Takaaki Nakagami: Daumen hoch für neues Honda-Chassis

Von Ivo Schützbach
Takaaki Nakagami mit dem neuen Aero-Paket

Takaaki Nakagami mit dem neuen Aero-Paket

Für Takaaki Nakagami aus dem MotoGP-Team LCR Honda Idemitsu war der Trainings-Freitag in Silverstone ein Testtag. Denn der Japaner fuhr mit einem neuen Chassis und einem anderen Aerodynamik-Paket.

Takaaki Nakagami startet in Silverstone mit einem neuen Honda-Chassis. «Es fühlt sich okay an und ist positiv», urteilte der Japaner nach Platz 18 in der kombinierten Zeitenliste aus FP1 und FP2 und einer guten Sekunde Rückstand auf den Schnellsten Fabio Quartararo (Yamaha) am Freitagnachmittag. «Mir gelang nur zum Ende von FP2 keine gute Rundenzeit, ich mache mir für Samstag deswegen aber keine Sorgen.»

«Ich wusste, dass Freitag ein geschäftiger Tag wird, wir hatten sehr viel zu probieren», fuhr der Honda-Pilot fort. «Das war mit dem Wind teilweise etwas tückisch, dafür war der Griplevel nicht so schlecht. Das neue Chassis sorgt für mehr Grip am Hinterrad. Das Bike ist stabiler und lässt sich einfacher fahren. Auch der Seitengrip in Schräglage ist ein bisschen besser. Aber es gibt noch viel zu tun, um ein gutes Paket zu bekommen. Besonders im Kurvenscheitel und am Ausgang hilft es sehr, wenn das Motorrad stabiler ist. Bradl sagt, das Chassis wäre dem Vorgänger sehr ähnlich. Mein erster Eindruck war auch, dass es keinen großen Unterschied gibt. Als ich dann aber mal fünf Runden am Stück fuhr und pushte, stellte ich fest, dass es etwas mehr Grip hat. Es ist sehr ähnlich, das stimmt. Aber die kleinsten Details sind heute in MotoGP wichtig. Wenn du ein bisschen mehr Gefühl bekommst, und ein oder zwei km/h mehr mitnehmen kannst, dann ist die Rundenzeit anders.»

Nakagami fuhr auch mit einem neuen Aerodynamik-Paket. «Damit ist nicht alles positiv», hielt der 30-Jährige aus Chiba fest. «Aerodynamik ist kompliziert. In einigen Bereichen ist die Verkleidung gut, in anderen nicht. Wir müssen viel anpassen, eventuell sogar die Abstimmung des Motorrads. Der Anpressdruck ist etwas geringer als mit den Flügeln von 2020. In einigen Kurven ist das gut, aber in Silverstone wünscht du dir, dass dein Vorderreifen viel Kontakt mit dem Asphalt hat. Weniger Anpressdruck bedeutet weniger Vertrauen zum Vorderrad.»

MotoGP, kombinierte Zeiten nach FP2, Silverstone (5. August):

1. Quartararo, Yamaha, 1:58,946 min
2. Mir, Suzuki, + 0,154 sec
3. Viñales, Aprilia, + 0,177
4. Zarco, Ducati, + 0,188
5. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,207
6. Oliveira, KTM, + 0,217
7. Rins, Suzuki, + 0,300
8. Bastianini, Ducati, + 0,412
9. Miller, Ducati, + 0,418
10. Bezzecchi, Ducati, + 0,432
11. Bagnaia, Ducati, + 0,439
12. Marini, Ducati, + 0,450
13. Martin, Ducati, + 0,711
14. Alex Márquez, Honda, + 0,843
15. Bradl, Honda, + 0,855
16. Pol Espargaró, Honda, + 0,906
17. Di Giannantonio, Ducati, + 1,040
18. Nakagami, Honda, + 1,057
19. Dovizioso, Yamaha, + 1,097
20. Morbidelli, Yamaha, + 1,192
21. Brad Binder, KTM, + 1,198
22. Gardner, KTM, + 1,208
23. Darryn Binder, Yamaha, + 2,582
24. Raúl Fernández, KTM, + 2,632

MotoGP-Ergebnis FP1, Silverstone:

1. Zarco, Ducati, 1:59,893 min
2. Bagnaia, Ducati, + 0,027 sec
3. Rins, Suzuki, + 0,327
4. Quartararo, Yamaha, + 0,545
5. Nakagami, Honda, + 0,555
6. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,737
7. Viñales, Aprilia, + 0,906
8. Mir, Suzuki, + 0,950
9. Martin, Ducati, + 1,055
10. Brad Binder, KTM, + 1,101
11. Pol Espargaró, Honda, + 1,147
12. Miller, Ducati, + 1,162
13. Bezzecchi, Ducati, + 1,219
14. Oliveira, KTM, + 1,227
15. Alex Márquez, Honda, + 1,281
16. Bastianini, Ducati, + 1,326
17. Gardner, KTM, + 1,646
18. Raúl Fernández, KTM, + 1,685
19. Marini, Ducati, + 1,714
20. Dovizioso, Yamaha, + 1,855
21. Morbidelli, Yamaha, + 1,882
22. Bradl, Honda, + 2,169
23. Di Giannantonio, Ducati, + 2,286
24. Darryn Binder, Yamaha, + 2,672

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