Casey Stoner: «Keiner kann Pedro Acosta übersehen»

Von Nora Lantschner
Der zweifache Weltmeister Casey Stoner spricht über die auffälligsten Talente im MotoGP-Fahrerlager und nennt dabei nicht nur Moto3-Weltmeister Pedro Acosta, sondern auch einen Rossi-Schüler.

Nach dreieinhalb Jahren war Casey Stoner bei den letzten Rennen der Saison 2021 erstmals wieder im Fahrerlager der Motorrad-WM zu Gast. Der 36-jährige Australier beobachtete dabei aufmerksam und kommentierte fleißig.

In den kleinen Klassen sieht der zweifache MotoGP-Weltmeister einiges an Talent: «Keiner kann Pedro Acosta übersehen, was er in diesem Jahr gezeigt hat, war einfach unglaublich. Diese ersten vier Rennen – es war beeindruckend, diese Reife für einen Jungen seines Alters zu sehen, das war fantastisch anzuschauen», schwärmte Stoner vom Red Bull-KTM-Ajo-Jungstar.

Zur Erinnerung: Der spätere Moto3-Weltmeister Pedro Acosta legte als 16-Jähriger mit einem zweiten Platz und drei Siegen fulminant los. Nie zuvor stand ein Fahrer in seinen erste vier WM-Rennen vier Mal in Serie auf dem Podest.

«Garcia war auch gut, dann kam aber die Verletzung in Austin», verwies Stoner auf den WM-Dritten Sergio Garcia (GASGAS), der noch ein Jahr in der Moto3-Klasse bleibt. Acosta dagegen steigt mit dem Titel in der Tasche in die Moto2-WM auf.

«Es gibt noch einige, die ich nicht erwähnt habe – aber gleichzeitig gilt auch: Nur weil du in der Moto3 schnell bist, heißt es nicht, dass du in den nächsten Klassen durchmarschieren wirst. Ich persönlich hatte in den kleineren Klassen mehr Mühe als in der MotoGP», gab der 45-fache GP-Sieger (38 x MotoGP, 5 x 250 ccm, 2 x 125 ccm) zu bedenken.

Stoner warf seinen Blick auch auf die Moto2-Klasse: «Es gibt einen [Raul] Fernandez, Remy [Gardner] hat auch einen fantastischen Job gemacht in diesem Jahr. Beide waren großartig. Und Bezzecchi – ich glaube, er hat ein kleines Extra, das wir vielleicht in diesem Jahr nicht oder nicht genug gesehen haben. Im Vorjahr aber habe ich etwas in ihm gesehen: Linie und andere Dinge, zu denen kein anderer in der Kategorie fähig war. Ich bin gespannt zu sehen, was er in der MotoGP schaffen kann, mit einem größeren Motorrad und mehr Power», meinte der Australier zu Rossi-Schüler Marco Bezzecchi, der nach dem dritten Moto2-Gesamtrang im kommenden Jahr sein MotoGP-Debüt im VR46-Ducati-Team gibt.

Insgesamt sehen wir 2022 fünf MotoGP-Rookies: Neben den Top-3 der Moto2-WM, Gardner, Fernandez und Bezzecchi, wagen auch Fabio Di Giannantonio und Darryn Binder den Aufstieg in die Königsklasse – Letzterer bekanntlich sogar direkt aus der Moto3-Klasse.

Stoner weiß: «Es ist aber sehr schwierig die Zukunft vorherzusagen. Wir sehen viele gute, junge Talente, aber wenn sie aufsteigen, haben sie mit verschiedenen Aspekten Mühe. Es ist eine schwierige Welt und der Wettkampf ist hart.»

MotoGP-Test Jerez, kombinierte Zeiten (18. und 19. November):

1. Bagnaia, Ducati, 1:36,872 min
2. Nakagami, Honda, + 0,441 sec
3. Quartararo, Yamaha, + 0,452
4. Zarco, Ducati, + 0,484
5. Bastianini, Ducati, + 0,530
6. Rins, Suzuki, + 0,551
7. Pol Espargaró, Honda, + 0,624
8. Viñales, Aprilia, + 0,750
9. Mir, Suzuki, + 0,762
10. Miller, Ducati, + 0,845
11. Alex Márquez, Honda, + 0,888
12. Morbidelli, Yamaha, + 1,012
13. Brad Binder, KTM, + 1,070
14. Marini, Ducati, + 1,153
15. Dovizioso, Yamaha, + 1,157
16. Oliveira, KTM, + 1,213
17. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,277
18. Martin, Ducati, + 1,280
19. Di Giannantonio*, Ducati, + 1,656
20. Raúl Fernández*, KTM, + 1,819
21. Savadori, Aprilia, + 1,852
22. Gardner*, KTM, + 1,856
23. Guintoli, Suzuki, + 2,168
24. Pedrosa, KTM, + 2,313
25. Kallio, KTM, + 2,404
26. Bezzecchi*, Ducati, + 2,440
27. Darryn Binder*, Yamaha, + 3,069
28. Tsuda, Suzuki, + 4,064

*= MotoGP-Rookie

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