Remy Gardner (KTM): Dann gehe ich in die Superbike-WM

Von Sarah Göpfert
Bei Tech3-KTM-Pilot Remy Gardner macht sich nach sieben Rennen, in denen er lediglich drei WM-Zähler sammelte, Frust breit. Beim Frankreich-GP stürzte der Australier, der sich seiner MotoGP-Zukunft aktuell ungewiss ist.

Moto2-Weltmeister Remy Gardner hatte sich seine Debüt-Saison in der Königsklasse sicher sorgenfreier vorgestellt. Nach sieben Rennen liegt er mit drei Zählern auf Tabellenplatz 23, in Le Mans stürzte er in Runde 4. «Bis zum Sturz war es ein gutes Rennen», versuchte der 24-Jährige positiv zu bleiben. «Ich habe mich besser gefühlt als sonst und bin gut vom Start weggekommen.» Von Platz 22 arbeitete sich Gardner in den ersten Runden bis auf Position 16 vor.

«In der Startaufstellung haben wir den harten Vorderreifen montiert. Ich hatte etwas Bedenken, dass er in der ersten Runde zu heiß werden würde, aber ich hatte keine Probleme und konnte einige Fahrer überholen. Doch dann kollidierte ich mit Fabio Di Giannantonio und hatten einen heftigen Highsider.»

Nach einem weiteren enttäuschenden Wochenende gab der Australier zu: «Ich genieße mein Leben momentan nicht. Jede Woche habe ich eine neue Verletzung, die ständigen Schrammen und Verbrennungen setzen mir zu.» Erst beim Jerez-Test vor zwei Wochen war Gardner heftig von seiner KTM abgeworfen worden und hatte sich dabei am Rücken und an den Fingern verletzt. «Immer wenn ich versuche zu pushen, lande ich im Kiesbett. Ich hoffe, wir bekommen bald ein paar Updates für das Bike. Eine Woche zuhause wird mir guttun, um das alles zu vergessen.»

Gardner hält mit Tech3-KTM einen Ein-Jahres-Vertrag mit der Option auf ein Jahr Verlängerung. Auf die Frage, ob KTM ihn behalten will, antwortete Gardner nüchtern: «Ich bin nach sieben Veranstaltungen im Qualifying nur zwei Zehntelsekunden hinter Miguel Oliveira. Ich finde, das ist nicht schlecht, aber letztendlich liegt die Entscheidung bei KTM. Wenn sie mich nicht mehr wollen, gehe ich halt in die Superbike-WM. Nach all den bisherigen Ergebnissen bin ich über meine Zukunft aber selbst noch unentschlossen.»

 

MotoGP-Ergebnis, Le Mans (15. Mai):

1. Bastianini, Ducati, 27 Rdn in 41:34,613 min
2. Miller, Ducati, + 2,718 sec
3. Aleix Espargaró, Aprilia, + 4,182
4. Quartararo, Yamaha, + 4,288
5. Zarco, Ducati, + 11,139
6. Marc Márquez, Honda, + 15,155
7. Nakagami, Honda, + 16,680
8. Brad Binder, KTM, + 18,459
9. Marini, Ducati, + 20,541
10. Viñales, Aprilia, + 21,486
11. Pol Espargaró, Honda, + 22,707
12. Bezzecchi, Ducati, + 23,408
13. Di Giannantonio, Ducati, + 26,432
14. Alex Márquez, Honda, + 28,710
15. Morbidelli, Yamaha, + 29,433
16. Dovizioso, Yamaha, + 38,149
17. Darryn Binder, Yamaha, + 59,748
– Oliveira, KTM, 3 Runden zurück
– Bagnaia, Ducati, 7 Runden zurück
– Martin, Ducati, 11 Runden zurück
– Mir, Suzuki, 14 Runden zurück
– Fernández, KTM, 21 Runden zurück
– Rins, Suzuki, 22 Runden zurück
– Gardner, KTM, 24 Runden zurück

WM-Stand nach 7 von 21 Grand Prix:
1. Quartararo 102 Punkte. 2. Aleix Espargaró 98. 3. Bastianini 94. 4. Rins 69. 5. Miller 62. 6. Zarco 62. 7. Bagnaia 56. 8. Brad Binder 56. 9. Mir 56. 10. Marc Márquez 54. 11. Oliveira 43. 12. Pol Espargaró 40. 13. Viñales 33. 14. Nakagami 30. 15. Martin 28. 16. Marini 21. 17. Morbidelli 19. 18. Bezzecchi 19. 19. Alex Márquez 18. 20. Dovizioso 8. 21. Darryn Binder 6. 22. Di Giannantonio 3. 23. Gardner 3.

Konstrukteurs-WM:
1. Ducati 156 Punkte. 2. Yamaha 102. 3. Aprilia 99. 4. KTM 84. 5. Suzuki 80. 6. Honda 67.

Team-WM:
1. Aprilia Racing 131 Punkte. 2. Suzuki Ecstar 125. 3. Monster Energy Yamaha 121. 4. Ducati Lenovo 118. 5. Red Bull KTM Factory 99. 6. Gresini Racing MotoGP 97. 7. Repsol Honda 94. 8. Pramac Racing 90. 9. LCR Honda 48. 10. Mooney VR46 Racing 40. 11. WithU Yamaha RNF 14. 12. Tech3 KTM Factory 3.

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