Yamaha arbeitet an drittem Werksbike – für Cortese?

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM

Supersport-WM-Leader Sandro Cortese (Kallio Racing) hat mit seinen beiden Siegen viel Eindruck bei Yamaha-Rennchef Andrea Dosoli hinterlassen. «Wir würden Fahrern wie ihm gerne ein Superbike anbieten», sagt der Italiener

2016 kehrte Yamaha werksseitig in die Superbike-WM zurück, damals verbündete sich Yamaha Motor Europe mit dem britischen Crescent-Team von Paul Denning. Der Drei-Jahres-Vertrag endet nach dieser Saison, wird laut Yamaha-Rennchef Andrea Dosoli aber verlängert.

Neben den beiden Plätzen im Werksteam könnte es 2019 ein drittes Werksmotorrad im italienischen Team von Mirko Giansanti geben. Der Ex-Rennfahrer betreibt seit zwei Jahren Yamahas Supersport-Werksteam GRT und wurde 2017 mit Lucas Mahias auf Anhieb Weltmeister.

«GRT plant den Aufstieg», bestätigte Dosoli gegenüber SPEEDWEEK.com. «Wir wären glücklich, hätten wir ein zweites Superbike-Team mit dem nötigen Rückhalt und guter Organisation, das würden wir auch entsprechend unterstützen. Wir möchten zusätzliche Yamaha auf der Strecke haben, um jungen Fahrern eine Aufstiegsmöglichkeit bieten zu können.»

Zur Saisonhalbzeit führt Sandro Cortese die Supersport-WM mit 102 Punkten vor seinen Yamaha-Markenkollegen Jules Cluzel (95), Randy Krummenacher (94) und den Werksfahrern Lucas Mahias (90) und Federico Caricasulo (79) an. Jeder von ihnen wünscht sich den Aufstieg in die Superbike-WM, ist sich aber auch bewusst, dass es Werksmaterial braucht, um dort erfolgreich zu sein.

«Ich stimme unseren Fahrern zu, um in der Superbike-WM erfolgreich zu sein, braucht es das richtige Motorrad und die richtige Organisation im Hintergrund», weiß Dosoli. «Für einen Fahrer, der aufsteigt, ist es fundamental, dass er richtig unterstützt wird.»

Cortese hat zwei der ersten sechs Rennen gewonnen und alle Voraussetzungen, um bereits in seinem ersten Supersport-Jahr Weltmeister zu werden. Siehst du eine Möglichkeit, ihn für 2019 in die Superbike-WM zu bringen? «Das wäre schön», meinte Dosoli. «Er ist schnell und ein sehr netter Kerl. Unsere Arbeit geht in die Richtung, dass wir Fahrern wie ihm, erwiesenen Siegern wie Sandro und Mahias, die Aufstiegsmöglichkeit bieten können. Das ist unsere Mission für die Zukunft. Mal sehen, ob wir das umsetzen können. Noch ist es zu früh, um das genau sagen zu können. Zu sehr sind wir mit unserem Superbike-Projekt beschäftigt.»

Michael van der Mark sorgte mit seinen beiden Siegen in Donington Park am vergangenen Wochenende für den ersten Sieg der neuen Yamaha R1, die in der Superbike-WM seit 2016 zum Einsatz kommt. Nach 12 von 26 Läufen liegt der Niederländer auf Gesamtrang 3, nur noch 18 Punkte hinter dem Zweiten Chaz Davies aus dem Ducati-Werksteam.

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