Formel 1: Reaktion auf Sabotage-Vorwurf

Franco Morbidelli (Ducati/DNF): «Voller Grip-Verlust»

Von Thomas Kuttruf
Nach einer verpassten Saisonvorbereitung und einer harten Auftaktphase des Rennjahres, kommt der Pramac-Racing Pilot in Schwung. Im Rennen gab es aber null Punkte für den erstarkten Italiener.

Es war ein kurioses Rennwochenende für den Teamkollegen des WM-Tabellenführers bei Pramac-Racing. Auf der einen Seite überwogen die positiven Aspekte, denn in sämtlichen Ausfahrten auf der knapp 5,6 km langen Rennbahn in Austin war die #21 konstant unter den schnellsten zehn Piloten. Im wichtigsten Event der Texas-Reise flog der Italiener mit brasilianischen Wurzeln dann aber herzhaft von der Piste.

Morbidelli was aus der dritten Reihe los gespurtet, bekam aber wie etliche andere Kollegen einen Ellenbogen in der ersten Kurve mit. «Morbido» fiel auf Platz 11 zurück. Zwar konnte der Pramac-Racer noch Aleix Espargaró einfangen, doch bereits in Runde sieben war der Texas-GP für den 29-Jährigen vorbei.

In Hinblick auf die immense Steigerung seiner Pace, zeigte sich Franky Morbidelli im Anschluss auch nur wenig beleidigt: «Ich bin immer noch in erster Linie sehr zufrieden, das Wochenende war wirklich prima ¬– bis auf das Ende meines Rennens. Die Bedingungen hier waren am Renntag für mich besonders. Es war richtig heiß und ich bin die Ducati nie zuvor unter solchen Bedingungen gefahren. Das Grip-Niveau war geringste, das ich bisher erlebt hatte und ich bin eigentlich gut damit klargekommen. Aber dann habe ich doch einmal die Kontrolle verloren, als der Grip in Kurve sieben schlagartig weg war. Dann hat es mich rumgedreht und ich bin gecrasht.»

Morbidelli unterstreicht dazu: «Aber klar im Vordergrund stehen für mich positiven Dinge, die wir hier in Austin gelernt haben. Ich habe mich in jeder Runde sehr wohlgefühlt, es war ein bedeutender Schritt, was man auch an den Zeiten gesehen hat. Wir haben definitiv Fortschritte gemacht.»

Der MotoGP Vize-Weltmeister von 2020, der seine erste Saison für Prima Pramac-Ducati bestreitet, betonte aber auch, dass die Reise noch nicht beendet sei: «Die Adaption mit dem Bike klappt immer besser. Mir war von Beginn an klar, dass es nach meiner lange Pause, als ich einen Monat gar nicht fahren konnte, eine ganze Weile dauern wird, bis ich alles gelernt habe. Hier war es ein wichtiger Schritt, aber wir müssen weiter. gehen Mit dem, was wir hier erlebt haben, freue ich mich sehr auf das nächste Rennen, dass dann hoffentlich auch ein gutes Ergebnis bringt. Auch der nächste Test wird wichtig, um in unserem Prozess weiterzukommen.”

Tatsache ist jedenfalls, dass Jorge Martin beim «Grand Prix of The Americas» erstmals einen würdigen Teamkollegen hatte. Kein unwichtiger Faktor. Im weiteren Verlauf der Saison, wenn es mit allen Mitteln um den Titelkampf geht, wird der «Martinator» jede Unterstützung brauchen. Franco Morbidelli scheint sich in Stellung zu bringen.

Ergebnis US-GP:
1. Maverick Viñales (E) Aprilia 41:09,503 min.
2. Pedro Acosta (E) GASGAS +1,728 sec.
3. Enea Bastianini (I) Ducati +2,703 sec.
4. Jorge Martín (E) Pramac Ducati +4,690 sec.
5. Francesco Bagnaia (I) Ducati +7,392 sec.
6. Fabio Di Giannantonio (I) VR46 Ducati +9,980 sec.
7. Aleix Espargaró (E) Aprilia +12,208 sec.
8. Marco Bezzecchi (I) VR46 Ducati +13,343 sec.
9. Brad Binder (ZA) KTM +14,931 sec.
10. Raúl Fernández (E) Trackhouse Aprilia +16,656 sec.
11. Miguel Oliveira (P) Trackhouse Aprilia +18,542 sec.
12. Fabio Quartararo (F) Yamaha +22,899 sec.
13. Jack Miller (AUS) KTM +24,011 sec.
14. Augusto Fernandez (E) GASGAS +27,652 sec.
15. Alex Márquez (E) Gresini Ducati +32,855 sec.
16. Luca Marini (I) Repsol Honda +33,528 sec.
17. Marc Márquez (ESP) Gresini Ducati out
18. Alex Rins (E) Yamaha out
19. Joan Mir (E) Repsol Honda out
20. Franco Morbidelli (I) Pramac Ducati out
21. Takaaki Nakagami (J) LCR Honda out
22. Johann Zarco (F) LCR Honda out

Fahrer-WM nach Austin:
1. Martín 80
2. Bastianini 59
3. Viñales 56
4. Acosta 54
5. Bagnaia 50
6. Binder 49
7. Espargaró 39
8. Marc Márquez 36
9. Di Giannantonio 25
10. Miller 22
11. Bezzecchi 20
12. Quartararo 19
13. Alex Márquez 14
14. Oliveira 13
15. Raúl Fernández 7
16. Augusto Fernández 7
17. Mir 7
18. Zarco 5
19. Rins 3
20. Nakagami 2
21. Morbidelli 0
22. Marini 0

Konstrukteure:
1. Ducati 96
2. KTM 76
3. Aprilia 72
4. Yamaha 19
5. Honda 8
Teams:
1. Ducati Lenovo 109
2. Aprilia 95
3. Pramac 80
4. KTM 71
5. GASGAS 61
6. Gresini 50
7. VR46 45
8. Yamaha 22
9. Trackhouse 20
10. Honda 7
11. LCR 7

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