Seit 2007: Rekorde und Sieger im Red Bull Rookies Cup

Von Jiri Miksik
Red Bull Rookies
Karel Hanika, Jorge Martin und Enea Bastianini standen in Jerez 2013 auf dem Rookies-Cup-Podest

Karel Hanika, Jorge Martin und Enea Bastianini standen in Jerez 2013 auf dem Rookies-Cup-Podest

Karel Hanika und Jorge Martin gehören zu den Fahrern, die im Red Bull MotoGP Rookies Cup am erfolgreichsten waren. Fünf Motorrad-Weltmeister brachte die Nachwuchsserie schon hervor.

Seit 2007 wird die Nachwuchsserie Red Bull MotoGP Rookies Cup ausgetragen, damals setzte sich Johan Zarco durch. Seitdem schafften zahlreiche Talente durch dieses «Road to MotoGP»-Programm den Sprung in die Weltmeisterschaft.

Mit Zarco und Danny Kent krönten sich 2015 erstmals zwei ehemalige Red Bull Rookies zu Weltmeistern. Der Franzose feierte acht Siege und schnappte sich mit 118 Punkten Vorsprung den Weltmeistertitel in der Moto2-Klasse. 2016 wiederholte er den Titelgewinn und stieg 2017 als zweifacher Moto2-Champion in die MotoGP-Klasse auf. Dort wurde er zum «Rookie of the Year» und stand drei Mal auf dem Podest.

Kent musste 2015 hingegen bis zum letzten Rennen zittern, ehe er sich als Moto3-Weltmeister feiern lassen durfte. Im Red Bull Rookies Cup war der Brite 2010 Zweiter.

Brad Binder sicherte sich den Moto3-Titel 2016 bereits fünf Rennen vor Schluss in Aragón. Nach 36 Jahren hatte Südafrika damit wieder einen Motorrad-Weltmeister vorzuweisen.

Mit Joan Mir wurde 2017 ein weiterer Rookies-Cup-Absolvent Moto3-Weltmeister. Er hatte den Cup 2014 als Gesamtzweiter hinter Jorge Martin beendet. Letzterer schnappte sich schließlich 2018 die Moto3-Krone.

Im selben Jahr sorgte beim Saisonfinale ein weiterer Red Bull Rookies Cup-Gesamtsieger für Aufsehen: Can Öncü siegte als Wildcard-Fahrer in seinem ersten Moto3-WM-Rennen. Mit 15 Jahren, 3 Monaten und 23 Tagen ist er der jüngste GP-Sieger aller Zeiten.

Der diesjährige Rookies-Cup-Sieger Carlos Tatay hatte auch schon die Chance, in der Weltmeisterschaft an den Start zu gehen und landete zweimal in den Top-12. 2020 bestreitet er bei Reale Avintia auf KTM seine erste volle Saison in der Moto3-WM.

2019 standen in der Königsklasse MotoGP mit Zarco, Mir und Miguel Oliveira gleich drei ehemalige Red Bull Rookies in der Startaufstellung. In der mittlere Klasse der Motorrad-WM waren es mit Lorenzo Baldassarri, Brad Binder, Stefano Manzi, Joe Roberts, Bo Bendsneyder, Phillip Öttl, Fabio Di Giannantonio, Enea Bastianini und Jorge Martin deren neun; in der Moto3-Klasse sogar zwölf: Niccolò Antonelli, Darryn Binder, Jakub Kornfeil, Filip Salač, Marcos Ramirez, Ayumu Sasaki, Kaito Toba, Kazuki Masaki, Can Öncü, Raul Fernandez, Makar Yourchenko und Ai Ogura.

KTM-Pilot Brad Binder sorgte in Valencia übrigens schon für den 101. Sieg eines ehemaligen Rookies in der Motorrad-WM. Schaut man sich hingegen die Statistik im Red Bull Rookies Cup an, stehen der Tscheche Karel Hanika (Gesamtsieger 2013), der Spanier Jorge Martin und der Italiener Stefano Manzi an der Spitze.

