Miguel Oliveira wie Christiano Ronaldo: «Nicht fair»

Von Tim Althof
Red Bull-KTM-Fahrer Miguel Oliveira steht zur MotoGP-Sommerpause auf Gesamtplatz 10. In seiner portugiesischen Heimat genießt er jedoch den Status eines Superstars, auch wenn er das selbst nicht möchte.

Miguel Oliveira fährt 2022 seine vierte Saison in der MotoGP-Klasse. Nach zwei Jahren im Team Tech3 von Hervé Poncharal wechselte der Portugiese 2021 zum Red Bull KTM-Werksteam. Insgesamt gelangen ihm bereits vier Siege in der «premier class», unter anderen auch bei seinem Heimrennen in Portimão 2020.

Doch die Bevölkerung in Portugal behandelte ihren Motorrad-Überflieger bereits vorher wie ein Superstar. Oliveira hat in seiner Heimat bereits Legendenstatus erreicht, denn überall, wo er sich blicken lässt, wird er großartig gefeiert. Im Interview bei motogp.com sprach der 27-Jährige über seinen Status in Portugal.

In deiner Heimat wirst du wie ein Superstar behandelt. Gefällt dir diese Situation? «Ich sehe mich selbst nicht als Superstar oder als beliebte Person. Aber natürlich habe ich eine Rolle übernommen, in der ich von den portugiesischen Menschen eine hohe Anerkennung spüre. Die Leute schätzen mich dafür, dass ich die Flagge in der Meisterschaft hochhalte», erklärte Oliveira.

«Es ist natürlich keine schlechte Sache, aber es ist nur eine Konsequenz meiner Arbeit. Letztendlich ist es ein Privileg für mich, diesen Rückhalt aus dem eigenen Land zu spüren», freute sich der KTM-Pilot. «Die Fans aus Portugal sind unglaublich. Über die Jahre habe ich die Gemeinschaft in diesem Sport wachsen sehen. MotoGP hat in Portugal an Bedeutung zugelegt, die Menschen sprechen mehr über diesen Sport.»

Oliveira weiter: «Das führte hingegen auch zu einigen Missverständnissen und Diskussionen in den sozialen Medien. Sie reden viel darüber, aber wissen nicht, was sie sagen. Aber das ist ein Teil davon, ich sehe es nicht als schlecht an. Es ist gut so.»

Kannst du dich zu Hause noch frei bewegen und zum Beispiel in ein Café gehen? «Ich habe Fans im ganzen Land, deshalb wäre es fast unmöglich, über die Straße zu laufen, ohne dass die Leute mich erkennen würden», gab er zu. «Es liegt auch daran, dass ich persönliche Sponsoren habe, die Kampagnen in Portugal durchführen. Gehst du zu einer Tankstelle, siehst du mich wahrscheinlich auf einem großen Plakat, wie ich etwas bewerbe. Es ist aktuell sehr schwierig, unerkannt zu bleiben.»

Fußball-Held Christiano Ronaldo ist in Portugal und der ganzen Welt groß angesehen. Würdest du dich mit ihm auf eine Ebene stellen? «Es wäre nicht fair, irgendetwas mit Christiano Ronaldo zu vergleichen», stellte Oliveira klar. «Er ist der Meistgefolgte in den sozialen Medien, er ist in einer ganz eigenen Welt. Aber trotzdem bin ich sehr bekannt.»

MotoGP-Fahrer-WM nach 11 von 20 Grand Prix:

1. Quartararo 172 Punkte. 2. Aleix Espargaró 151. 3. Zarco 114. 4. Bagnaia 106. 5. Bastianini 105. 6. Brad Binder 93. 7. Miller 91. 8. Mir 77. 9. Rins 75. 10. Oliveira 71. 11. Martin 70. 12. Viñales 62. 13. Marc Márquez 60. 14. Bezzecchi 55. 15. Marini 52. 16. Nakagami 42. 17. Pol Espargaró 40. 18. Alex Márquez 27. 19. Morbidelli 25. 20. Di Giannantonio 18. 21. Darryn Binder 10. 22. Dovizioso 10. 23. Gardner 9. 24. Raúl Fernández 5.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati 246 Punkte. 2. Yamaha 172. 3. Aprilia 155. 4. KTM 121. 5. Suzuki 101. 6. Honda 85.

Team-WM:

1. Aprilia Racing 213 Punkte. 2. Monster Energy Yamaha 197. 3. Ducati Lenovo Team 197. 4. Prima Pramac Racing 184. 5. Red Bull KTM Factory 164. 6. Suzuki Ecstar 152. 7. Gresini Racing 123. 8. Mooney VR46 Racing 107. 9 Repsol Honda 100. 10. LCR Honda 69. 11. WithU Yamaha RNF 20. 12. Tech3 KTM Factory 14.

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