Chaz Davies knallhart: «Zweite Plätze nützen nichts»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Chaz Davies liegt bereits 50 Punkte hinter Weltmeister Jonathan Rea

Chaz Davies liegt bereits 50 Punkte hinter Weltmeister Jonathan Rea

Nach seinem Triumph in Aragón machte Superbike-Ass Chaz Davies klar, dass für ihn im Kampf gegen Jonathan Rea (Kawasaki) im Moment nur Siege zählen. Zudem stellt er einige Forderungen an Ducati.

«Das gesamte letzte Wochenende erlebten wir Probleme, von der ersten Session bis Sonntagmorgen», klagte Chaz Davies nach seinem Sieg im zweiten Superbike-Lauf von Aragón. Im ersten Rennen war der Waliser im Kampf um den Sieg gegen Jonathan Rea zu Boden gegangen.

«Keine Runden am Freitagmorgen, nur eine Runde am Sonntagmorgen. Das gesamte Wochenende stand unter einem schlechten Stern», klagte Davies im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Es funktionierte einfach nicht. Das Wochenende mit einem Sieg abzuschließen, war sehr wichtig. Wenn ich die Saison bisher betrachte, bin ich etwas enttäuscht, dass wir nicht so stark sind, wie wir es gerne gewesen wären. Wir sind gut, aber wir sind nicht gut genug. Das habe ich im Hinterkopf. Gewinnen ist großartig, aber bei diesen ersten sechs Rennen lagen wir in manchen Bereichen zu weit zurück. Es ist sehr wichtig, dass wir uns verbessern, denn wir sind hier, um in diesem Jahr den Titel zu holen.»

Davies liegt jedoch bereits 50 Punkte hinter Rea. Durch seinen Sieg konnte er WM-Rang 2 von Tom Sykes (Kawasaki) zurückerobern, der aber nur vier Punkte hinter dem Ducati-Fahrer liegt.

2016 gewann Davies die letzten sechs Superbike-Rennen. Von dieser Überlegenheit ist 2017 nichts mehr zu sehen. «Das Spiel hat sich in diesem Jahr verändert», ist sich der 30-Jährige bewusst. «Kawasaki machte große Fortschritte. Wir auch, aber wir müssen uns trotzdem verbessern. Wir müssen grundlegend effizienter mit unserem Bike werden. Wir haben zu viele Schwierigkeiten am Kurveneingang, in der Kurvenmitte und wenn ich das Gas zum ersten Mal berühre. Unser Speed war in Aragón sehr gut, aber wir müssen an der Effizienz der Maschine arbeiten, um sie besser kontrollieren zu können. Das ist Kawasakis Stärke, sie haben ein komplettes Paket in den Bereichen, in denen wir leiden. Natürlich haben wir auch Vorteile, aber wir müssen uns in einigen Bereich verbessern. Dabei denke ich an die gesamte Saison. Es gibt sicher Strecken, die besser für uns sind und andere schlechter.»

Weil er gegen Rea auf seiner Kawasaki alles geben muss, überfährt Davies seine Panigale regelmäßig, wie Stürze in Thailand und Spanien zeigen. «Es ist einfach zu sagen, dass ich am Samstag die Punkte für Platz 2 hätte sichern sollen», meinte der Supersport-Weltmeister von 2011. «Ich kann jedes Mal Zweiter werden und ein langweiliges Rennen fahren, aber das ist nicht gut genug, um Weltmeister zu werden. Ich war schon WM-Dritter und WM-Zweiter. Um den Titel zu gewinnen, musst du sicher konstant sein, aber du musst auch Rennen gewinnen. Bisher hatten wir das Paket nicht, um Rennen zu gewinnen. Hoffentlich ist der Sieg ein Weckruf. Obwohl ich das Rennen gewonnen habe, fühlte ich mich nicht wohl. Das Paket ist noch nicht gut genug.»

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