Der nächste Schritt: Aprilia-Deal mit WithU-RNF-Team

Von Nora Lantschner
Massimo Rivola und Razlan Razali sind sich einig

Massimo Rivola und Razlan Razali sind sich einig

Razlan Razali hat als Teamprinzipal drei Jahre lang das Petronas Yamaha SRT Team betrieben und für 2022 das RNF Yamaha Team gegründet. Jetzt kam es recht rasch zur Trennung von den Japanern.

Bereits am Donnerstag hatte der Hersteller aus Noale in Mugello die Vertragsverlängerungen mit den beiden Werksfahrern Aleix Espargaró und Maverick Viñales bestätigt. Kurz vor dem FP1 am Freitag verkündete Aprilia jetzt die Einigung mit RNF Racing für die kommenden zwei Jahre: Damit werden ab 2023 zum ersten Mal vier Aprilia RS-GP im MotoGP-Feld vertreten sein.

«Wir haben immer Schritt für Schritt gedacht und, während wie die Wettbewerbsfähigkeit unserer RS-GP unter Beweis stellen, ist es Teil des natürlichen Prozesses, zwei weitere davon auf der Strecke zu sehen», begründete Aprilia-Rennchef Massimo Rivola diesen nächsten Schritt. «Die Rennabteilung in Noale ist ein wahrer Schatz an Wissen, technischer Kultur, die an Motorrädern höchster Performance angewandt werden, und sportlichem Management. Mit RNF haben wir einen Partner, um dieses außergewöhnliche Kapital zu erweitern und zur Geltung zu bringen. Wir denken dabei natürlich an die Fahrer und die Wettbewerbsfähigkeit, aber auch daran, neue Generationen von Ingenieuren, Technikern und Managern auszubilden – um die herausragende Tradition von Aprilia Racing fortzusetzen und zu verbessern.»

Beide Parteien sprechen von Synergien. Man beschränke sich nicht nur auf das Beliefern mit Motorrädern, sondern wolle gemeinsam Ingenieure, Techniker und Fahrer ausbilden.

«Wir freuen uns sehr über diese langfristige Partnerschaft, die wir mit Aprilia Racing geschlossen haben», meinte RNF-Teambesitzer Razlan Razali. «Unsere Philosophie bleibt weiterhin die, mit dem Hersteller zusammenzuarbeiten, um Fahrer aufzubauen, die eines Tages Aprilia-Werksfahrer werden können. Wir werden sie in ihrer Entwicklung begleiten, während wir versuchen, immer konkurrenzfähig zu sein und gemeinsam mit Aprilia zu gewinnen.»

«Das Angebot des Werks aus Italien ist auf einer Linie mit unseren langfristigen Plänen, unseren Strategien und Erwartungen für die kommenden zwei Jahre», erklärte Razali. «Deshalb will ich mich bei Aprilia Racing für das Vertrauen bedanken. Wir können es kaum erwarten, die kommenden zwei Jahre mit diesem Partner anzugehen.»

Nach insgesamt vier Jahren beendet der Rennstall aus Malaysia somit die Zusammenarbeit mit Yamaha.

«Gleichzeitig will ich meiner Dankbarkeit Yamaha gegenüber zum Ausdruck bringen, für diese Jahre, in denen wir gemeinsam gearbeitet haben und gewachsen sind», so Razali. «Jetzt konzentrieren wir uns auf diese Saison und werden mit großem Einsatz daran arbeiten, unsere Ergebnisse zu verbessern und die Saison 2022 auf die beste Weise zu beenden.»

WM-Stand nach 7 von 20 Grand Prix:

1. Quartararo 102 Punkte. 2. Aleix Espargaró 98. 3. Bastianini 94. 4. Rins 69. 5. Miller 62. 6. Zarco 62. 7. Bagnaia 56. 8. Brad Binder 56. 9. Mir 56. 10. Marc Márquez 54. 11. Oliveira 43. 12. Pol Espargaró 40. 13. Viñales 33. 14. Nakagami 30. 15. Martin 28. 16. Marini 21. 17. Morbidelli 19. 18. Bezzecchi 19. 19. Alex Márquez 18. 20. Dovizioso 8. 21. Darryn Binder 6. 22. Di Giannantonio 3. 23. Gardner 3.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati 156 Punkte. 2. Yamaha 102. 3. Aprilia 99. 4. KTM 84. 5. Suzuki 80. 6. Honda 67.

Team-WM:

1. Aprilia Racing 131 Punkte. 2. Suzuki Ecstar 125. 3. Monster Energy Yamaha 121. 4. Ducati Lenovo 118. 5. Red Bull KTM Factory 99. 6. Gresini Racing MotoGP 97. 7. Repsol Honda 94. 8. Pramac Racing 90. 9. LCR Honda 48. 10. Mooney VR46 Racing 40. 11. WithU Yamaha RNF 14. 12. Tech3 KTM Factory 3.

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