Quali-Sensation Di Giannantonio: Das setzt eins drauf

Von Ivo Schützbach
Fabio Di Giannantonio

Fabio Di Giannantonio

In seinem achten MotoGP-Rennen wird Fabio Di Giannantonio am Sonntag in Mugello erstmals von Startplatz 1 losbrausen. Der 23-Jährige aus dem Team Gresini Ducati kann kaum glauben, was er im Qualifying erreicht hat.

In den ersten sieben Rennen des Jahres schaffte es Fabio Di Giannantonio erst einmal in die Punkte, als 13. in Le Mans. Bislang stand der Rookie deutlich im Schatten seines Gresini-Ducati-Teamkollegen Enea Bastianini, der dieses Jahr schon drei Rennen gewann und vor dem «Gran Premio d’Italia Oakley» am Sonntag WM-Dritter ist.

«Nur schon auf einer Ducati in Mugello MotoGP zu fahren, ist unglaublich», hielt Diggia fest. «Und auf Startplatz 1 zu fahren, setzt dem noch eins drauf. Mein Tag endete großartig, jeder Fahrer hat den Traum, einmal an der Spitze der MotoGP-Startaufstellung zu stehen. Und ich habe das in Mugello geschafft!»

Drei Italiener aus italienischen Teams und auf Ducati in der ersten Reihe – die Tifosi hätten sich nicht mehr wünschen können.

Di Giannantonio lag in der kombinierten Zeitenliste nach FP3, welche maßgeblich für die Einteilung der Fahrer für das Q1 und Q2 ist, auf dem 13. Platz – die Winzigkeit von 0,084 sec fehlte ihm für den Direkteinzug ins Q2.

So musste der 23-Jährige, aktuell 22. in der Weltmeisterschaft, den Umweg übers Q1 gehen und erledigte seine Aufgabe dort als Schnellster mit Bravour. «Dass ich die Streckenbedingungen kannte, hat mir geholfen», meinte Di Giannantonio. «Wichtiger war aber, dass ich Jack Miller und Marc Márquez im Q1 folgen konnte, die normal bei diesen Bedingungen die Schnellsten sind. Ich habe schnell gemerkt, dass die Reifen guten Grip haben und ich pushen kann. Ich wusste, dass einiges möglich ist, wenn ich so pushe.»

Der Italiener stand bei seinem Heim-GP schon dreimal auf dem Podest, jeweils in der Moto3-Klasse: 2016 und 2017 als Zweiter und 2018 als Dritter. Eine Vorhersage für das Rennen am Sonntag (Start 14 Uhr) traut er sich trotzdem nicht zu: «Es gibt zu viele Fragezeichen. Und meine Pace für das Rennen ist nicht hoch genug. Ich werde versuchen, das Rennen zu genießen und in den ersten Runden vorne mitzukämpfen. Danach werde ich wissen, wo mein Platz ist. Ich will an meine Leistung von Le Mans anknüpfen.»

Ergebnisse MotoGP Mugello Q2:

1. Di Giannantonio, Ducati, 1:46,156 min
2. Bezzecchi, Ducati, +0,088 sec
3. Marini, Ducati, +0,171
4. Zarco, Ducati, +0,227
5. Bagnaia, Ducati, +0,315
6. Quartararo, Yamaha, +0,350
7. A. Espargaró, Aprilia, +0,351
8. Nakagami, Honda, +0,405
9. P. Espargaró, Honda, +0,511
10. Bastianini, Ducati, +0,523
11. Martin*, Ducati, +1,067
12. M. Márquez, Honda, +1,312

Die weitere Startaufstellung:
12. Miller, Ducati, 1:47,621 min
13. Pirro, Ducati, 1:48,209
14. Martin*, Ducati
15. Oliveira, KTM, 1:48,231
16. B. Binder, KTM, 1:48,255
17. Mir, Suzuki, 1:48,732
18. A. Márquez, Honda, 1:48,846
19. Gardner, KTM, 1:48,907
20. D. Binder, Yamaha, 1:49,471
21. Rins, Suzuki, 1:50,266
22. Savadori, Aprilia, 1:50,270
23. Morbidelli, Yamaha, 1:55,369
24. Viñales, Aprilia, 1:56,479
25. Fernández, KTM, 1:57,106
26. Dovizioso, Yamaha, 1:57,671

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