Lübbenau: David Kolb/Patrick Herbst gewinnen Masters

Von Rudi Hagen
Podest beim Gespann-Masters in Lübbenau

Podest beim Gespann-Masters in Lübbenau

Vor großer Kulisse gewann das Duo David Kolb/Patrick Herbst den zweiten Durchgang zum Gespann-Masters 2022. Vater Mike Kolb und Beifahrerin Nadin Löffler wurden Zweite. Solist Mika Meijer holte sich den ADMV-Goldhelm.

Fast 2000 Zuschauer freuten sich über einen super Renntag beim 73. Lübbenauer Sandbahnrennen. Das Wetter war prima, die Bahn vom Team des MSC «Jugend» Lübbenau bestens präpariert und spannende Rennen – was will man mehr?

David Kolb und Beifahrer Patrick Herbst standen am Ende ganz oben auf dem Treppchen des Gespann-Masters. Das Team vom MSC Angenrod fand vom ersten Training an auf der langen Sandbahn die richtige Linie und holte sich nach Platz 3 zum Beginn der Serie im belgischen Zolder nun mit 17 Punkten den ersten Sieg.

Mike Kolb und Beifahrerin Nadin Löffler waren ebenfalls stark unterwegs, hatten aber zweimal gegen das Mädels-Team Nicole Standke/Resi Hölper das Nachsehen. Das bedeutete am Ende zwei Punkte Rückstand auf Mike Kolb/Patrick Herbst und damit Gesamtrang 2.

Nicole Standke/Resi Hölper wurden Dritte. In ihrem dritten Lauf erwischte sie die Defekthexe, als an ihrem Motorrad in Führung liegend vor der letzten Kurve der Zahnriemen riss. Bei dem Vorsprung, den die beiden hatten, hätte es auch ausrollend zu drei Punkten gereicht, wenn das Malheur erst nach der Kurve passiert wäre.

Die beiden schnellen Damen aus Norddeutschland standen dann aber noch einmal im Mittelpunkt des Geschehens. In Lauf 7 kamen die Sieger von Zolder, Fabian Müller und Beifahrer Peter Maurer vom MSC Klein-Krotzenburg unverschuldet zu Sturz.

Was war passiert?

Standke/Hölper zog es von weiß aus der Startrille schräg heraus, dann erwischten sie Müller/Maurer unglücklich. An Leib und Leben war glücklicherweise nichts passiert, aber der Lenker war krumm und der Kupplungshebel ab. Daher konnte das Team vom MSC Klein-Krotzenburg anschließend nicht mehr weiterfahren.

Insgesamt war die Leistungsstärke der Gespannteams nicht sehr weit auseinander. Hinter den ersten Dreien waren auch Jens Lorei/Ralf Bittner und die Franzosen Anthony Sarrailh/Benjamin Gregoire gut unterwegs und haben gegenüber Zolder einen Schritt nach vorne gemacht.

Das gilt auch für die Newcomer Dennis Möhlenpage/Pascal Hillmann vom MSC Wagenfeld. Sie fuhren in Lübbenau erst ihr zweites Gespannrennen und man konnte deutlich erkennen, dass ihr Fahrstil runder wird. Der verdiente Lohn waren zwei Masters-Punkte.

Patrick Hermanns und Beifahrerin Sonja Dreyer vom MSC Mulmshorn erwischten auf der Sandbahn im Spreewald leider so einen Problemtag, den es immer mal gibt. Erst mussten technische Probleme am Motorrad bewältigt werden, dann streikte der Sichtschutz am Helm. «Shit happens.»

Die dritte Runde des Gespann-Masters findet am 6./7. August in Melsungen statt.

Der Niederländer Mika Meijer siegte bei den Solisten mit 28 Punkten und konnte den Goldhelm des ADMV mit nach Hause nehmen. Zweiter wurde Jörg Tebbe aus Dohren mit nur einem Pünktchen zurück. Robert Baumann folgte auf Platz 3 vor Christian Hülshorst und Jens Benneker vom AMSC Lüdinghausen.

Ergebnisse Gespann-Masters Lübbenau:

1. David Kolb/Patrick Herbst (MSC Angenrod), 17 Punkte. 2. Mike Kolb/Nadin Löffler (MSC Angenrod), 15. 3. Nicole Standke/Resi Hölper (AC Rastede/MSC Nordhastedt), 11. 4. Jens Lorei/Ralf Bittner (MSC Echzell/MSC Nidda), 8. 5. Anthony Sarrailh/Benjamin Gregoire (F), 5. 6. Patrick Hermanns/Sonja Dreyer (MSC Mulmshorn), 4. 7. Fabian Müller/Peter Maurer (MSC Klein-Krotzenburg), 4. 8. Dennis Möhlenpage/Pascal Hillmann (MSC Wagenfeld), 2.
Semifinale 1: 1. M. Kolb/Löffler. 2. Sarrailh/Gregoire. 3. Lohrei/Bittner.
Semifinale 2: 1. D. Kolb/Herbst. 2. Standke/Hölper. 3. Möhlenpage/Hillmann. 4. Hermanns/Dreyer.
Finale: 1. D. Kolb/Herbst. 2. Standke/Hölper. 3. M. Kolb/Löffler. 4. Lohrei/Bittner.

Ergebnisse Solo Lübbenau:

1. Mika Meijer (NL), 28 Punkte. 2. Jörg Tebbe (D), 27. 3. Robert Baumann (D), 25. 4. Christian Hülshorst (D), 24. 5. Jens Benneker (D), 15. 6. Sem Ensing (NL), 14. 7. Kevin Lück (D), 11. 8. Finn Loheider (D), 10. 9. Uli Büschke (D), 6. 10. Marcel Sebastian (D), 5. 11. Arne Andersen (DK), 3. 12. Ferdy Gelsema (NL), 1.
Finale: 1. Tebbe. 2. Meijer. 3. Baumann. 4. Hülshorst. 5. Ensing. 6. Benneker.

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