Miguel Oliveira: Wieso 19. für ihn kein Versagen ist
Miguel Oliveira (Yamaha) war an beiden Tagen des MotoGP-Tests in Buriram am hinteren Ende der Zeitenliste zu finden. Im Gegensatz zu Teamkollege Jack Miller tut er sich beim Bremsen mit der M1 noch schwer.
Beim MotoGP-Test in Buriram war Pramac-Yamaha-Pilot Miguel Oliveira unauffällig unterwegs. Er war an beiden Tagen der Langsamste der M1-Fahrer – am Mittwoch landete er auf Rang 17, am Donnerstag war er an 19. Stelle in der Zeitenliste zu finden. Immerhin konnte er seine Rundenzeit am zweiten Tag um fast 0,7 sec verbessern.
"Der Donnerstag war besser, wir führten am Bike viele Änderungen durch. Wir verstanden, was wir tun müssen und was nicht – was sehr wichtig ist", schmunzelte Oliveira beim Medientermin. "Am meisten hatte ich bei den Bremspunkten zu kämpfen, ich kann dort noch nicht das Maximum aus dem Bike herausholen. Es braucht Zeit und das Motorrad erfordert eine andere Bremstechnik, was man nicht über Nacht lernen kann. Es ist zudem die extremste Strecke hinsichtlich der Bremspunkte. Aber ich habe das Gefühl, dass ich einen guten Schritt nach vorne gemacht habe. Zudem habe ich nur eine Zeitenjagd gemacht. Normalerweise kann man bei einem zweiten Run immer noch etwas herausholen, aber wir sparen uns das für den Grand Prix auf. Wir sind so bereits als möglich, um hier Rennen zu fahren."
Yamaha-Kollege Fabio Quartararo klagte darüber, dass er auf dem Chang International Circuit kein gutes Gefühl für den Vorderreifen aufbauen kann. Ging es Oliveira ähnlich? "Nein, ich fühle mich mit dem Reifen oder der Front nicht limitiert", winkte er ab. "Bei mir ist es einfach die Art und Weise, wie man bremsen muss. Mit unserem Bike musst du auf der Bremse sehr aggressiv sein, um eine schnelle Rundenzeit zu erzielen. Denn am Kurvenausgang können wir wegen der geringen Traktion mit den neuen Reifen nicht viel herausholen, also müssen wir alles auf der Bremse machen – das macht es schwieriger mit den Reifen."
Apropos Reifen: Weiß Oliveira schon, welche Reifen er beim Grand Prix Anfang März verwenden wird? "Wir sind vorne mit dem Medium und hinten mit dem weichen Reifen gefahren. Es sieht danach aus, dass dies die beste Kombination ist – so sehen es auch die anderen Fahrer", ist sich der 30-Jährige sicher. "Es ist eine extreme Strecke bezüglich des Anbremsens auf der Geraden, weshalb du die volle Unterstützung vom Vorderreifen benötigst."
Oliveiras Teamkollege Jack Miller war an beiden Tagen auf Rang 10 und somit deutlich vor ihm zu finden. Tut sich der Australier auf dieser Strecke leichter, um sich anzupassen? "Er ist bei der Anpassung an das Bike etwas natürlicher unterwegs und sein Fahrstil passt sehr gut zu dem Bike – er ist auf der Bremse sehr stark", betonte der Portugiese. "Ich brauche einfach etwas mehr Zeit. Es geht nicht darum, dass ich kein Vertrauen habe, sondern nur um die Art und Weise beim Bremsen. Aber ich bin nicht so weit weg."
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