extra-Druck? "Gar nicht", entgegnete er. "Das Team war da sehr hilfreich. Jeder ist super entspannt. Wir sahen das einfach als einen ersten Shakedown-Test, bei dem ich das Bike einfach fahren sollte. Wir werde im nächsten Jahr mit der Arbeit anfangen. Da gibt es ja für die Rookies den Shakedown-Test in Malaysien und sobald der richtige Malaysia-Test anfängt, können wir anfangen richtig zu arbeiten. Bis dahin geht es einfach darum, sich langsam heranzutasten, so viel wie möglich über alles zu lernen, was ich brauche, um dieses Motorrad zu fahren, um dann anzufangen, alles zusammenzufügen. Ob ich jetzt eine 1:39 min oder eine 1:38 min fahre, macht keinen Unterschied. Ich muss im Moment einfach lernen und verstehen."

MotoGP-Test Jerez, 19. November:

1. Bagnaia, Ducati, 1:36,872 min

2. Quartararo, Yamaha, + 0,452 sec

3. Rins, Suzuki, + 0,551

4. Pol Espargaró, Honda, + 0,624

5. Viñales, Aprilia, + 0,750

6. Mir, Suzuki, + 0,762

7. Nakagami, Honda, + 0,800

8. Bastianini, Ducati, + 0,826

9. Miller, Ducati, + 0,845

10. Alex Márquez, Honda, + 0,888

11. Brad Binder, KTM, + 1,070

12. Marini, Ducati, + 1,153

13. Dovizioso, Yamaha, + 1,157

14. Oliveira, KTM, + 1,213

15. Morbidelli, Yamaha, + 1,228

16. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,277

17. Zarco, Ducati, + 1,288

18. Martin, Ducati, + 1,563

19. Di Giannantonio*, Ducati, + 1,656

20. Raúl Fernández*, KTM, + 1,819

21. Savadori, Aprilia, + 1,852

22. Gardner*, KTM, + 1,856

23. Guintoli, Suzuki, + 2,168

24. Pedrosa, KTM, + 2,313

25. Bezzecchi*, Ducati, + 2,440

26. Darryn Binder*, Yamaha, + 3,069

* = MotoGP-Rookie

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MotoGP-Test Jerez, kombinierte Zeiten (18. und 19. November):

1. Bagnaia, Ducati, 1:36,872 min

2. Nakagami, Honda, + 0,441 sec

3. Quartararo, Yamaha, + 0,452

4. Zarco, Ducati, + 0,484

5. Bastianini, Ducati, + 0,530

6. Rins, Suzuki, + 0,551

7. Pol Espargaró, Honda, + 0,624

8. Viñales, Aprilia, + 0,750

9. Mir, Suzuki, + 0,762

10. Miller, Ducati, + 0,845

11. Alex Márquez, Honda, + 0,888

12. Morbidelli, Yamaha, + 1,012

13. Brad Binder, KTM, + 1,070

14. Marini, Ducati, + 1,153

15. Dovizioso, Yamaha, + 1,157

16. Oliveira, KTM, + 1,213

17. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,277

18. Martin, Ducati, + 1,280

19. Di Giannantonio*, Ducati, + 1,656

20. Raúl Fernández*, KTM, + 1,819

21. Savadori, Aprilia, + 1,852

22. Gardner*, KTM, + 1,856

23. Guintoli, Suzuki, + 2,168

24. Pedrosa, KTM, + 2,313

25. Kallio, KTM, + 2,404

26. Bezzecchi*, Ducati, + 2,440

27. Darryn Binder*, Yamaha, + 3,069

28. Tsuda, Suzuki, + 4,064

* = MotoGP-Rookie

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134

4

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Red Bull KTM Factory Racing

103

5

Ai Ogura

Trackhouse MotoGP Team

92

6

Raúl Fernández

Trackhouse MotoGP Team

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7

Francesco Bagnaia

Ducati Lenovo Team

82

8

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67

10

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