Aleix Espargaró (3./Aprilia): «Es machte mich wütend»

Von Tim Althof
Aleix Espargaró

Aleix Espargaró

Aleix Espargaró fuhr am Sonntag beim Spanien-GP in Jerez zu seinem dritten MotoGP-Podestplatz in diesem Jahr. Aprilia hat somit die maximalen «concession-points» gesammelt und erhält zukünftig keine Zugeständnisse mehr.

Aleix Espargaró erwischte einen ziemlich schlechten Start in das 25-Runden-Rennen auf dem Circuito de Jerez am Sonntag. Der Spanier kam aus der ersten Startreihe, musste sich jedoch zunächst außerhalb der Top-5 einsortieren. Später überholte er Taka Nakagami (Honda), Jack Miller (Ducati) und Repsol Honda-Star Marc Márquez. Auf den Sieger Pecco Bagnaia aus dem Ducati-Werksteam verlor Aleix fast elf Sekunden.

«Es war ein frustrierendes Rennen, denn wir müssen unbedingt unsere Kupplung verbessern. Unsere Starts waren in diesem Jahr ein Desaster. Ich habe ein paar Plätze verloren, konnte Nakagami überholen, aber es war nicht möglich, an Marc und Jack vorbei zu kommen. Das hat mich wütend gemacht, denn ich war viel schneller», betonte der Aprilia-Werksfahrer in der Pressekonferenz nach dem Rennen. «Sie haben so spät gebremst und in der Kurve standen sie mir im Weg. Ich habe Fabio und Pecco wegziehen sehen, aber ich konnte nicht überholen.»

«Hätte ich versucht zu überholen, hätte ich Marc getroffen. Ich musste mir also eingestehen, dass ich nicht um den Sieg fahren werde, und ich musste abwarten. Zum Rennende habe ich bemerkt, dass die beiden vor mir ihre Linie nicht halten können und ich war mir sicher, dass sie einen Fehler machen werden. Als ich an Jack vorbeifahren konnte, ging Marc weit und ich kam an beiden vorbei.»

Espargaró fügte hinzu: «In den nächsten drei Runden konnte ich mehr als eine halbe Sekunde schneller fahren. Ich hatte eine gute Pace, ich wäre näher an der Spitze, aber für den Sieg hätte es wahrscheinlich nicht gereicht. Ich bin sehr glücklich mit Platz 3.» In der MotoGP-Gesamtwertung verbesserte sich der Spanier auf Platz 2.

Aprilia schöpfte mit dem Podestplatz das Punktekonto der Entwicklungszugeständnisse aus. In Zukunft wird der italienische Hersteller mit allen anderen Werken gleich behandelt. «Fabio war im letzten Jahr Meister, er führt die Meisterschaft erneut an und wir sind nach sechs Rennen nur sieben Punkte zurück», freute sich der 32-Jährige. «Wir sind noch nicht auf einem Level, wir müssen das Bike weiterhin verbessern und auch ich muss besser werden. Konstanz wird am Ende der Schlüssel zum Erfolg sein, und ich werde versuchen, Fabio bis zum Ende unter Druck zu setzen.»

Erstmals in seiner Karriere konnte Aleix in Jerez auf das Podium fahren, ein besonderer Moment vor heimischem Publikum. «Es war verrückt. Bereits um sechs Uhr in der Früh waren die Zuschauerplätze voll. Auf dem Podium war es sehr emotional, sogar noch mehr als in Argentinien», gab Espargaró zu. «Ich fahre hier Rennen, seitdem ich ein Kind bin und ich war nie auf dem Podium. Das mit 32 Jahren endlich zu schaffen und mit den besten Rennfahrern der Welt zu kämpfen, ist wie ein Traum.»

