Raul Fernandez (KTM): «Bike ist wirklich kompliziert»

Von Tim Althof
Raul Fernandez vor Andrea Dovizioso und Franco Morbidelli (beide Yamaha)

Raul Fernandez vor Andrea Dovizioso und Franco Morbidelli (beide Yamaha)

Tech3-KTM-Fahrer Raul Fernandez fuhr am Sonntag in Barcelona erstmals in einem MotoGP-Rennen in die Punkte. Am Tag darauf testete er verschiedene Einstellungen an der RC16, dabei gelangen ihm Fortschritte.

Zum ersten Mal in seiner MotoGP-Karriere erzielte Raul Fernandez am Sonntag auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya WM-Zähler. Der KTM-Fahrer landete auf Position 15; er sicherte sich den ersten Punkt. Sein Rückstand zum Sieger Fabio Quartararo (Yamaha) betrug jedoch saftige 37 Sekunden.

Dementsprechend unglücklich war er nach dem Rennende in Spanien. «Seit dem ersten Rennen haben wir das Motorrad nicht verbessern können. Ich kann die Front nicht spüren, ich habe kein Gefühl zum Vorderreifen. Gerade auf einer Strecke wie Barcelona ist es so sehr schwierig», klagte der 21-Jährige aus dem Tech3-Team.

«Ich bin glücklich, dass ich einen Punkt geholt habe. Da hatte ich jedoch Glück, denn sieben Fahrer sind vor mir gestürzt», schätzte er die Situation realistisch ein. «Sobald ich hinter jemandem gefahren bin oder in einer Gruppe unterwegs war, wurde der Reifen schlechter.»

Am Montag stand auf derselben Piste ein Test der MotoGP-Klasse auf dem Plan. Fernandez konnte 47 Runden absolvieren, landete aber anschließend auf dem letzten Platz. Gerne hätte der Spanier mit seiner KTM noch weitergearbeitet.

«Ein sehr schwieriger Tag. Ich habe nicht viele Runden absolviert, weil wir am Ende ein mechanisches Problem hatten. Wir haben etwas Wichtiges für ein besseres Gefühl auf dem Bike ausprobiert, sind aber nicht auf Zeitenjagd gegangen. Weil ich am Sonntag ab Rennhälfte bis zum Schluss viel Zeit verloren habe, haben wir den Fokus beim Test daraufgelegt, mit gebrauchten Reifen zu fahren», berichtete der KTM-Pilot im Interview.

Fernandez weiter: «Besonders die Front des Motorrads habe ich verbessert. Wir haben verschiedene Dinge ausprobiert. Das Bike verhält sich wirklich kompliziert, es ist nicht einfach, das Bike schnell zu bewegen. Auf der Bremse ist es gut, aber im Kurveneingang verliere ich zu viel Zeit. Wenn ich mehr Vertrauen finde, kann ich deutlich stärker sein.»

Ergebnis MotoGP-Test, Barcelona (6. Juni):

1. Quartararo, Yamaha, 1:39,447 min
2. Bagnaia, Ducati, 1:39,451
3. Zarco, Ducati, 1:39,500
4. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:39,558
5. Pol Espargaró, Honda, 1:39, 688 
6. Miller, Ducati, 1:39,742
7. Viñales, Aprilia, 1:39,780
8. Morbidelli, Yamaha, 1:39,795
9. Bastianini, Ducati, 1:39,844
10. Di Giannantonio, Ducati, 1:39,963
11. Brad Binder, KTM, 1:39,998
12. Joan Mir, Suzuki, 1:40,027
13. Marini, Ducati, 1:40,047
14. Oliveira, KTM, 1:40,088
15. Gardner, KTM, 1:40,197
16. Alex Márquez, Honda, 1:40,335
17. Bradl, Honda, 1:40,474
18. Pirro, Ducati, 1:40,610
19. Dovizioso, Yamaha, 1:40,627
20. Darryn Binder, Yamaha, 1:40,746
21. Bezzecchi, Ducati, 1:40,765
22. Fernandez, KTM, 1:41,144

MotoGP-Ergebnis, Montmeló (5. Juni):

