Danilo Petrucci: «Punkte sind wie ein Podest!»

Von Otto Zuber
MotoGP
Danilo Petrucci in der Box des Ioda-Teams

Danilo Petrucci in der Box des Ioda-Teams

In Assen trat Danilo Petrucci, vom Octo IodaRacing Project, zum ersten Mal seit dem Argentinien-GP im April wieder zum Rennen an. Er durfte sich über die ersten WM-Punkte freuen.

Der Italiener feierte nach einem Ausfall in Termas de Rio Hondo und dem folgenden Sturz in Jerez, der ihn einige Wochen außer Gefecht setzte, in den Niederlanden sein Comeback. Zudem holte er bei sehr schwierigen Bedingungen mit Platz 15 auch gleich seinen ersten WM-Punkt.

Es war am Samstag ein kompliziertes Rennen, aber du hast nach deiner Verletzungspause eine starke Leistung gezeigt. Doch welcher Fehler unterlief dir am Start?

Ich wusste nicht, was ich von Assen erwarten sollte, denn es ist viel Zeit vergangen, seit ich das letzte Mal gefahren bin. Unglücklicherweise hatte ich am Start durch die Schmerztabletten nicht genug Gefühl in meiner Hand und ich würgte das Motorrad ab. Ich hatte dann ein wenig Panik, denn ich hatte zwei Reihen und das Safety Car hinter mir. Ich legte sofort den Leerlauf ein und zum Glück war mein Mechaniker an der Boxenmauer, sprang auf die Strecke und half mir das Motorrad zu starten. Leider kostete mich das 20 Sekunden.

Aber du konntest die Fahrer vor dir trotzdem einholen.

Es war wirklich ein kleines Wunder! Ich hatte Regenreifen drauf und die Strecke war halb nass und halb trocken, aber mir gefallen solche Bedingungen. Ich holte auf die Fahrer vor mir mehr als fünf Sekunden pro Runde auf, Pol Espargaró fährt ein Factory-Bike, Scott Redding und Karel Abraham eine Open-Maschine und die anderen beiden hatten am Start Probleme. In den ersten Runden fuhr ich so schnell wie (Dani) Pedrosa. Als ich dann das Motorrad wechselte, kam ich hinter (Jorge) Lorenzo heraus und konnte es nicht glauben! Nach ein paar Runden begann mein Arm zu schmerzen und am Ende des Rennens überholte mich Abraham. Ich fühlte die Schmerzen in meinem ganzen Körper, sogar am Rücken. Es war ein hektisches Rennen, aber mir hat es gefallen.

Wie hast du dich von deiner Verletzung erholt?

Leider machte der Arm, seit die Schrauben raus sind, nicht mehr viele Fortschritte. In diesem Bereich ist liegt die größte Last auf den Knochen, die Bänder halten sie nur zusammen. Ich kann kein Training oder Übungen machen, die dies verbessern. Daher habe ich noch immer Schmerzen und denke, dass es noch eine Weile dauern wird.

Wie fühlte sich das Motorrad an, nachdem du vier Rennen nicht damit gefahren bist?

Aprilia arbeitet sehr hart, zuerst mit (Michel) Fabrizio und dann bei den Tests mit (Alex) Hofmann. Nun testet Max Biaggi in Mugello und wir wissen, dass er ein gutes Feedback geben wird. Ich möchte auch testen, aber nach Assen schwoll mein Arm an. Die Jungs machen einen großartigen Job und uns fehlt noch immer etwas, um die Open-Honda zu schlagen. Das größte Problem dabei ist, die Magneti-Marelli-ECU an das Motorrad anzupassen. Uns fehlen die Vorsaison-Tests. Natürlich freuen wir uns über das Resultat in Assen und ich hoffe, wir können dies am Sachsenring wiederholen.

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