Jorge Martin (Ducati/7.): «Wollte nicht stürzen»

Von Johannes Orasche
Jorge Martin vor Miller, Brad Binder, Nakagami und Viñales

Jorge Martin vor Miller, Brad Binder, Nakagami und Viñales

Der spanische Pramac-Ducati-Star Jorge Martin fuhr in Assen ein solides MotoGP-Rennen und war anfangs auf Podiumskurs, ehe er in der zweiten Rennhälfte mehrere Positionen abgeben musste.

Nach dem Rempler von Fabio Quartararo gegen Aleix Espargaró und dem daraus resultierenden Ausfall des WM-Leaders tummelte sich Jorge Martin im MotoGP-Rennen von Assen lange Zeit hinter Marco Bezzecchi auf P3. In der zweiten Hälfte des Rennens musste der Spanier dann aber noch den Rückfall bis auf P7 verkraften.

Schuld waren die wechselnden Verhältnisse und der einsetzende Nieselregen. «Ich bin in einer Situation, in der ich nicht hinfallen sollte», erklärte Martin. «Nach den ersten Tropfen habe ich Tempo rausgenommen, vielleicht war es zu viel. Ich habe dann versucht, wieder Druck zu machen. Mir hat in den schnellen Kurven aber das Vertrauen gefehlt, um richtig Druck zu machen. Da habe ich viel Zeit verloren», bekräftige der Mann aus Madrid.

«Eine Zeit lang konnte ich die Lücke zu Bezzecchi sogar etwas schließen und ich denke, wir haben in dieser Phase auch die Lücke nach vorne zu Pecco etwas reduziert. Ich war auch sehr zuversichtlich, was die Wahl für den harten Hinterreifen betroffen hat», so Martin.

«In Kurve 10 und 11 gab es dann einige Tropfen. Dieser Bereich war am Wochenende nicht gerade meine Stärke. Die Flaggen wurden aber einige Runden lang überall geschwenkt. Dann hat mich auch Maverick überholt und Binder ist ebenfalls gekommen. Ich habe einiges an Zeit dort verloren. Trotzdem bin ich recht happy über das Gefühl und die Performance.»

Martin gibt zu bedenken: «Ich hatte viele Verletzungen in letzter Zeit und wollte hier einfach ins Ziel kommen. Ich wollte nicht Druck machen für einen vierten Platz und dann eventuell dafür stürzen. Es ist jetzt Zeit, um sich zu leveln, mit neuer Kraft weiter zu machen und sich bei schwierigen Verhältnissen zu steigern.»

MotoGP-Ergebnis, Assen (26. Juni):

1. Bagnaia, Ducati, 26 Rdn. in 40:25,205 min
2. Bezzecchi, Ducati, + 0,444 sec
3. Viñales, Aprilia, + 1,209
4. Aleix Espargaró, Aprilia, + 2,585
5. Brad Binder, KTM, + 2,721
6. Miller, Ducati, + 3,045
7. Martin, Ducati, + 4,340
8. Mir, Suzuki, + 8,185
9. Oliveira, KTM, + 8,325
10. Rins, Suzuki, + 8,596
11. Bastianini, Ducati, + 9,783
12. Nakagami, Honda, + 10,617
13. Zarco, Ducati, + 14,405
14. Di Giannantonio, Ducati, + 17,681
15. Alex Márquez, Honda, + 25,866
16. Dovizioso, Yamaha, + 29,711
17. Marini, Ducati, + 30,296
18. Bradl, Honda, + 32,225
19. Gardner, KTM, + 34,947
20. Savadori, Aprilia, + 35,798
– Fernández, KTM, 8 Runden zurück
– Quartararo, Yamaha, 15 Runden zurück
– Darryn Binder, Yamaha, 18 Runden zurück
– Morbidelli, Yamaha, 18 Runden zurück

MotoGP-Fahrer-WM nach 11 von 20 Grand Prix:

1. Quartararo 172 Punkte. 2. Aleix Espargaró 151. 3. Zarco 114. 4. Bagnaia 106. 5. Bastianini 105. 6. Brad Binder 93. 7. Miller 91. 8. Mir 77. 9. Rins 75. 10. Oliveira 71. 11. Martin 70. 12. Viñales 62. 13. Marc Márquez 60. 14. Bezzecchi 55. 15. Marini 52. 16. Nakagami 42. 17. Pol Espargaró 40. 18. Alex Márquez 27. 19. Morbidelli 25. 20. Di Giannantonio 18. 21. Darryn Binder 10. 22. Dovizioso 10. 23. Gardner 9. 24. Raúl Fernández 5.

Konstrukteurs-WM:
1. Ducati 246 Punkte. 2. Yamaha 172. 3. Aprilia 155. 4. KTM 121. 5. Suzuki 101. 6. Honda 85.

Team-WM:
1. Aprilia Racing 213 Punkte. 2. Monster Energy Yamaha 197. 3. Ducati Lenovo Team 197. 4. Prima Pramac Racing 184. 5. Red Bull KTM Factory 164. 6. Suzuki Ecstar 152. 7. Gresini Racing 123. 8. Mooney VR46 Racing 107. 9 Repsol Honda 100. 10. LCR Honda 69. 11. WithU Yamaha RNF 20. 12. Tech3 KTM Factory 14.

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