Alex Márquez: Pre-Season-Tests sind der Schlüssel

Von Nora Lantschner
Der Prototyp der neuen Honda RC213V weckte bei LCR-Ass Alex Márquez nach dem Jerez-Test große Hoffnungen, der 25-Jährige will sich 2022 aber auch als besserer Fahrer präsentieren, um eine verpatzte Situation abzuhaken.

Nach zwei Podestplätzen im Rookie-Jahr auf der Repsol-Honda verlief die zweite MotoGP-Saison von Alex Márquez holprig. Der zweifache Weltmeister (2019 Moto2, 2014 Moto3) sammelte nach dem Wechsel zu LCR nur sechs Top-10 Ergebnisse in 18 Rennen. Rang 4 beim vorletzten Rennen in Portimão machte ihm aber wieder Mut.

«2021 war natürlich vor allem zu Beginn nicht einfach, ich glaube für alle Honda-Fahrer», blickte Alex Márquez zurück. «Wir arbeiteten aber hart und auch gut mit den HRC-Leuten und schafften während des Jahres einen wirklich guten Schritt nach vorne. Das ist das Wichtigste. Wir probierten Dinge aus und versuchten schon die Richtung für 2022 zu finden.»

«Am Ende der Saison zeigten wir noch eine großartige Performance. Es hätte noch besser sein können, aber es war nicht schlecht, wenn man bedenkt, wo wir zum Beginn der Saison standen. Das Vertrauen, das Gefühl ist das Wichtigste», betonte der jüngere Márquez, der ein schwieriges Jahr hinter sich lassen und gestärkt in die neue Saison starten will. «Wenn man Mühe hat, wie es bei uns 2021 der Fall war, dann ist das auch eine gute Gelegenheit, um als Fahrer zu lernen und kompletter zu werden.»

Die Hoffnungen der Honda-Piloten ruhen zudem auf der neuen RC213V. «Ich hatte im November in Jerez die Gelegenheit, den Prototyp auszuprobieren. Das Gefühl war großartig. Einige Dinge waren schon wirklich gut und zwar die Bereiche, die uns 2021 große Probleme bereiteten, hauptsächlich der Grip am Hinterrad», verriet Alex Márquez. «Okay, an anderen Bereichen müssen wir noch arbeiten, wir müsse dieses Motorrad auch noch auf anderen Strecken testen, um bessere Schlüsse ziehen zu können. Es sieht aber danach aus, als sei das Potenzial vorhanden, das Potenzial ist groß. Ich freue mich darauf, die Saison 2022 zu beginnen – auf dem Level, auf dem wir 2021 abschlossen. Das ist das Wichtigste», unterstrich der LCR-Honda-Pilot.

Der 25-jährige Spanier weiß: «Wir haben nur fünf Testtage vor dem Beginn der Saison, jeder Tag wird für uns also sehr wichtig sein, um Schlüsse zu ziehen und für Katar das richtige Gefühl auf dem Motorrad zu haben. Die Hauptsache ist, die Saison auf eine bessere Weise zu beginnen als im Vorjahr. Denn dann hast du schon etwas in der Tasche, das Gefühl vor allem, und ich glaube, die gesamte Saison ist danach ein bisschen einfacher.»

Traut sich Alex Márquez zu, konstant um Top-5-Plätze zu kämpfen? «Ich weiß, dass ich mich verbessern muss, nicht nur das Bike», zeigte er sich selbstkritisch. «Ich muss versuchen, bei unterschiedlichen Bedingungen besser zu sein, ein kompletterer Fahrer, der immer da ist – und nicht mehr dieses Auf und Ab wie 2021 zu haben. Ich bin der erste, der sich verbessern muss. Dann ist klar: Wenn das Motorrad großartig ist und über gutes Potenzial verfügt, wird natürlich alles ein bisschen einfacher. Ich bin aber der erste, der weiß, dass er selbst arbeiten muss. Und das tue ich in diesem Winter, ich fühle mich körperlich sehr gut, genauso auf dem Motocross- oder Flat-Track-Bike. Ich fühle mich großartig, jetzt müssen wir zum ersten Test kommen und arbeiten.»

Das Credo von Alex Márquez: «Ich glaube an die Arbeit, sie ist der Schlüssel zur Saison und das ist das, was wir in der kurzen Pre-Season in Malaysia und auf dem Mandalika Circuit vom ersten Tag an machen müssen, damit wir für Katar bereit sind. Das wird der Schlüssel sein, besonders weil wir ein neues Motorrad haben. Alle Informationen, die wir in diesen fünf Tagen sammeln können, werden für den Rest der Saison sehr wichtig sein.»

MotoGP-Testkalender 2022

MotoGP Shakedown-Test
31. Januar bis 02. Februar: Sepang/Malaysia

IRTA-Tests für die MotoGP-Klasse
05. bis 06. Februar: Sepang/Malaysia
11. bis 13. Februar: Mandalika Street Circuit/Indonesien

MotoGP-Test Jerez, kombinierte Zeiten (18. und 19. November):

1. Bagnaia, Ducati, 1:36,872 min
2. Nakagami, Honda, + 0,441 sec
3. Quartararo, Yamaha, + 0,452
4. Zarco, Ducati, + 0,484
5. Bastianini, Ducati, + 0,530
6. Rins, Suzuki, + 0,551
7. Pol Espargaró, Honda, + 0,624
8. Viñales, Aprilia, + 0,750
9. Mir, Suzuki, + 0,762
10. Miller, Ducati, + 0,845
11. Alex Márquez, Honda, + 0,888
12. Morbidelli, Yamaha, + 1,012
13. Brad Binder, KTM, + 1,070
14. Marini, Ducati, + 1,153
15. Dovizioso, Yamaha, + 1,157
16. Oliveira, KTM, + 1,213
17. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,277
18. Martin, Ducati, + 1,280
19. Di Giannantonio*, Ducati, + 1,656
20. Raúl Fernández*, KTM, + 1,819
21. Savadori, Aprilia, + 1,852
22. Gardner*, KTM, + 1,856
23. Guintoli, Suzuki, + 2,168
24. Pedrosa, KTM, + 2,313
25. Kallio, KTM, + 2,404
26. Bezzecchi*, Ducati, + 2,440
27. Darryn Binder*, Yamaha, + 3,069
28. Tsuda, Suzuki, + 4,064

* = MotoGP-Rookie

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