Riesiger Wirbel: Wird Brad Keselowski gemobbt?

Von Lewis Franck
NASCAR Cup Series
Opfer oder Täter? Das Penske-Team um Brad Keselowski

Opfer oder Täter? Das Penske-Team um Brad Keselowski

Bei Penske Racing wurden Karosserieteile konfisziert. NASCAR-Champion Keselowski erhebt schwere Vorwürfe und spricht von gezielten Angriffen auf sein Team.

Ein ungewöhnliches Drama ereignete sich am Samstag vor der Startfreigabe des NRA500 auf dem Texas Motor Speedway. Beide Boliden von Penske Racing, die Nummer 2 des 2012er Sprint-Cup-Champions und die Nummer 22 fielen bei einer Inspektion des hinteren Teils der Ford-Karosserie durch. Das Resultat der Überprüfung war die Beschlagnahmung der betroffenen Fahrzeugteile durch die NASCAR-Organisation.

«Wir haben die Verschalungsteile und einige andere Dinge konfisziert. Es ist eine Teile-Gruppe aus der Region der Hinterrad-Dämpfung», sagte Robin Pemberton, Wettkampf-Vizepräsident bei NASCAR, «Es ist nur etwas, das nicht dem Geist des Reglements entspricht.»

Es könnte am Montag Strafen absetzen, aber auf Penske kommen womöglich noch weitere Probleme dazu. Nach dem Rennen beschuldigte Brad Keselowski in einer Medienrunde die NASCAR-Organisation, dass die Sanktionierung der Teile ausserhalb der üblichen Prozeduren geschehen sei. TV-Mann Jim Noble tweetete das Transkript der Aussagen des Champions: «Ich habe nur etwas Gutes zu sagen, und zwar wie sich das Team gegen die Anfeindungen in den letzten sieben Tagen zur Wehr setzte. Was ich in den letzten sieben Tagen mitansehen musste, lässt mich an allem, woran ich geglaubt habe, zweifeln und ich bin nicht glücklich darüber. Ich habe sonst nichts Positives zu sagen und wahrscheinlich sollte ich es damit bewenden lassen.»

Aber Keselowski fuhr fort: «Da passiert so viel Zeug, du hast keine (Kraftausdruck gelöscht) Ahnung mehr, was eigentlich vor sich geht. Und das ist nicht dein Fehler und kein Schlag gegen dich. Ich kann euch versichern, dass es niemanden, kein Team in dieser Garage gibt mit der Integrität des «2»-Teams. Und die Art und Weise, wie wir in den letzten sieben Tagen behandelt wurden, ist eine absolute Schande. Ich fühle mich, dass wir in den letzten sieben Tagen so ins Visier genommen wurden so wie noch nie ein Team in die Mangel genommen wurde. Aber meine Jungs haben ihre Köpfe oben behalten und gezeigt, warum sie ein Sieger- und ein Titelgewinn-Team sind. Wir nehmen das nicht hin und wir lassen uns nicht auf diese Weise behandeln.»

Keselowski bezog sich auf einige Vorfälle in Martinsville und machte ausserdem klar, dass er seinem Team von Grund auf vertraut. «Ich bin über den Verlust meines Crew Chief Paul Wolfe sehr besorgt. Aber ich sage euch, ich habe einen der besten Teambesitzer in der Garage. Ich bin der erste, der an seinem Schreibtisch steht, wenn so etwas passiert, danach werden wir uns beide uns mit jedem, der zuhören wird, an einen Tisch setzen. Es sind so viele Dinge vorgefallen, ich könnte eine Liste über zwei Seiten füllen. Aber lassen wir die Fünf gerade sein, ich halte mich nicht mehr damit auf.»

Weil Keselowski seine Aussagen gegenüber den Medien nach dem Rennen machte, während die NASCAR-Offiziellen mit den technischen Inspektionen beschäftigt waren, sagte NASCAR-Kommunikationschef Kristi King zu Autoweek: «Als erstes müssen wir verifizieren, was er gesagt hat. Offensichtlich hatte er seine Aussagen nicht in einer offiziellen Medienrunde gemacht, deshalb waren wir nicht dabei. Wir müssen sorgfältig prüfen, was er gesagt hat. Wir hatten ein Rennen durchzuführen, unser Fokus lag dort drauf. Aber wir werden so vorgehen wie immer und alles prüfen.»

Für eine nach NASCAR-Leseart «zufällig» an Keselowskis Nummer 2 Ford Fusion durchgeführten Stichprobe wurde der Wagen in das Hauptquartier nach Concord gebracht. Gemeinsam mit Kyle Busch Nummer 18 Toyota Camry, an dem die übliche Inspektion des Siegerautos durchgeführt wird.

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