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Startplatz 4: Yamaha – Sehnsucht nach dem WM-Auftakt

Yamaha Racing kann den Start in die MotoGP-Kampagne 2025 nicht erwarten: Endlich will sich das komplett neu aufgestellte Projekt nach den vielversprechenden Wintertests auch im Rennbetrieb mit der Konkurrenz messen.

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Trotz erster Lichtblicke im Finale der MotoGP-Saison 2024 – die Stimmung bei Yamaha blieb lange im MotoGP-Keller. Erst als sich Fabio Quartararo beim eintägigen Test auf dem Circuit de Catalunya mit konstanten Topzeiten an der Spitze festbiss, bekam das Projekt rund um die M1 zum richtigen Zeitpunkt entscheidenden Rückenwind.

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Der übertrug sich umgehend mit auf Pramac Racing. Bei den Italienern fiel das starke Yamaha-Bekenntnis zur Aufholjagd sofort auf fruchtbaren Boden. Nach einem störungsfreien Probelauf in Catalunya konnte sich der eng ans Werk gebundene Satellit in Sepang mit einer beeindruckenden Routine in den Testmarathon einklinken. Fast schien es, als würde das Team mit Jack Miller und Miguel Oliveira und unter Führung von Gino Borsoi schon lange Jahre bestehen.

Sicher ist schon vor dem Rennen: Das Andockmanöver Pramac-Yamaha hat das Potenzial einer Erfolgsgeschichte. Wie von allen Seiten bei Yamaha betont, hatte die Wiederinstallation eines Kundenteams höchste Priorität.

Die Kompetenz der neuen Struktur bekamen auch die etablierten Stammpiloten Fabio Quartararo und Alex Rins zu spüren. Besonders Jack Miller erwies sich in den Wintertests nach kürzester Eingewöhnung als zweite Kraft unter den M1-Treibern. Sowohl in Sepang als auch in Buriram fuhr der sichtlich aufblühende Miller auf dem gleichen Speed-Niveau wie der Weltmeister von 2021.

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Konstant gute Rundenzeiten sind kein Produkt einer guten Tagesverfassung. Als wesentliche Kenngröße der Yamaha-Vorwärtsbewegung gilt der seit einem Jahr aktive Massimo Bartolini. Dem Ex-Ducati-Techniker gelangen in seinem Debütjahr bei Yamaha gleich mehrere Kunstgriffe.

So überzeugte der überaus aktive Bartolini als neuer Technikchef das Yamaha-Management von einer europäischen Entwicklungs-Philosophie – sprich kurzen Dienstwegen – und einer offensiven Verlagerung von Entwicklung und Organisation nach Italien. Während die ersten Ideen der 2025er-M1 in Technik übersetzt wurden, redete Bartolini so lange auf Quartararo ein, bis auch der lange grimmig schauende Franzose wieder an eine glorreiche Zukunft glaubte – und für weitere zwei Jahre unterschrieb.

Des Weiteren wurde die bereits angedachte V4-Vision zum lebendigen Projekt. Zwar ist die neue Generation der M1 noch weit entfernt von einem Renneinsatz, doch der Startschuss für die Entwicklung war ein weiterer wichtiger Kopf-Faktor für die gesamte Yamaha-Belegschaft.

Die frischen Muskeln der aktuellen M1-Spezifikation sind auch der Konkurrenz nicht entgangen. Pecco Bagnaia, der Pilot mit den meisten Rennsiegen der letzten drei MotoGP-Kampagnen, nannte Fabio Quartararo bereits in Sepang als Anwärter auf Spitzenergebnisse.

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Yamaha selbst ließ sich zu keinem Zeitpunkt aus der Ruhe bringen. Teammanager Massimo Meregalli bietet alle Erfahrung auf, um bei der geplanten Rückkehr an die Spitze der MotoGP nicht in Hektik zu verfallen.

Wenig Fragezeichen vor dem Saisonstart in Thailand stehen hinter den jetzt vier Yamaha-Piloten. Quartararo und Miller lieferten sich mit den Testzeiten die beste Droge. Die Motivation der zuletzt schnellen M1-Athleten ist nicht mehr zu überbieten. Und zugleich der beste Antrieb für die anderen Piloten, nachzuziehen. Alex Rins und Miguel Oliveira benötigen länger, die aktuelle Yamaha am Limit zu verstehen.

Doch auch so ist es keine Frage mehr, ob Yamaha Verbesserungen geschafft hat. Die Antworten sind in Form von Pramac Racing und den Testergebnissen längst da. Für den viertbesten Hersteller des letzten Jahres scheint der Sprung aus dem letzten Concessions-Rang unausweichlich. Alle Voraussetzungen wurden geschaffen, um 2025 auf Augenhöhe mit Aprilia und KTM um das Hersteller-Podest zu kämpfen.

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