Ergebnisse MotoGP Jerez (1. Mai):

1. Pecco Bagnaia (I), Ducati, 25 Runden in 41:00,554 min
2. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +0,285 sec
3. Aleix Espargaró (E), Aprilia, +10,977
4. Marc Márquez (E), Honda, +12,676
5. Jack Miller (AUS), Ducati, +12,957
6. Joan Mir (E), Suzuki, +13,934
7. Takaaki Nakagami (J), Honda, +14,929
8. Enea Bastianini (I), Ducati, +18,436
9. Marco Bezzecchi (I), Ducati, +18,830
10. Brad Binder (ZA), KTM, +20,056
11. Pol Espargaró (E), Honda, +20,856
12. Miguel Oliveira (P), KTM, +23,131
13. Alex Márquez (E), Honda, +25,306
14. Maverick Vinales (E), Aprilia, +27,358
15. Franco Morbidelli (I), Yamaha, +27,519
16. Luca Marini (I), Ducati, +29,278
17. Andrea Dovizioso (I), Yamaha, +35,204
18. Fabio Di Giannantonio (I), Ducati, +35,361
19. Alex Rins (E), Suzuki, +38,922
20. Remy Gardner (AUS), KTM, +43,378
21. Lorenzo Savadori (I), Aprilia, +44,299
22. Jorge Martin (E), Ducati, +1:07,681 min
– Stefan Bradl (D), Honda, 15 Runden zurück
– Johann Zarco (F), Ducati, 16 Runden zurück
– Darryn Binder (ZA), Yamaha, 20 Runden zurück

WM-Stand nach 6 von 21 Grand Prix:

1. Quartararo 89 Punkte. 2. Aleix Espargaró 82. 3. Bastianini 69. 4. Rins 69. 5. Bagnaia 56. 6. Mir 56. 7. Zarco 51. 8. Brad Binder 48. 9. Marc Márquez 44. 10. Oliveira 43. 11. Miller 42. 12. Pol Espargaró 35. 13. Martin 28. 14. Viñales 27. 15. Nakagami 21. 16. Morbidelli 18. 17. Alex Márquez 16. 18. Bezzecchi 15. 19. Marini 14. 20. Dovizioso 8. 21. Darryn Binder 6. 22. Gardner 3.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati, 131 Punkte. 2. Yamaha 89. 3. Aprilia 83. 4. Suzuki 80. 5. KTM 76. 6. Honda 57.

Team-WM:

1. Suzuki Ecstar, 125 Punkte. 2. Aprilia Racing 109. 3. Monster Energy Yamaha 107. 4. Ducati Lenovo 98. 5. Red Bull KTM Factory 91. 6. Pramac Racing 79. 7. Repsol Honda 79. 8. Gresini Racing MotoGP 69. 9. LCR Honda 37. 10. Mooney VR46 Racing 29. 11. WithU Yamaha RNF 14. 12. Tech3 KTM Factory 3.

Diesen Artikel teilen auf...

Mehr über...

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Sebastian Vettel: Ein Mann mit Rückgrat – bis zuletzt

Mathias Brunner
Sebastian Vettel hat seine Entscheidung getroffen. Er will Ende 2022 nicht mehr Formel-1-Fahrer sein, sondern lieber seine Kinder aufwachsen sehen. Diese Entscheidung passt zum Heppenheimer.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Di.. 16.08., 09:00, Motorvision TV
    Motorcycles
  • Di.. 16.08., 10:45, Hamburg 1
    car port
  • Di.. 16.08., 12:40, Motorvision TV
    Top Speed Classic
  • Di.. 16.08., 14:55, Motorvision TV
    FIM World Motocross Championship 2021
  • Di.. 16.08., 15:25, Motorvision TV
    400 Thunder Australian Drag Racing Series 2019
  • Di.. 16.08., 16:20, Motorvision TV
    FIM Enduro World Championship 2022
  • Di.. 16.08., 16:50, Motorvision TV
    FIM World Motocross Championship 2022
  • Di.. 16.08., 17:20, Motorvision TV
    FIM Trial World Championship 2022
  • Di.. 16.08., 17:45, Motorvision TV
    King of the Roads 2022
  • Di.. 16.08., 18:40, Motorvision TV
    Bike World 2022
» zum TV-Programm
3AT