Bei Raúl Fernández erinnerte heute nichts mehr an die CryptoDATA-RNF-Vergangenheit, und der hoch begabte Spanier sorgte mit Platz 5 beim Debüt auf der RS-GP23 für eine saubere Überraschung.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Rául Fernández gelang heute beim eintägigen ersten Wintertest auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia die fünftbeste Zeit, nachdem er auch am Sonntag mit Platz 5 geglänzt hatte – das beste MotoGP-Ergebnis in zwei Jahren für den Moto2-Vizeweltmeister von 2021.
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Der Spanier (er verlor nur 0,263 sec) wurde vom Aprilia-Testteam betreut, denn die Mitarbeiter des in Auflösung begriffenen CryptoDATA-RNF-Rennstalls durften nach der Beendigung des Dorna-Vertrags mit dem bisherigen Aprilia-Kundenteam nicht mehr für Fernández tätig werden. Sie stehen noch bei RNF unter Vertrag und hätten sonst riskiert, ihre ausstehenden November-Gehälter nie ausbezahlt zu bekommen, weil sie quasi für ein Konkurrenzteam Hand angelegt haben. "Das war ein erstaunlicher Tag, nicht wahr? Ich weiß nicht warum, aber ich fühle mich supergut", fasst der Aprilia-Pilot zusammen, der erstmals mit einer RS-GP23 ausrücken durfte, nachdem er die ganze Saison 2023 mit einer RS-GP22 aus dem Vorjahr bestritten und heute 64 Runden zurückgelegt hat.
"Wir sind in der Früh mit dem alten Bike losgefahren, damit waren wir blitzartig auf der Pace und der Rundenzeit vom Wochenende. Aber sobald ich auf das neue Motorrad gesprungen bin, bin ich schneller und schneller geworden, Am Ende war die Rundenzeit eine Sekunde besser als beim Grand Prix, obwohl es ein schwieriger Tag mit viel Wund und kühlen Temperaturen war."
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"Wir bekamen die Gelegenheit, den neuen Soft-Vorderreifen von Michelin zu testen. Das war gut, denn mit dem Medium haben wir uns heute nicht wohl gefühlt. Jorge Martin hat den Medium probiert und ist damit sofort gestürzt."
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"Ich bin happy mit unserer Performance, denn die Pace war viel besser. Das Feeling mit dem Bike und besonders das Vertrauen zur Front war viel besser. Ich fühle mich insgesamt sehr komfortabel auf diesem Motorrad. Aprilia hat bei diesem Bike gute Arbeit geleistet. Für mich geht die Entwicklung in die korrekte Richtung, und wir wissen, was wir tun müssen, um noch konkurrenzfähiger zu werden. Ich glaube, ich habe den Ingenieuren heute auch ein sehr gutes Feedback gegeben, damit sie wissen, wo sie im Winter noch Hand anlegen müssen."
Vor zwei Wochen in Malaysia hatte Raúl noch andere Töne angeschlagen und angeprangert, dass er bei Aprilia keine neuen Teile bekomme, die Motorräder zu viele Kilometer hinter sich haben und außer den Reifen nie etwas Neues montiert wird. "Wir können uns jetzt auf Sepang vorbereiten, denn wir haben auch die Schwachstellen des Motorrads ausfindig gemacht. Und die Ingenieure haben bereits Ideen für die Zukunft", ergänzte Rául Fernández.
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Wo gibt es Ansätze für Verbesserungen an der RS-GP23? "Mir gefällt nicht, wie der Motor reagiert, wenn ich das Gas aufdrehe. Darunter leidet das Einlenkverhalten ein bisschen. Doch das ist für mich kein Problem, denn ich belaste in erster Linie den Vorderreifen. Wir müssen uns auf jeden Fall steigern, wenn wir näher zu Ducati aufschliessen wollen." Ergebnis Valencia-Test (28. November): 1. Viñales, Aprilia, 1:29,253 min 2. Binder, KTM, + 0,028 sec 3. Bezzecchi, Ducati, + 0,093 sec 4. Marc Márquez, Ducati, + 0,171 5. Raúl Fernández, Aprilia, + 0,263 6. Alex Márquez, Ducati, + 0,385 7. Di Giannantonio, Ducati, + 0,409 8. Bastianini, Ducati, + 0,543 9. Miller, KTM, + 0,648 10. Marini, Honda, + 0,703 11. Bagnaia, Ducati, + 0,717 12. Quartararo, Yamaha, + 0,769 13. Mir, Honda, + 0,798 14. Augusto Fernández, KTM, + 0,824 15. Martin, Ducati, + 0,899 16. Morbidelli, Ducati, + 0,953 17. Zarco, Honda, + 1,030 18. Acosta, KTM, + 1,223 19. Rins, Yamaha, + 1,311 20. Crutchlow, Yamaha, + 1,512 21. Nakagami, Honda, + 1,723 22. Aleix Espargaró, Aprilia, + 3,059 23. Savadori, Aprilia, + 3,431
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