Tech3 zu Raul Fernandez (KTM): «Komm bitte ins Ziel»

Von Simon Patterson
Raul Fernandez an seiner Tech3-Box

Raul Fernandez an seiner Tech3-Box

MotoGP-Rookie Raul Fernandez feierte am Wochenende in Le Mans sein Comeback nach der Verletzungspause. Dem Spanier fehlte aber noch der Speed und auch das Gefühl war nicht vorhanden – inklusive Sturz im Rennen.

Raul Fernandez verletzte sich im Qualifying von Portimao an der Hand und seitdem musste er zusehen. Zum siebten MotoGP-Rennen der Saison in Frankreich saß der 21-Jährige wieder auf seiner KTM RC16 vom Tech3-Team, doch ursprünglich wollte er das Rennen über 25 Runden als Test nützen.

Aus dem Test wurde am Ende nichts, denn Fernandez ließ sich im Rennen von seinen Vorderleuten mitreißen, sodass es der Spanier übertrieb und per Sturz aus dem Rennen ausschied. «Ich bin okay, aber ich bin auch sehr enttäuscht von mir selbst. Ich möchte mich beim Team entschuldigen. Sie haben mir vor dem Start gesagt: Komm bitte ins Ziel», seufzte der KTM-Fahrer. «Als ich im Rennen war und die Gruppe mit Morbidelli, Dovi und Bezzecchi sah, habe ich mir gesagt: Nein, ich kann nicht nur 90 Prozent geben. Ich musste versuchen, sie einzuholen. Leider habe ich zu viel Druck gemacht, daraus resultierte ein kleiner Fehler und ich bin gestürzt.«

«Es ist eine sehr schwierige Situation. Wir haben nichts, um schnell zu fahren. Wir müssen weiterarbeiten und versuchen, etwas anderes am Bike auszuprobieren, um schneller zu werden. Das Wichtigste ist, mehr Vertrauen zum Motorrad zu bekommen. Ich möchte versuchen, das Fahren mehr zu genießen. Es macht keinen Spaß, um die letzten Plätze im Rennen zu kämpfen», erklärte der MotoGP-Rookie im Interview nach dem Rennen.

Auch seine Verletzung schränkt Fernandez aktuell noch deutlich ein. «Meine Hand ist noch nicht bei 100 Prozent. Da wir die beiden Rennen zuvor verpasst haben, sind wir auch ein ganzes Stück hinterher. Der Rückstand zu Remy wird allerdings schon wieder kleiner, das ist positiv», betonte er. «Die beiden Trainingstage konnte ich nützen, um den Speed und das Gefühl zurückzugewinnen. Im Rennen ist Remy gestürzt, ich habe alles gegeben, bin dann aber leider auch runtergefallen.»

Wie kam es zum Crash in Runde 7? «Ich habe versucht, die Gruppe einzuholen, habe später gebremst, wollte etwas mehr in Schräglage um die Kurve, weil die Reifentemperatur höher war, doch dann bin ich über das Vorderrad weggerutscht. Es war in Kurve 6, relativ langsam und der Airbag löste nicht mal aus», berichtete Fernandez, der 2022 als einziger MotoGP-Stammfahrer noch keinen WM-Punkt auf dem Konto hat.

MotoGP-Ergebnis, Le Mans (15. Mai):

1. Bastianini, Ducati, 27 Rdn in 41:34,613 min
2. Miller, Ducati, + 2,718 sec
3. Aleix Espargaró, Aprilia, + 4,182
4. Quartararo, Yamaha, + 4,288
5. Zarco, Ducati, + 11,139
6. Marc Márquez, Honda, + 15,155
7. Nakagami, Honda, + 16,680
8. Brad Binder, KTM, + 18,459
9. Marini, Ducati, + 20,541
10. Viñales, Aprilia, + 21,486
11. Pol Espargaró, Honda, + 22,707
12. Bezzecchi, Ducati, + 23,408
13. Di Giannantonio, Ducati, + 26,432
14. Alex Márquez, Honda, + 28,710
15. Morbidelli, Yamaha, + 29,433
16. Dovizioso, Yamaha, + 38,149
17. Darryn Binder, Yamaha, + 59,748
– Oliveira, KTM, 3 Runden zurück
– Bagnaia, Ducati, 7 Runden zurück
– Martin, Ducati, 11 Runden zurück
– Mir, Suzuki, 14 Runden zurück
– Fernández, KTM, 21 Runden zurück
– Rins, Suzuki, 22 Runden zurück
– Gardner, KTM, 24 Runden zurück

WM-Stand nach 7 von 21 Grand Prix:

1. Quartararo 102 Punkte. 2. Aleix Espargaró 98. 3. Bastianini 94. 4. Rins 69. 5. Miller 62. 6. Zarco 62. 7. Bagnaia 56. 8. Brad Binder 56. 9. Mir 56. 10. Marc Márquez 54. 11. Oliveira 43. 12. Pol Espargaró 40. 13. Viñales 33. 14. Nakagami 30. 15. Martin 28. 16. Marini 21. 17. Morbidelli 19. 18. Bezzecchi 19. 19. Alex Márquez 18. 20. Dovizioso 8. 21. Darryn Binder 6. 22. Di Giannantonio 3. 23. Gardner 3.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati 156 Punkte. 2. Yamaha 102. 3. Aprilia 99. 4. KTM 84. 5. Suzuki 80. 6. Honda 67.

Team-WM:

1. Aprilia Racing 131 Punkte. 2. Suzuki Ecstar 125. 3. Monster Energy Yamaha 121. 4. Ducati Lenovo 118. 5. Red Bull KTM Factory 99. 6. Gresini Racing MotoGP 97. 7. Repsol Honda 94. 8. Pramac Racing 90. 9. LCR Honda 48. 10. Mooney VR46 Racing 40. 11. WithU Yamaha RNF 14. 12. Tech3 KTM Factory 3.

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