Scott Redding (Honda): «Es ist ein Teufelskreis»

Von Frank Aday
MotoGP

Nur 27 Punkte und WM-Rang 13. Die MotoGP-Saison 2015 verläuft für Scott Redding und das Marc VDS-Team bisher enttäuschend. «Das braucht mehr Zeit», erklärte der Brite.

Derzeit haben alle Honda-Factory-Piloten mit der RC213V zu kämpfen, doch Scott Redding liegt in der Gesamtwertung sogar weit hinter Dani Pedrosa, der drei Rennen fehlte. In den ersten sieben Rennen der Saison 2015 sammelte Scott Redding mit der Honda des Marc VDS-Teams nur 27 Punkte, was WM-Rang 13 für den Briten bedeutet.

Dani Pedrosa rangiert weit vor Redding auf dem zehnten WM-Rang, obwohl er durch seine Unterarm-OP drei Rennen verpasste und in Le Mans stürzte. In Barcelona erreichte Redding mit Platz 7 jedoch ein solides Resultat. Im Interview mit «motogp.com» sprach der 22-jährige Brite über seine Probleme.

Scott, wie nützlich war der Test in Barcelona für dich?

Ich würde nicht sagen, dass er nützlich war. Wir gingen auf die Strecke, fuhren einige Runden im Trockenen und versuchten ein paar Dinge am Bike. Dann begann es zu regnen. Wir gingen auch auf die nasse Strecke, um ein Gefühl für Regenrennen zu erhalten. Auch als die Strecke nur mehr rutschig war, fuhr ich einige Runden, um auch diese Bedingungen zu spüren. Es war nicht so schlecht, besser als nichts.

In Barcelona hast du mit Platz 7 dein bestes MotoGP-Resultat erreicht. Kommst du endlich besser mit der RC213V zurecht?

Es war sehr schwer und braucht viel Zeit. Doch Zeit hat man in diesem Paddock nicht. Wir tun unser Bestes, um dort so schnell wie möglich hinzukommen. Das geht aber nicht über Nacht. Wir lagen in Barcelona nur 16 Sekunden hinter Dani Pedrosa. Am Anfang des Jahres waren wir 28 Sekunden hinter der besten Honda. Also machen wir definitiv Fortschritte, aber es ist nicht einfach.

Worin bestehen deine Probleme?

Das sind viele Kleinigkeiten. Ich habe Probleme, aus der Kurve herauszukommen, also pushe ich am Kurveneingang härter, was Schwierigkeiten mit der Front verursacht. Es ist ein Teufelskreis. Man muss all die kleinen Dinge in Balance bringen. Für jemanden wie mich, der im letzten Jahr einen Hinterreifen mit viel Grip fuhr und weniger Power hatte, ist es manchmal nervig, mehr Power, aber weniger Grip zu haben. Es braucht einfach Zeit.

Das nächste Rennen findet in Assen statt. Magst du die Strecke?

Ja, das tue ich. Sie ist schnell und fließend. Ich denke, wir können dort viel erreichen. Die Strecke ist auf ihre eigene Art sehr technisch. Doch es hängt viel vom Wetter ab. Vor dem nächsten Wochenende werde ich etwas Motocross fahren, aber auch auf einer Straßenmaschine sitzen. Ich werde mit einem Wohnmobil nach Assen reisen, um daraus einen Roadtrip zu machen.

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