Jack Millers Plan (2.): «Über Runde 2 hinauskommen»

Von Nora Lantschner
Jack Miller will dieses Mal auch am Sonntag feiern

Jack Miller will dieses Mal auch am Sonntag feiern

Ducati-Lenovo-Werksfahrer Jack Miller schrammte in Aragón an seiner zweitem MotoGP-Pole in Folge vorbei. Auch im Hinblick auf das Rennen fühlt er sich gut in Form.

Kurios: Zum dritten Mal in Folge belegten in einem MotoGP-Qualifying Pecco Bagnaia, Jack Miller und Enea Bastianini die ersten drei Plätze – wenn auch in unterschiedlicher Reihenfolge. Beinahe hätte sich «JackAss» in Aragón nach Misano seine zweite Pole-Position in Folge gesichert, aber am Ende war sein Lenovo-Teamkollege Bagnaia genau 9 Hundertstelsekunden schneller.

«Mit Fortlaufen der Saison fühlen wir uns alle ziemlich wohl, Enea sitzt auf dem Vorjahres-Bike und er war genauso oft hier wie ich», stellte Miller in der Pressekonferenz der Top-3 dazu fest. «Das Motorrad funktioniert gut, die Piloten fahren unglaublich gut. Ich glaube, es ist eine Kombination – aber ganz ohne Zweifel: Das Motorrad funktioniert fantastisch. Dass dieselben Jungs drei Mal hintereinander in der ersten Reihe sind, auf komplett unterschiedlichen Strecken – in Misano hatten wir zum Beispiel viel Grip, hier dagegen nicht – das zeigt einfach, wie gut das Motorrad ist.»

«Ich bin ziemlich glücklich damit, wie der Samstag verlaufen ist», betonte Miller, der sogar in allen vier Rennen seit der Sommerpause aus der ersten Startreihe losfuhr. «Gestern war ich nicht besonders glücklich. Wir haben aber analysiert, woran wir arbeiten müssen, und über Nacht ein paar Veränderungen vorgenommen. Heute Morgen fühlte ich mich auf Anhieb wohler mit dem Motorrad, ich habe mich im FP3 auf Anhieb verbessert.»

Tatsächlich lag der 27-jährige Australier nach FP3 an der Spitze des MotoGP-Feldes. Am Nachmittag legte er im Qualifying nach und blieb in 1:46,159 min unter der letztjährigen Pole-Zeit von Bagnaia, einer 1:46,322 min. Der Italiener war aber noch einmal schneller.

«Ich habe alles gegeben und ganz ehrlich, ich war der Meinung, dass es reichen würde», gestand Jack. «Denn ich habe mich selbst auf gewisse Weise überrascht, als ich im dritten Sektor sechs Zehntel unter meiner bis dahin besten Rundenzeit war. Aber die Jungs haben alle gepusht, schon auf dem ersten Reifen waren die Zeiten deutlich schneller als am Vormittag.»

«Ich fühle mich gut, ich habe das Gefühl, bereit zu sein», versicherte Miller, der beim San Marino-GP vor zwei Wochen in Führung liegend schon in der zweiten Runde stürzte. Deshalb ist sein Plan für das morgige Rennen auch klar: «Ich werde zunächst einmal versuchen, über die zweite Runde hinauszukommen. Und dann werden wir sehen. Im FP4 fühlte ich mich ziemlich wohl mit meiner Pace. Ich bin einen 17-Runden-Run gefahren. Ich habe gesehen, dass einige andere Jungs ein bisschen schneller waren. Ich kann am Sonntag aber normalerweise immer ein bisschen mehr finden. Wenn ich da draußen alleine herumfahre und Runden abspule – oder dann im Rennen weiß, was auf dem Spiel steht. Ich glaube, wir sind für morgen in einer wirklich guten Form.»

MotoGP-Ergebnis Q2, Aragón (17. September):

1. Bagnaia, Ducati, 1:46,069 min
2. Miller, Ducati, 1:46,159 min, + 0,090 sec
3. Bastianini, Ducati, 1:46,313, + 0,244
4. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:46,590, + 0,521
5. Zarco, Ducati, 1:46,646, + 0,577
6. Quartararo, Yamaha, 1:46,802, + 0,733
7. Bezzecchi, Ducati, 1:46,852, + 0,783
8. Martin, Ducati, 1:46,911, + 0,842
9. Rins, Suzuki, 1:46,912, + 0,843
10. Brad Binder, KTM, 1:46,924, + 0,855
11. Oliveira, KTM, 1:47,183, + 1,114
12. Nakagami, Honda, 1:47,274, + 1,205

Die weitere Startaufstellung:
13. Marc Márquez, Honda, 1:46,909 min
14. Marini, Ducati, 1:47,056
15. Di Giannantonio, Ducati, 1:47,119
16. Viñales, Aprilia, 1:47,337
17. Alex Márquez, Honda, 1:47,489
18. Pol Espargaró, Honda, 1:47,511
19. Crutchlow, Yamaha, 1:47,541
20. Morbidelli, Yamaha, 1:47,651
21. Fernández, KTM, 1:47,671
22. Gardner, KTM, 1:47,847
23. Darryn Binder, Yamaha, 1:49,309

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