Luca Marini (Ducati): Jeder hat ein großartiges Bike

Von Nora Lantschner
VR46-Schützling Luca Marini (24) jagt seinen ersten Podestplatz in der MotoGP-Klasse. «Es wird ein schwieriger Kampf», blickt der Ducati-Pilot auf die zweite Saisonhälfte.

Luca Marini bestreitet seine zweite Saison in der Königsklasse – gleichzeitig die erste auf einer aktuellen Ducati im familieneigenen Mooney VR46 Racing Team. Kurz vor der Sommerpause erzielte der Bruder von Valentino Rossi mit Platz 5 seine persönliche Bestleistung, insgesamt liegt er nach elf von 20 Rennen mit 52 Punkten auf WM-Rang 15.

Wie bewertet Luca seine bisherige Saison, wenn zehn die Höchstnote ist? «Ich gebe mir für diese erste Saisonhälfte eine 7. Denn zu Beginn des Jahres hatten wir ein bisschen Mühe, es war nicht einfach. Ich weiß nicht, ob es meine Schuld war oder nicht, die ersten paar Rennen waren aber wirklich schwierig. Ich war nie zufrieden und verstand nicht, warum ich so viel Zeit verlor – denn ich fühlte mich schnell und hatte das Gefühl, dass ich gut fuhr. Danach gab es aber eine großartige Steigerung mit guten Ergebnissen, gutem Speed und guter Pace, in jeder Situation», betonte der 24-Jährige im VR46-Interview. «Es ist auch schön, ein gutes Team und eine gute Crew zu haben. Ich verbringe viel Zeit mit ihnen, genieße aber jeden Moment.»

Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Marco Bezzecchi fehlt «Maro» noch ein MotoGP-Podestplatz. «Um im Kampf um das Podium dabei zu sein, muss ich einfach alles zusammenfügen: Mit einem guten Qualifying aus den ersten zwei Reihen losfahren, dann einen guten Start machen und meine Pace über die ganze Distanz fahren», zählte der Moto2-Vizeweltmeister von 2020 auf. «Ich fühle mich jetzt großartig mit dem Motorrad. Ich habe den Speed und das jedes Mal zu fühlen, wenn du auf die Strecke gehst, ist einfach unglaublich und das, was ich will. Denn es gibt einem die Motivation, jeden Tag noch härter zu arbeiten und zu versuchen, meine Schwächen auszumerzen, um in Zukunft eine bessere Person und ein besserer Fahrer zu sein.»

«Ich glaube, viele Fahrer können in der zweiten Hälfte der Saison Rennen gewinnen oder auf dem Podest stehen», blickte Marini auf die kommenden Aufgaben voraus. «Es wird ein schwieriger Kampf, aber ich will in jedem Rennen und in jeder Situation dabei sein und versuchen, an jedem Wochenende meine beste Performance abzurufen. Dann werden wir sehen, in welchen Rennen ich ums Podium kämpfen kann oder nicht.»

«Ich glaube, dass sich die MotoGP im Vergleich zur Vergangenheit oder auch schon im Vergleich zu vor drei oder vier Jahren sehr stark verändert hat. Jetzt hat jeder Fahrer ein großartiges Motorrad – fast jeder hat ein Werksmotorrad oder ist sehr nahe dran. Es gibt keine Unterschiede mehr, wodurch Fahrer auch in einem Kundenteam großartige Ergebnisse erzielen können. Das ist großartig für uns und großartig für unseren Sport. Der Level wird mit jedem Rennen höher. Aber natürlich macht es das für jeden auch noch schwieriger», weiß der VR46-Ducati-Pilot.

MotoGP-Fahrer-WM nach 11 von 20 Grand Prix:

1. Quartararo 172 Punkte. 2. Aleix Espargaró 151. 3. Zarco 114. 4. Bagnaia 106. 5. Bastianini 105. 6. Brad Binder 93. 7. Miller 91. 8. Mir 77. 9. Rins 75. 10. Oliveira 71. 11. Martin 70. 12. Viñales 62. 13. Marc Márquez 60. 14. Bezzecchi 55. 15. Marini 52. 16. Nakagami 42. 17. Pol Espargaró 40. 18. Alex Márquez 27. 19. Morbidelli 25. 20. Di Giannantonio 18. 21. Darryn Binder 10. 22. Dovizioso 10. 23. Gardner 9. 24. Raúl Fernández 5.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati 246 Punkte. 2. Yamaha 172. 3. Aprilia 155. 4. KTM 121. 5. Suzuki 101. 6. Honda 85.

Team-WM:

1. Aprilia Racing 213 Punkte. 2. Monster Energy Yamaha 197. 3. Ducati Lenovo Team 197. 4. Prima Pramac Racing 184. 5. Red Bull KTM Factory 164. 6. Suzuki Ecstar 152. 7. Gresini Racing 123. 8. Mooney VR46 Racing 107. 9 Repsol Honda 100. 10. LCR Honda 69. 11. WithU Yamaha RNF 20. 12. Tech3 KTM Factory 14.

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