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Jack Miller weiß: Die Yamaha ist ein heißes Eisen

Jack Miller will in Assen die Probleme von Mugello hinter sich lassen und sich für ein weiteres Jahr bei Pramac Yamaha in der MotoGP empfehlen. Er sprach über Frust, Hoffnung und seine Liebe zur Dutch TT.

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Vor neun Jahren stand Jack Miller in Assen ganz oben auf dem Podium – nun kehrt der Australier mit anderen Vorzeichen an den Traditionskurs zurück. Nach dem Ausfall beim Grand Prix in Mugello aufgrund technischer Probleme kämpft Miller in Diensten von Pramac Yamaha um seine Zukunft in der MotoGP. Der Vertrag des 30-Jährigen läuft aus, und es läuft auf einen Shootout zwischen ihm und Miguel Oliveira um den verbliebenen Teamplatz hinaus, da Superbike-Star Toprak Razgatlioglu im kommenden Jahr für das Team fahren wird.

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Bezogen auf seine Zukunft, bekennt er sich zum derzeitigen Projekt: "Mein Plan ist es, bei Yamaha zu bleiben. Ich mag das Projekt und glaube, dass ich hier noch mehr geben kann. Das ist unsere Priorität, darauf fokussieren wir gerade unsere Energie.

Nach dem enttäuschenden Ausfall in Mugello will Miller in Assen erneut angreifen: "Ich freue mich auf dieses Wochenende. Hoffentlich bringen die kühleren Bedingungen etwas Besseres. Wir wollen die technischen Schwierigkeiten vom letzten Wochenende hinter uns lassen und mit einem soliden Ergebnis zurückkommen. Es ist frustrierend, klar. Aber das ist Motorradrennsport. Wir entwickeln das Bike gerade sehr schnell, und da passieren solche Dinge. Das Team hat das Motorrad ja erst seit einem halben Jahr. Wir lernen alle noch. Niemand wollte dieses Bike vor zwölf Monaten anfassen, und jetzt ist es ein heißes Eisen. Das zeigt: Wir machen etwas richtig."

Trotz moderner Flügeltechnik bleibt die Aerodynamik ein zweischneidiges Schwert: "Wir haben viel Aero – keine Frage. Diese großen Flügel vorne spürt man sofort, wenn sie da sind oder fehlen", erklärte Miller, der in Mugello kurz ohne diese Unterstützung unterwegs war. "Wenn das Bike sich von selbst drehen will, kämpfst du weniger gegen den Wind. Bei Seitenwind wird’s richtig schwierig." Seine aktuelle Maschine schneide relativ gut ab: "Ich bin schon schlechtere Bikes im Wind gefahren – die Yamaha schlägt sich gut."

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Assen hat für Miller einen besonderen Stellenwert – auch abseits der Erinnerungen an den Sieg 2016: "Es ist schön, zurück zu sein. Am Dienstagabend bin ich noch ein bisschen Motocross gefahren. Die Familie ist auch hier – das ist immer ein cooles Wochenende. Assen hat diese Geschichte, das spürt man. Ich glaube, es gibt keine andere Strecke im Kalender mit so viel Historie."

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Im Laufe der Jahre wurde Assen einige Male umgebaut und verkürzt. Die letzte große Änderung fand 2006 statt, als die Strecke von 6049 m Länge auf 4555 m gekürzt wurde. "Ich wünschte, ich könnte noch das alte Layout fahren. Die erste Hälfte der Strecke ist so lala, aber die zweite Hälfte macht richtig Spaß. Wenn man das Ganze verbinden könnte, wäre das phänomenal", wünschte sich Miller eine Zeitreise.

Auf die Frage, ob er inzwischen weiß, auf welchen Strecken er stark ist, antwortete Miller mit einem Lächeln: "Ich bin immer der Optimist. Ich gehe in jedes Wochenende mit der gleichen Einstellung rein – auch wenn irgendwo im Hinterkopf eine Stimme sagt, dass es schwierig wird. Man muss es sich selbst verkaufen. Manchmal überrascht man sich, manchmal nicht."

Das größte Problem machen ihm ältere Streckenbeläge, wie es in Mugello der Fall war. "Seit 2011 ist dort nichts gemacht worden, der Asphalt ist glatt wie ein Stein. Strecken mit niedrigem Grip-Niveau sind unser Erzfeind. Wir suchen nach Strecken mit mehr Grip – Jerez, Le Mans, Aragon, da lief es besser. Assen war letztes Jahr auch okay."

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Vor dem Start ins Rennwochenende liegt Jack Miller mit 31 Punkten auf WM-Rang 19. Teamintern hat er gegenüber Miguel Oliveira (6 Punkte) einen klaren Vorteil, allerdings war der Portugiese zum Start der Saison lange Zeit verletzt.

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