Maverick Viñales (Aprilia/6.): Geringerer Topspeed

Von Gino Bosisio
Maverick Viñales auf der RS-GP24 in Lusail

Maverick Viñales auf der RS-GP24 in Lusail

Aprilia-Star Maverick Viñales platzierte sich wie Teamkollege Aleix Espargaró beim MotoGP-Test in Doha im Vorderfeld, musste danach in der Analyse jedoch trotzdem kurz neidisch zum US-Kundenteam von Trackhouse blicken.

Maverick Viñales beendete den zweitägigen Katar-Test auf dem Lusail Circuit auf dem sechsten Rang der offiziellen Zeitentabelle, er kam auf eine persönliche Bestzeit von 1:51,4 min Dem 29-jährigen Spanier fehlten am Ende somit 0,4 Sekunden auf die Fabelzeit von Weltmeister Francesco «Pecco» Bagnaia (Ducati).

«Wir hätten noch einen oder zwei Tage gebraucht», stellte Viñales unumwunden fest. «In den schnellen Kurven bin ich aber auf den Punkt da, das ist sehr gut. Im Vorjahr hatte ich in Sektor 3 in Katar meine Probleme, nun mache ich dort Boden gut und das ist gut. Ich habe immer in den schnellen Kurven aufgeholt, das war stets meine Stärke. Jetzt schaffe ich das auch mit der Aprilia und das ist sehr positiv.»

Viñales berichtete auch noch von anderen Erkenntnissen aus den Testfahrten: «Hier in Katar habe ich etwas Kummer mit der Motorbremse, sie arbeitet nicht ganz konstant. Wenn man längere Stints fährt, erkennt man diese Probleme aber, wir müssen die Motorbremse besser adaptieren. Okay, es sind eigentlich keine Probleme, so will ich es nicht nennen – es geht einfach nur um die Einstellung, um das Set-up. Es war großartig, dass wir den langen Stint gemacht haben. Klar gibt es für das Rennwochenende jetzt noch genug Arbeit.»

Beim Thema Topspeed musste Viñales feststellen, dass auch die beiden Kundenteam-Fahrer mit Miguel Oliveira (ebenfalls auf der RS-GP24) und Raúl Fernández (auf der letztjährigen RS-GP23) schneller waren: «Klar liegen wir vom Topspeed her hinten in der Tabelle. Der Motor war jetzt aber auch nicht ganz neu und so weiter. Aber man muss sagen, Oliveira und Fernández sind dabei. Wir sollten eigentlich auch in der Lage sein, diesen Speed zu erreichen. Wenn wir diesen Topspeed schaffen, dann sind es auf dieser Piste vielleicht zwischen 0,1 und 0,3 sec.»

Am Montag wurden bei Viñales maximal 345,0 km/h gemessen, am Dienstag waren es 342,8 km/h. Im Vergleich dazu sorgte Enea Bastianini am ersten Katar-Testtag mit 355,2 km/h für den Bestwert.

Aprilia muss wie alle Hersteller aus den «Concessions»-Gruppen A bis C die Motorenspezifikation vor dem WM-Auftakt homologieren, will die letzte Entwicklungsstufe aber direkt beim ersten Grand Prix bringen. Es handle sich aber nur um ein kleineres Update, war zuletzt in Doha zu hören.

MotoGP-Test in Katar, Endstand (19. und 20. Februar):

1. Bagnaia, Ducati, 1:50,952 min
2. Bastianini, Ducati, + 0,120 sec
3. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,308
4. Marc Márquez, Ducati, + 0,383
5. Raúl Fernández, Aprilia, + 0,389
6. Viñales, Aprilia, + 0,435
7. Martin, Ducati, + 0,514
8. Di Giannantonio, Ducati, + 0,537
9. Brad Binder, KTM, + 0,631
10. Bezzecchi, Ducati, + 0,726
11. Miller, KTM, + 0,768
12. Oliveira, Aprilia, + 0,884
13. Alex Márquez, Ducati, + 0,992
14. Quartararo, Yamaha, + 1,013
15. Acosta, KTM, + 1,094
16. Rins, Yamaha, + 1,151
17. Zarco, Honda, + 1,210
18. Nakagami, Honda, + 1,432
19. Mir, Honda, + 1,505
20. Marini, Honda, + 1,725
21. Augusto Fernández, KTM, + 1,818
22. Crutchlow, Yamaha, + 2,060
23. Pirro, Ducati, + 2,703
24. Savadori, Aprilia, + 10,448

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