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Marc Márquez im Energiesparmodus: Wie lange noch?

Marc Márquez gab in Le Mans zu, dass er die Titelhoffnungen für 2022 abgeschrieben hat. Deshalb fährt er vorläufig in der «eco mode». Aber wie lange hat er die Geduld dazu? Und wann wird sein Bike schlagkräftiger?

MotoGP

Im Artikel erwähnt


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Marc Márquez vollendete den ersten Trainingstag beim GP de France in Le Mans auf Platz 15. Er büßte nicht weniger als 1,005 Sekunden auf die Bestzeit von Enea Bastianini ein, den zweifachen Saisonsieger auf der Ducati GP21. Die neue Strategie, für die sich der spanische Repsol-Honda-Star nach dem Texas-GP entschieden hat, wirkt nicht besonders aufregend und spektakulär. Denn wir waren jahrelang gewohnt, dass Marc in der MotoGP-WM mit eiserner Faust regierte.

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Doch der Marc Márquez von 2022 hat viel von seiner Überlegenheit eingebüßt. Es hat bis Jerez gedauert, ehe er in der Fahrer-WM unter die Top-Ten eingedrungen ist, ein Podestplatz fehlt noch in der Bilanz der laufenden Saison, auch wenn wir berücksichtigen müssen, dass er in Mandalika und Las Termas kein Rennen bestritten hat.

Anderseits: Teamkollege Pol Espargaró ist gleich beim Saisonstart in Doha/Katar auf den dritten Platz gedonnert, und er war gestern im FP1 von Le Mans Schnellster.

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An diesen Tagen hören wir Marc oft über seine beständigen Schmerzen reden, über seine körperlichen Beeinträchtigungen. Er muss sich als Rennfahrer neu erfinden und hat sich vorgenommen, bei den Grand Prix am Freitag und Samstag möglichst viel Zeit auf der Strecke im Energiesparmodus zu verbringen.

Marc muss sich seine Kräfte einteilen. Er geht nur im FP3, im Quali und im Rennen richtig ans Limit, selbst im Warm-up begnügt er sich mit drei, vier schnellen Runden.

Jetzt stellt sich die Frage: Wann wird Marc Márquez endlich wieder der Alte sein? Am 19. Juli werden zwei Jahre seit dem folgenschweren Oberarmbruch von Jerez vergangen sein.

Die Ansprachen von Marc Márquez erinnern nicht nur die Spanier an die Interviews von Rafael Nadal nach seiner Niederlage beim Tennisturnier in Rom. Beide sind Super-Champions, beide werden von einem eisernen Willen und Ehrgeiz angetrieben. Und beide Sportler kämpfen nach Verletzungen um die Rückkehr an die absolute Weltspitze.

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Beide möchten gern wieder die Nummer 1 werden.

Marc Márquez hat am Freitag in Le Mans beschrieben, dass er seine langjährige Herangehensweise für die Saison 2022 ändern musste.

"Vor dem Saisonstart trainierst du mit der Absicht, den WM-Titel gewinnen zu wollen", sagte er. "Aber wenn die Saison beginnt, stellen dich die Rivalen dorthin, wo du hingehörst. Dann musst du verstehen, wozu du fähig bist. Das habe ich getan. Aber dann kam die Augenverletzung in Indonesien dazwischen. Ich bin in Austin zurückgekehrt, und in den drei Rennen in Austin, Portimão und Jerez habe ich erkannt, dass wir nicht fähig sind, um den Titel zu kämpfen, auch wenn ich mich noch so anstrenge. Das muss ich verstehen, deshalb setze ich mir realistische Ziele, wie ich schon in Jerez angekündigt habe. Ich darf mir nicht einbilden, ich könne gewinnen, wenn ich in Wirklichkeit Mühe habe, in die Top-10 zu fahren. Sonst reiht sich Frustration an Frustration. Ich setze mir jetzt erreichbare Ziele, dann steigt die Motivation, das war nach Platz 4 in Jerez der Fall."

Aber Marc will natürlich nicht dauerhaft auf diesem Niveau weiterfahren. "Hoffentlich kann ich in Zukunft wieder über Siege sprechen. Aber jetzt, hier in le Mans, geht es nicht darum, den Punkterückstand zum WM-Leader zu verringern. Wir sind hier, um uns zu verbessern, damit wir bald wieder Siege ins Auge fassen können. Aber vorher müssen wir unsere Rennpace steigern."

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"Wenn ich gefragt werde, ob unser Motorrad besser ist als das letztjährige, dann muss ich erwähnen, dass die Rennen im Vorjahr 15 oder 20 Sekunden langsamer waren. Ja, unser Bike ist besser, aber die Konkurrenten haben größere Fortschritte gemacht als wir. Deshalb müssen wir weiter aufholen."

Bis wann muss sich Marc also in den Rennen mit Plätzen unter den Top-6 zufriedengeben?

Zuerst muss er körperlich stark genug werden, um drei Tage lang in jeder Runde Vollgas fahren zu können.

Aber was passiert, wenn sein Aufwärtstrend stagniert?

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Niemand kann sich vorstellen, dass der sechsfache MotoGP-Weltmeister nach Le Mans bei weiteren 14 Grand Prix gemächlich in seiner "eco mode" verharrt.

MotoGP, Le Mans, kombinierte Zeiten nach FP2 (13. Mai):

1. Bastianini, Ducati, 1:31,148 min

2. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,202 sec

3. Rins, Suzuki, + 0,297

4. Zarco, Ducati, + 0,360

5. Bagnaia, Ducati, + 0,487

6. Quartararo, Yamaha, + 0,492

7. Brad Binder, KTM, + 0,509

8. Mir, Suzuki, + 0,518

9. Pol Espargaró, Honda, + 0,623

10. Martin, Ducati, + 0,764

11. Miller, Ducati, + 0,766

12. Morbidelli, Yamaha, + 0,877

13. Viñales, Aprilia, + 0,903

14. Marini, Ducati, + 0,980

15. Marc Márquez, Honda, + 1,005

16. Nakagami, Honda, + 1,017

17. Di Giannantonio, Ducati, + 1,127

18. Bezzecchi, Ducati, + 1,166

19. Alex Márquez, Honda, + 1,357

20. Dovizioso, Yamaha, + 1,388

21. Oliveira, KTM, + 1,547

22. Gardner, KTM, + 1,589

23. Fernández, KTM, + 2,409

24. Darryn Binder, Yamaha, + 2,413

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2

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3

Fabio Di Giannantonio

Pertamina Enduro VR46 Racing Team

116

4

Pedro Acosta

Red Bull KTM Factory Racing

92

5

Ai Ogura

Trackhouse MotoGP Team

77

6

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Trackhouse MotoGP Team

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