Eugene Laverty: MotoGP-Karriere aus, 2017 mit Aprilia

Von Ivo Schützbach
MotoGP
Eugene Laverty will 2017 Superbike-Weltmeister werden

Eugene Laverty will 2017 Superbike-Weltmeister werden

Nach 36 Rennen wird die MotoGP-Karriere von Eugene Laverty Mitte November in Valencia beendet sein. Der Nordire will endlich wieder vorne fahren und wechselt für 2017 zurück in die Superbike-WM – und zu Aprilia!

Mit den Rängen 4 in Las Termas, 7 in Assen und 6 in Brünn hat Eugene Laverty dieses Jahr eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er auch in MotoGP weit vorne fahren kann. Der Nordire wäre gerne eine dritte Saison für Aspar Ducati gestartet, allerdings nur, wenn die technischen Voraussetzungen stimmen. Laverty beharrte in den Verhandlungen auf eine Ducati GP16 für nächste Saison, mit der alten GP15 rechnet er sich 2017 keine Chancen auf vordere Platzierungen aus. Doch für neueres Material mangelt es Teamchef Jorge Martinez an Budget.

Aspar Ducati wird 2017 mit Alvaro Bautista und Yonny Hernandez antreten.

Laverty wechselt zurück in die Superbike-WM, in der er 2013 auf Aprilia Vizeweltmeister wurde und insgesamt 13 Siege sowie 33 Podestplätze einfuhr.

Anfang Juli berichtete SPEEDWEEK.com exklusiv über die Pläne von Milwaukee-Teamchef Shaun Muir, für die Superbike-WM 2017 von BMW zu Aprilia zu wechseln. Der Vertrag ist abgeschlossen, Laverty als Nummer 1 verpflichtet. Der 30-Jährige will endlich wieder regelmäßig um Podestplätze kämpfen, noch lieber um den Titel.

Milwaukee Aprilia bietet ihm in der Superbike-WM diese Möglichkeit. Der Hersteller aus Noale, Superbike-Weltmeister 2010, 2012 und 2014 mit Max Biaggi und Sylvain Guintoli, wird sich wieder verstärkt werksseitig einbringen.

Während Aprilia bis zum werksseitigen Superbike-Ausstieg Ende 2014 weltmeisterlich war, kommen sie in der MotoGP-WM auf keinen grünen Zweig. Mit Red Devils Roma 2015 und IodaRacing 2016 hatten und haben sie kein Superbike-Team, mit dem sie gegen Kawasaki und Ducati bestehen können.

Das wird sich nächste Saison ändern, Milwaukee muss dafür tief in die Tasche greifen. Aprilia rief in den Verhandlungen mit interessierten Teams letzten Winter weit über eine Million Euro auf für Werks-Motorräder, Personal, Weiterentwicklung und die Erhaltung des Superbike-Testteams. Da sich Aprilia auf Anweisung des Piaggio-Konzerns auf die MotoGP-WM konzentriert, dürfte sich an diesen Forderungen für 2017 nicht viel geändert haben.

Für das Milwaukee-Team könnte sich diese Investition trotzdem auszahlen. «Ich habe einen Langzeitplan», unterstreicht Teamchef Muir. «Aprilia hat gesehen, was wir als Team im Fahrerlager darstellen. Wir haben viel Material und massiv investiert, um hier zu sein. Wir sind auf einem hohen Level in die Weltmeisterschaft eingestiegen, auch wenn die Resultate das nicht unterstreichen. Aprilia weiß, dass ich die Ambition habe Rennen zu gewinnen.»

Aprilia und Milwaukee werden die zukünftige Zusammenarbeit sowie die Verpflichtung von Eugene Laverty die kommenden Tage bekanntgeben.

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