Jorge Martin: Menschlich von Ducati sehr enttäuscht

Von Ivo Schützbach
Aleix Espargaro (li.) mit seinem besten Freund Jorge Martin

Aleix Espargaro (li.) mit seinem besten Freund Jorge Martin

Die langjährige Aprilia-Galionsfigur Aleix Espargaro wird seine MotoGP-Karriere nach dieser Saison beenden. In Assen erzählte er offenherzig, wie er WM-Leader Jorge Martin als seinen Nachfolger nach Noale brachte.

In den knapp vier Wochen seit dem MotoGP-Event in Mugello hat sich allerhand getan, viele Transfers für 2025 und 2026 wurden in Stein gemeißelt. Spektakulär war der Wechsel von WM-Leader Jorge Martin, der vor der Dutch TT in Assen an diesem Wochenende 18 Punkte vor seinem Ducati-Kollegen Pecco Bagnaia liegt.

Weil sich das Ducati-Werksteam für Marc Marquez und gegen Martin entschied, wechselte dieser verärgert zu Erzrivale Aprilia und wird dort im nächsten Jahr die Rolle des bisherigen Teamleaders Aleix Espargaro übernehmen, der seine MotoGP-Karriere nach dieser Saison beendet.

«Seltsame, verrückte Dinge sind passiert, im Fall von Aprilia hat sich alles sehr schnell verändert», schilderte Aleix in seinem Mediengespräch am Donnerstagnachmittag in Assen. «In Barcelona waren sich Jorge und Ducati so gut wie einig, während des Mugello-Wochenendes haben sie ihm dann erzählt, dass es Unklarheiten gibt. Jorge hatte verschiedene Optionen, nach dem Rennen am Sonntag war er fünf Stunden lang bis Mitternacht in meinem Wohnmobil. Er fragte mich viele Sachen, am Montag entschied er sich, bei Aprilia zu unterschreiben. Er hat den gleichen Manager wie ich, sie hatten meinen Vertrag und mussten nur ein paar Kleinigkeiten ändern. Ich könnte nicht glücklicher sein: Mein bester Freund, der Führende der Meisterschaft, wird nächstes Jahr mein Motorrad fahren.»

«Zuerst war er unsicher und hatte Zweifel», beschrieb Espargaro den Entscheidungsprozess von Martin. «Er hatte noch eine andere sehr gute Option auf dem Tisch und ist menschlich von Ducati sehr enttäuscht. Er hat gesehen, wie glücklich ich bei Aprilia bin und wie sehr ich meine Jahre bei ihnen genoss. Für mich war es einfach, ihn zu überzeugen. Ich sagte am Montagmorgen zu Massimo (Aprilia-Rennchef Rivola – der Autor), dass er den Vertrag vorbereiten soll. Er war schnell überzeugt und alle bei Aprilia sind sehr glücklich.»


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