Suzuki-Boss Terada: «Seamless bereits in Testphase»

Von Sharleena Wirsing
Am Dienstag sprach Satoru Terada, der MotoGP-Projektleiter von Suzuki, über die Entwicklung der GSX-RR, wann sie ein Seamless-Getriebe erhalten und was mit den Motoren schief läuft.

Nach Motorproblemen am Freitag musste Suzuki die Drehzahl reduzieren – 20,4 km/h fehlten beim Top-Speed. Dazu kamen Schaltprobleme. Nun absolvierten Aleix Espargaró und Maverick Viñales jedoch einen sehr soliden ersten Testtag.

Randy de Puniet kam im Q1 auf eine Zeit von 1:32.509 min, das reichte gerade noch für den 20. Startplatz. Auch nach über einem Jahr voller Testfahrten büßte De Puniet im Quali 1,666 sec auf Rossis Bestzeit ein. Erst vor zwei Wochen testete Suzuki in Valencia. Nachdem De Puniet auch das Rennen wegen eines Schaltproblems vorzeitig abbrechen musste, erklärte er: «Wir wussten, dass dieses Wochenende nicht einfach wird, aber diese Probleme habe ich nicht erwartet.»

Daher rechneten viele auch beim Test mit einem Desaster für Suzuki, doch die Leistung war solide. Espargaró legte eine Zeit von 1:32,315 min vor und lag damit 1,3 sec hinter der Bestzeit von Yamaha-Star Jorge Lorenzo – Platz 14. Zum Vergleich: die Pole-Zeit von Valentino Rossi lag bei 1:30,843 min.

Espargaró lobte Chassis und Fahrverhalten in den Kurven. Doch trotz Vorteilen hat die Suzuki einen großen Nachteil: die Motorleistung. «Wir haben im letzten Jahr viel getestet und haben einen guten Job gemacht. Nach dem ersten Testtag stehen wir nicht schlecht da. Am Rennwochenende haben wir viel gelernt. Nun müssen wir die fünf Monate bis zum ersten Rennen an den Problemen arbeiten. Das erste Rennen ist jedoch nicht das Ende unserer Arbeit», fasste Teammanager Davide Brivio zusammen.

Suzuki: Wann kommt das Seamless-Getriebe?

MotoGP-Projektleiter Satoru Terada sagte: «Wir haben natürlich einige Probleme, aber unsere Fahrer sind schnell und die Maschine hat Potenzial. Die Basis, die wir in drei Jahren entwickelt haben, ist gut. Wir wissen, dass wir das Motorenproblem lösen müssen. Wir brauchen mehr Speed und mehr Zuverlässigkeit. Die Motorschäden tauchten bei Haltbarkeitstests auf dem Prüfstand nie auf, nur auf der Strecke.» Kann dies an der Elektronik liegen? «Das ist schwer zu sagen, denn die Zusammenwirkung dieser Komponenten ist sehr komplex.»

Wann wird das MotoGP-Team ein Seamless-Getriebe erhalten? «Es befindet sich bereits in der Entwicklung und wird bereits auf der Strecke getestet. Doch bis es reif für den MotoGP-Einsatz ist, dauert es noch. Unser Ziel ist es, dass wir es zum Saisonstart einsetzen können», erklärte Terada.

Im nächsten Jahr muss sich Suzuki auf den Wechsel von Bridgestone zu Michelin vorbereiten. Dabei wird sie Testfahrer Randy de Puniet unterstützen. «Wir werden uns mit Randy auf diese Herausforderung vorbereiten, aber ein neues Chassis für die Michelin-Reifen ist im Moment nicht in Planung.»

«Die Basis für das endgültige 2015er-Bike steht bereits. Doch kleinere Änderungen sind natürlich noch möglich. Im nächsten Jahr wollen wir uns stetig verbessern und streben am Ende der Saison Podestplätze an. In drei Jahren wollen wir um den Weltmeistertitel kämpfen», erklärte Tarada die Ziele von Suzuki.

Wird es bald vier Suzuki in der MotoGP-WM geben? «Es ist sicher das Ziel der Dorna, dass jeder Hersteller vier Werksbikes bereitstellt. Für uns ist das sicherlich eine Option in der Zukunft. Die Gespräche dazu laufen bereits, aber 2015 wird es nur zwei Maschinen geben», stellte Teammanager Brivio fest.

Am ersten Testtag lobte Aleix Espargaró, der das nahezu perfekte Yamaha-Chassis gewöhnt ist, die Suzuki für ihr gutes Chassis. «Das ist natürlich großartig für uns und ein gutes Zeichen», freute sich Terada.

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