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Der 12. WM-Lauf in Indonesien sorgt im Fahrerlager für Unmut, denn die Teams sind mit immensen Kostensteigerungen konfrontiert. Das Team Standing Construct Husqvarna sieht die Belastungsgrenze erreicht.
Standing Construct wird im kommenden Jahr seinen Status als offizielles Husqvarna-Werksteam verlieren. Das dürfte aber nicht an ihren Ergebnissen liegen. Die beiden Husqvarna-Werksfahrer, Brian Bogers und Pauls Jonass, rangieren nach 11 absolvierten Rennen auf den Plätzen 7 und 8. Ursache für die Umstrukturierung sind wie immer die Kosten, die auf allen Seiten stetig in die Höhe schießen.
Zu den Überseerennen können inzwischen ohnehin fast nur noch die Werksteams antreten. Serienpromoter Infront Moto Racing hat deshalb versucht, in Indonesien zwei Rennen durchzuführen, um die Logistikkosten auf zwei Rennen zu verteilen. Die Veranstaltung in Jakarta (ursprünglicher Termin war der 26.6.) wurde jedoch aus organisatorischen Gründen abgesagt. Jetzt gibt es nur noch einen Grand-Prix in Samota-Sumbawa.
Die WM-Teams werden also wegen nur eines Rennens nach Indonesien fliegen müssen, doch die Transportkosten bleiben. Deshalb lud der Promoter die Team-Manager am Freitag vor dem Deutschland Grand-Prix zu einnem Meeting ein, denn es breitet sich Unmut aus.
Nachdem nun klar ist, dass Standing Construct seinen Status als Husqvarna-Werksteam verlieren wird, ging das Team in die Offensive und präsentierte seine Rechnung für das Projekt Indonesien in Höhe von 48.000 €. "Lasst uns ein kleines Rennen in Indonesien fahren", erklärte das Team über die sozialen Medien. "Die Rechnungen für die Flüge und den Transport des Materials belaufen sich auf 48.000 €, was uns sanft killt [Anm: Anlehnung an den Evergreen 'Killing Me Softly']."
Nachdem während der Corona-Zeit die WM in Europa ausgefahren wurde, gibt es seit diesem Jahr wieder Überseerennen. Im März reiste der WM-Tross nach Argentinien. Im Juni steht Indonesien im Kalender. Im September folgen die Rennen in der Türkei und im Oman.
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