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Jorge Lorenzo: «Hätte gerne mit Ducati weitergemacht»

Als DAZN-Kommentator kehrt Jorge Lorenzo 2022 in das MotoGP-Paddock zurück. Er glaubt, dass er ohne den Wechsel von Ducati zu Honda und die Verletzung von Assen noch länger als Fahrer erfolgreich gewesen wäre.

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Nach drei MotoGP-Titeln auf der Yamaha M1 (2010, 2012 und 2015) wechselte Jorge Lorenzo für 2017 zu Ducati. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten bescherte der Mallorquiner den Roten aus Borgo Panigale 2018 noch drei GP-Siege, allerdings waren die Weichen für die Zukunft zu diesem Zeitpunkt bereits gestellt: Lorenzo verließ Ducati in Richtung Repsol Honda, wo er nach einer enttäuschenden und von Verletzungen geprägten Saison auf der RC213V (kein Top-10-Ergebnis) frühzeitig seinen Rücktritt erklärte.

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Gar einige Beobachter sind rückblickend der Meinung, dass Lorenzo noch weitere WM-Titel hätte gewinnen können, wäre er damals bei Ducati geblieben. Dieser Ansicht kann auch der fünffache Weltmeister und 68-fache GP-Sieger selbst etwas abgewinnen.

"Das ist eine recht verbreitete Annahme", bestätigte der heute 34-Jährige mit einem Lächeln im Gesicht. "Ich stehe zu meiner Position, dass ich einfach ein Motorrad wollte, auf dem ich mich wohl fühlte – war das der Fall, hätte ich dem Hersteller die Ergebnisse gebracht. Das ist passiert. Ein Fahrer, der drei Titel und mehr als 40 Rennen gewinnt – das ist kein Glück, sondern etwas, dass er in seinem Inneren hat, das Talent, die Fähigkeit. Es ging einfach nur darum, ein gutes Motorrad für mich zu finden."

"Zu Beginn entsprach es dem Gegenteil meines Fahrstils, aber Stück für Stück passte ich mich an. Vielleicht zu spät… Es ist aber so ziemlich der Eindruck, den die Leute haben, [dass Lorenzo bei Ducati noch viel erreicht hätte] und darüber bin ich glücklich. Aber klar, mir wäre es lieber gewesen, diesen Eindruck zur Realität zu machen", fügte Lorenzo an.

Rückblickend gesteht der dreifache MotoGP-Champion: "Um ehrlich zu sein, ich wäre zu der Zeit gerne in der Position gewesen, mit Ducati weiterzumachen, nach 2018. Es war aber nicht möglich, wegen des Timings. Der Sieg kam zu spät, aber in dem Moment dachte ich, dass der Wechsel zu Honda eine positive Sache sei und dass alles großartig laufen würde. Das war nicht der Fall und dann verletzte ich mich in Assen und alles veränderte sich von dort an", verwies er auf die Wirbelverletzung.

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"Wahrscheinlich hätte ich ohne diese Verletzung meinen Vertrag mit Honda erfüllt – ob mit guten Ergebnissen oder nicht, das weiß ich nicht. Ich wäre aber noch ein paar Jahre länger geblieben. Es hätte aber auch viel schlimmer laufen können. Wenn ich mir diese Verletzung zehn Jahre früher zugezogen hätte, hätte ich nicht so viel gewinnen können. Es könnte immer besser, aber auch immer so viel schlimmer sein. Ich bin glücklich mit meiner Karriere", lautete Lorenzos Fazit.

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