1. Quartararo, Yamaha, 24 Rdn in 40:29,360 min
2. Martin, Ducati, + 6,473 sec
3. Zarco, Ducati, + 8,385
4. Mir, Suzuki, + 11,481
5. Aleix Espargaró, Aprilia, + 14,395
6. Marini, Ducati, + 15,430
7. Viñales, Aprilia, + 15,975
8. Brad Binder, KTM, + 21,436
9. Oliveira, KTM, + 26,800
10. Alex Márquez, Honda, + 30,460
11. Gardner, KTM, + 32,443
12. Darryn Binder, Yamaha, + 32,881
13. Morbidelli, Yamaha, + 33,168
14. Miller, Ducati, + 34,693
15. Fernández, KTM, + 37,844
16. Pirro, Ducati, + 44,533
17. Pol Espargaró, Honda, + 46,199
– Dovizioso, Yamaha, 7 Runden zurück
– Di Giannantonio, Ducati, 16 Runden zurück
– Bastianini, Ducati, 17 Runden zurück
– Bezzecchi, Ducati, 19 Runden zurück
– Bagnaia, Ducati, 23 Runden zurück
– Rins, Suzuki, 1. Runde nicht beendet
– Nakagami, Honda, 1. Runde nicht beendet
– Bradl, Honda, 1. Runde nicht beendet

MotoGP-Fahrer-WM nach 9 von 20 Grand Prix:

1. Quartararo 147 Punkte. 2. Aleix Espargaró 125. 3. Bastianini 94. 4. Zarco 91. 5. Bagnaia 81. 6. Brad Binder 73. 7. Rins 69. 8. Mir 69. 9. Miller 65. 10. Marc Márquez 60. 11. Oliveira 57. 12. Martin 51. 13. Viñales 46. 14. Marini 41. 15. Pol Espargaró 40. 16. Nakagami 38. 17. Bezzecchi 30. 18. Alex Márquez 26. 19. Morbidelli 22. 20. Darryn Binder 10. 21. Di Giannantonio 8. 22. Dovizioso 8. 23. Gardner 8. 24. Raúl Fernández 1.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati 201 Punkte. 2. Yamaha 147. 3. Aprilia 126. 4. KTM 101. 5. Suzuki 93. 6. Honda 81.

Team-WM:

1. Aprilia Racing 171 Punkte. 2. Monster Energy Yamaha 169. 3. Ducati Lenovo 146. 4. Prima Pramac Racing 142. 5. Suzuki Ecstar 138. 6. Red Bull KTM Factory 130. 7. Gresini Racing 102. 8. Repsol Honda 100. 9. Mooney VR46 Racing 71. 10. LCR Honda 64. 11. WithU Yamaha RNF 18. 12. Tech3 KTM Factory 9.

Diesen Artikel teilen auf...

Mehr über...

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Nachbehandlung mit dem Doktor: Japan

Dr. Helmut Marko
Exklusiv auf SPEEDWEEK.com: Dr. Helmut Marko, Motorsport-Berater von Red Bull, analysiert den jüngsten Grand Prix. Diesmal: Suzuka, ein fast perfektes Rennen, und warum wir keinen Stress haben.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Mo.. 22.04., 20:50, Motorvision TV
    Motorradsport: FIM Superenduro World Championship
  • Mo.. 22.04., 21:00, SWR
    Down the Road - Die Abenteuerreise
  • Mo.. 22.04., 21:20, Motorvision TV
    Superbike: Australian Championship
  • Mo.. 22.04., 22:15, Motorvision TV
    FIM X-Trial World Championship
  • Mo.. 22.04., 23:10, Motorvision TV
    IMSA Sportscar Championship
  • Mo.. 22.04., 23:15, Hamburg 1
    car port
  • Di.. 23.04., 00:00, Eurosport 2
    Motorsport: FIA-Langstrecken-WM
  • Di.. 23.04., 01:45, Hamburg 1
    car port
  • Di.. 23.04., 02:00, Motorvision TV
    Top Speed Classic
  • Di.. 23.04., 03:45, Motorvision TV
    Classic Ride
» zum TV-Programm
6