Motegi: Der Kampf um die MotoGP-Krone auf ServusTV

Von Leon Schüler
Wer macht das Rennen in Japan?

Wer macht das Rennen in Japan?

ServusTV überträgt den GP von Japan am Samstag und Sonntag live. Wer nichts verpassen will, sollte sich einen Wecker stellen, denn es geht bereits früh los. Die Alternative? Auf ServusTV On gibt es alles zum Nachsehen.

Mit einem kompakten Fernost-Trip zum Saisonfinish unterzieht die MotoGP nach drei Jahren wieder Mensch und Material einer ultimativen Belastungsprobe. ServusTV-Experte Stefan Bradl: «Jeder hat gewusst, dass diese Wochen entscheidend werden und man alle Kräftereserven abrufen muss.» ServusTV überträgt den Grand Prix von Japan am Samstag und Sonntag live.

Keine Stallorder bei Ducati

Mit seinem vierten Saisonsieg nahm Enea Bastianini in Aragón Ducati-Markenkollege Francesco Bagnaia in der Schlussrunde wichtige Punkte im Titelrennen weg. Über die ausgebliebene Stallorder zeigte sich ServusTV-Experte Stefan Bradl nur bedingt verwundert: «Ob man im Vorfeld darüber geredet hat, weiß ich nicht. Aber aktuell ist Bastianini im Kundenteam und hätte wohl nicht mitgespielt. Er hat seine Siegchance gesehen und will selbst noch aktiv in den WM-Kampf eingreifen.»

Auszuschließen sei eine Schlussattacke von „La Bestia“ bei 48 Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Fabio Quartararo jedenfalls nicht. «Er bringt eine unheimliche Lockerheit mit, fährt befreit, kann sich entfalten und scheißt sich einfach nix.» Die letzten zwei Rennen könnten bereits ein Vorgeschmack auf 2023 gewesen sein, glaubt Bradl. «Im Werksteam wird der Druck für Bastianini als Italiener aber noch einmal höher. Ich bin gespannt, wie er damit umgeht.»

Bagnaia und Espargaró rücken näher

Seinen ersten Höhepunkt fand das Spektakel im MotorLand schon in den ersten Kurven: Das auf Anhieb beschädigte Bike von Quickstarter Marc Márquez nahm nicht nur Quartararo und Taka Nakagami aus dem Rennen, sondern auch den Comebacker selbst. Bagnaia und Aleix Espargaró wussten die Gunst der Stunde zu nutzen, im Gesamtklassement rückten sie bis auf zehn bzw. 17 Punkte an den Titelverteidiger heran.

Der sechsfache Weltmeister setzte mit seinem Kurzauftritt indes ein klares Statement. «Marc Márquez ist zurück – und zwar komplett», versichert Bradl. «Körperlich hat er einen guten Eindruck gemacht, der Instinkt ist unverändert. Er fährt kontrolliertes Risiko, sein Speed ist unglaublich hoch.» Dennoch, so der Honda-Testfahrer, hätte der Spanier auch ohne Ausfall das Tempo gedrosselt. «Die Technik ist noch nicht in der Lage, aufs Podium zu fahren. Und für Marc ist wichtig, es nicht zu übertreiben. Er hat ja nichts mehr zu gewinnen.»

WM-Tross rechtzeitig in Motegi

Unmittelbar nach der Zielflagge machte sich der Tross zum vier Stationen umfassenden Fernost-Trip auf, wo ein Taifun die ohnehin enormen logistischen Herausforderungen auf eine zusätzliche Probe stellte. Laut seinen japanischen Honda-Kontakten wurde in Europa allerdings mehr Panik gemacht als notwendig, beruhigt der ServusTV-Experte. «Das war ungefähr der 17. Taifun in diesem Jahr, oft ist das ja nur ein bissl Dauerregen.»

Inzwischen erfuhr der Wirbelsturm auch ein offizielles Downgrading, dennoch stünde eine für alle Beteiligten extrem fordernde Route mit weiten Reisen in wechselnde Zeit- und Klimazonen an. «Nach längerer Zeit ein ganz schwieriger Trip – zuerst der Regen in Japan, dann die Hitze in Thailand.» Und nebenbei würden andere Regeln als in Europa gelten, wie etwa die Maskenpflicht. «Die Streckenverhältnisse haben sich sicher auch verändert, es fehlen aktuelle Daten. Ein großes Problem wird das aber nicht, man betritt ja nicht komplettes Neuland.»

Wie ruhig bleibt Espargaró?

Gleichzeitig avanciert bei allem physischen und mentalen Stress das Titelrennen zu einem hochdramatischen Dreikampf. «Aleix ist am schwierigsten einzuschätzen», gesteht der ServusTV-Experte. «Er ist vom Typ her ein bisschen ein Nervöser, deshalb für mich der Außenseiter. Ich weiß nicht, ob er im Finish die Ruhe bewahren kann.» In Aragón sei der Aprilia-Pilot allerdings ein sehr starkes Rennen gefahren. «Dennoch glaube ich, dass es auf Pecco und Fabio hinauslaufen wird.»

Das Momentum ortet Bradl beim Italiener. «Japan ist Stop-and-Go, also keine Mega-Ducati-Strecke, Thailand schon eher. Auf Yamaha bin ich in Australien gespannt, Malaysia sehe ich offen. Und dann kommt schon der große Showdown in Valencia.» Insgesamt würde das Restprogramm vermutlich ein bisschen mehr für Bagnaia sprechen. «Aber Fabio ist sehr solide. In Aragón hätte er aufs Podium fahren können, der Top-Speed macht ihm allerdings zu schaffen.» Letztlich sei es ein Duell auf Augenhöhe. «Genau das, was wir alle sehen wollen.»

Enges Titelrennen im Fokus

Rund um die Rennaction zeigt ServusTV sämtliche Aspekte des hochspannenden, finalen WM-Viertels auf und thematisiert selbstverständlich die Rückkehr von Marc Márquez in die MotoGP. Und für Spätaufsteher: Alle Überseerennen gibt es zudem auf ServusTV On nicht nur wie gewohnt live, sondern auch danach per Video-on-Demand zum Nachschauen. Alina Marzi und Sandro Cortese melden sich direkt aus der Boxengasse des Mobility Resort Motegi, Kommentar und Analysen liefern Christian Brugger und Alex Hofmann.

«Motul Grand Prix of Japan» bei ServusTV:

Samstag (24. September):
05:25 Uhr: Qualifying Moto3 LIVE
06:30 Uhr: Qualifying Moto2 LIVE
07:25 Uhr: 4. freies Training MotoGP LIVE
08:05 Uhr: Qualifying MotoGP LIVE
08:45 Uhr: Analyse Qualifying

Sonntag (25. September):
04:45 Uhr: Beginn der Vorberichterstattung
05:00 Uhr: Rennen Moto3 LIVE
06:20 Uhr: Rennen Moto2 LIVE
08:00 Uhr: Rennen MotoGP LIVE
08:45 Uhr: Analyse MotoGP

Übrigens: Das komplette TV- und Streaming-Programm hat SPEEDWEEK.com hier zusammengetragen.

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