Die Gesamtsieger des Red Bull Rookies Cup

2007: Johann Zarco
2008: JD Beach
2009: Jakub Kornfeil
2010: Jake Gagne
2011: Lorenzo Baldassarri
2012: Florian Alt
2013: Karel Hanika
2014: Jorge Martin
2015: Bo Bendsneyder
2016: Ayumu Sasaki
2017: Kazuki Masaki
2018: Can Öncü
2019: Carlos Tatay

Alle Sieger im Red Bull Rookies Cup:

Karel Hanika (10 Siege)

Bo Bendsneyder (9)

Jorge Martin (8)

Luis Salom, Florian Alt, Can Öncü, Ayumu Sasaki, Carlos Tatay, Yuki Kunii (5)

Sturla Fagerhaug, Jake Gagne, Arthur Sissis, Scott Deroue, Can Öncü (4)

Johann Zarco, Danny Kent, Jakub Kornfeil, Philipp Öttl, Lukas Trautmann, Lorenzo Baldassarri, Joan Mir, Fabio Di Giannantonio, Marc Garcia, Aleix Viu, Pedro Acosta (3)

Lorenzo Savadori, Daijiro Hiura, Miguel Oliveira, Daniel Ruiz, Alan Techer, Enea Bastianini, Soushi Mihara, Raul Fernandez, Marc Garcia, Kaito Toba, Deniz Öncü, Ai Ogura, Kazuki Masaki (2)

Cameron Beaubier, JD Beach, Mathew Scholtz, Florian Marino, Kevin Calia, Brad Binder, Joe Roberts, Livio Loi, Bradley Ray, Manuel Pagliani, Stefano Manzi, Toprak Razgatlioglu, Rory Skinner, Xavier Artigas, Haruchi Noguchi, David Salvador, Ryusei Yamanaka, Billy van Erde (1)

Die meisten Top-3 Platzierungen im Red Bull Rookies Cup:

Stefano Manzi (18 Podestplätze)

Karel Hanika (17)

Ayumu Sasaki, Aleix Viu (16)

Jorge Martin (15)

Bo Bendsneyder, Daijiro Hiura, Carlos Tatay (12)

Florian Alt (11)

Sturla Fagerhaug, Marc Garcia (10)

Scott Deroue, Fabio Di Giannantonio, Raul Fernandez, Can Öncü (9)

Manuel Pagliani, Jake Gagne, Marcos Ramirez, Phillip Öttl (8)

Joan Mir, Lorenzo Baldassarri, Arthur Sissis, Danny Kent, Johann Zarco, Matthew Hoyle, Luis Salom, Yuki Kunii, Can Öncü (7)

Lukas Trautmann, Brad Binder, JD Beach, Ai Ogura (6)

Rory Skinner, Pedro Acosta, Filip Salac (5)

Oscar Gutierrez, Jakub Kornfeil, Toprak Razgatlioglu, Alan Techer, Matthew Scholtz, Kaito Toba, Xavier Artigas (4)

Cameron Beaubier, Livio Loi, Bradley Ray, Tomas Vavrous, Enea Bastianini, Danny Kent, Daniel Ruiz, Deniz Öncü a Lorenzo Savadori (3)

Die fleißigsten Punkte-Sammler im Red Bull Rookies Cup:
  1. Jorge Martin, 499 Punkte
  2. Stefano Manzi, 422
  3. Ayumu Sasaki, 411
  4. Marc Garcia, 409
  5. Karel Hanika, 408
  6. Can Öncü, 400
  7. Florian Alt, 384
  8. Aleix Viu, 384
  9. Bradley Ray, 370
  10. Bo Bendsneyder, 360
  11. Daijiro Hiura, 337
  12. Philipp Öttl
  13. Sturla Fagerhaug, 315
  14. Fabio Di Giannantonio, 313
  15. Lorenzo Baldassarri, 309

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