Miguel Oliveira (KTM): «Das Ziel? Nahe an die Top-5»

Von Günther Wiesinger
Miguel Oliveira

Miguel Oliveira

Red Bull-KTM-Werkspilot Miguel Oliveira litt in England unter der Quali-Schwäche der KTM RC16. Doch im Rennspeed schaffte er im FP4 den 4.Platz. Deshalb traut er sich im Rennen einiges zu.

Mit dem 13. Startplatz klassierte sich Miguel Oliveira im MotoGP-Qualifying von Silverstone als bester Red Bull-KTM-Werkspilot, aber er lag nur 0,079 Sekunden vor seinem Teamkollegen Brad Binder, der am Freitag im FP2 wegen technischen Problemen nur eine schnelle Runde schaffte und jetzt vom 14. Startplatz ins 20-Runden-Rennen geht.

«Wir haben Fortschritt mit dem Motorrad gemacht, aber sie waren nicht groß genug», seufzte der Portugiese. «Wenn ich die Situation betrachte, fehlt es bei uns etwas an der Beschleunigung, außerdem fehlte es am Grip des Motorrads, wenn wir das Bike in die Kurven einlenken. Das ist ein Bereich, in dem wir uns verbessern müssen. Das ist hier ziemlich klar geworden. Abgesehen davon, hatte ich im FP4 eine gute Pace, da war das Motorrad für die Rennbedingungen abgestimmt. Von der fünften Reihe losfahren zu müssen, ist nicht ideal. Aber ich denke, wir können im Ziel weiter vorne sein als am Startplatz. Ich möchte so nahe wie möglich an die Top-5 herankommen. Das ist unsere klare Erwartung.»

Am Top-Speed der KTM RC16 hat Oliveira hingegen nichts auszusetzen, obwohl bei den Messungen im Q1 die KTM deutlich auf Ducati verloren: Bastianini schaffte mit der Desmosedici 338,5 km/h, Oliveira nur 332,3 km/h, Binder wurde mit 334,3 km/h Top-Speed gemessen.

«Ich glaube, die Höchstgeschwindigkeit wird hier sehr nahe bei einem Bremspunkt gemessen, es hängt also davon ab, wo man zu bremsen beginnt», stellte Oliveira fest. «Aber es stimmt schon, uns fehlen 5 bis 10 km/h im Top-Speed. Aber das ist nicht der Hauptgrund, der uns zurückhält.»

Oliveira glänzte im Renn-Set-up im FP4 mit der viertbesten Zeit, er verlor nur 0,292 sec auf die Bestzeit von Zarco.

Wie schwer ist es dann zu verkraften, dass er vom 13. Startplatz ins Rennen gehen muss, weil die KTM über eine einzelne Runde wieder einmal deutliche Schwächen offenbarte?

Oliveira: «Ja, das ist immer frustrierend. Aber es ist schon oft passiert, das Qualifying ist immer knifflig für uns. Es ist die mühsamste Session für uns. Wir gehen immer mit viel Motivation ins Qualifying, aber wir erwarten uns nicht viel. Es ist enttäuschend, das lässt sich nicht leugnen. Wir stossen da an ein Limit. Wenn wir alles ideal zusammenkriegen, können wir schneller sein, mit demselben Bike. Aber das Fenster, in dem alles ideal klappt, ist sehr klein.»

MotoGP-Ergebnis Q2, Silverstone (6. August):

1. Zarco, Ducati, 1:57,767 min
2. Viñales, Aprilia, 1:57,865 min, + 0,098 sec
3. Miller, Ducati, 1:57,931, + 0,164
4. Quartararo, Yamaha, 1:57,938, + 0,171
5. Bagnaia, Ducati, 1:57,961, + 0,194
6. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:57,966, + 0,199
7. Bezzecchi, Ducati, 1:58,101, + 0,334
8. Bastianini, Ducati, 1:58,106, + 0,339
9. Martin, Ducati, 1:58,174, + 0,407
10. Marini, Ducati, 1:58,317, + 0,550
11. Rins, Suzuki, 1:58,318, + 0,551
12. Mir, Suzuki, 1:58,543, + 0,776

Die weitere Startaufstellung:
13. Oliveira, KTM, 1:58,853 min
14. Brad Binder, KTM, 1:58,932
15. Di Giannantonio, Ducati, 1:58,948
16. Gardner, KTM, 1:59,120
17. Alex Márquez, Honda, 1:59,288
18. Pol Espargaró, Honda, 1:59,367
19. Morbidelli, Yamaha, 1:59,390
20. Nakagami, Honda, 1:59,614
21. Bradl*, Honda, 1:59,339
22. Raúl Fernández, KTM, 1:59,920
23. Darryn Binder, Yamaha, 1:59,931
24. Dovizioso, Yamaha, 2:00,232

*= Grid-Penalty


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