Laguna, Lauf 2: Bann gebrochen – 1. Aprilia-Podium!

Von Kay Hettich
Superbike-WM

Der Doppelsieg von Kawasaki-Star Jonathan Rea in Laguna Seca wurde beiläufig zur Kenntnis genommen, umso mehr wurde Eugene Laverty für das erste Aprilia-Podium in der Saison 2018 gefeiert.

Der zweite Lauf fand ohne Toprak Razgatlioglu statt, der am Samstag in der Corkscrew schwer gestürzt war und sich dabei einen Knochen im Fuß brach.

Als Gewinner des ersten Laufs musste Jonathan Rea (Jonatha) von der neunten Position in der dritten Reihe in den zweiten Lauf starten, von der Poleposition ging Aprilia-Pilot Eugene Laverty ins Rennen. Der Nordire hatte sich das erste Podium der Saison 2018 vorgenommen, aber auch Marco Melandri und Xavi Fores (beide Ducati) peilten aus der ersten Startreihe starke Ergebnisse an.

Nur für Laverty sollte sich dieser Wunsch erfüllen.

Als Sieger ließ sich wie am Samstag Jonathan Rea feiern, der acht Runden brauchte, bis er die Führung von Laverty übernommen hatte und anschließend einen ungefährdeten Sieg einfahren konnte. Es war der erste Doppelsieg des dreifachen Weltmeisters in Laguna Seca und sein vierter Sieg insgesamt – kein anderer Pilot konnte auf der kalifornischen Piste so viele Siege einfahren.

In der Gesamtwertung liegt Rea nun bereits um 75 Punkte vor Chaz Davies (Ducati), der im zweiten Lauf erneut Zweiter wurde.

Das erste Aprilia-Podium in der Superbike-WM erreichte der tapfere Laverty mit 6,7 sec Rückstand. Im letzten Renndrittel musste sich der Milwaukee-Pilot zuerst Davies beugen und auch Alex Lowes (4.) und Michael van der Mark (5.) kamen bedrohlich nahe. Doch am Ende verstrickten sich die beiden Yamaha-Werkspiloten in einem teaminternen Duell.

Mit fast 15 sec Rückstand kreuzte Xavi Fores (Barni Ducati) die Ziellinie.

Ein Desaster erlebte Kawasaki-Werkspilot Tom Sykes, der als Schatten seiner selbst mit 17 sec Rückstand noch hinter Jordi Torres (7./MV Agusta) nur Achter wurde.

Wie am Samstag passierten auch im zweiten Rennen einige Stürze. Unter den Sturzopfern war Marco Melandri (Ducati), der mit einem neuen Set-up ins Rennen ging. Ein Wochenende zum Vergessen erlebte Lorenzo Savadori (Aprilia). Nach zwei Stürzen im am Samstag folgte Rennsturz Nummer 3 im zweiten Lauf am Sonntag.

Auch Red Bull Honda-Pilot Leon Camier hätte sich sicher den Flug in die USA erspart: Nach Defekt im ersten Lauf stürzte der Brite im zweiten Rennen bereits in der dritten Runde und sah nur als 13. das karierte Tuch. Bester Honda-Pilot wurde sein Teamkollege Jake Gagne auf Platz 9. PJ Jacobsen leistet sich auch im zweiten Lauf einen Rennsturz.

Ein sehr ordentliches Superbike-Debüt absolvierte Karel Hanika auf der Guandalini Yamaha. Der junge Tscheche leistete sich keinen Fehler und kam im zweiten Lauf als 14. ins Ziel.

So lief das Rennen

Start: Laverty vor Melandri und Fores, dann van der Mark, Sykes, Davies, Torres und Rea. van der Mark verbessert sich nach wenigen Kurven auf Platz 2, Rea schon auf Platz 6.

Runde 1: Laverty vorne, dann van der Mark, Melandri, Fores und Rea. Dann Sykes, Lowes, Davies, Torres, Savadori und Camier. Bester US-Boy Gagne auf 13.

Runde 2: Laverty 0,8 sec vor van der Mark und 1,8 vor Rea. Sykes nur auf Platz 9, Hanika auf 14.

Runde 3: Laverty um 1,2 sec vorne, aber Rea (3.) mit der schnellsten Rennrunde in 1;23,521 min. Camier in Kurve 2 gestürzt.

Runde 4: Laverty vor van der Mark und Rea, dann Davies, Lowes, Fores und Torres - auch Melandri per Sturz ausgeschieden

Runde 5: Rea (2.) überholt VDM und jagt Laverty. Gagne beste Honda auf Platz 10.

Runde 6: Rea fährt die schnellsten Runden und hat Laverty fast eingeholt. Van der Mark, Davies und Lowes mit identischen Zeiten.

Runde 7: Laverty nur noch 0,1 sec vor Rea, dann unverändert van der Mark, Davies und Lowes. Gagne jetzt auf 9, weil Savadori gestürzt ist.

Runde 8: Rea macht kurzen Prozess mit Laverty und übernimmt die Führung.

Runde 9: Nur Rea fährt noch 1:23 min, Laverty (2.) aber schneller als sein Verfolger. Davies (3.) kassiert van der Mark. Jacobsen stark verbessert auf Platz 12 vor Baz, Hanika und Ramos.

Runde 10: Rea hat eine Sekunde herausgefahren, Davies (3.) 1,7 sec hinter Laverty. Sykes nur auf Platz 8.

Runde 12: Platz 2 von Laverty wackelt – Davies nur noch 1 sec zurück, van der Mark (4.) unter Druck von Lowes. Dann Fores, Torres, Sykes, Gane und Herrin.

Runde 14: Rea bereits 3,3 sec vor Laverty, Davies nur noch 0,5 sec hinter der Aprilia. Van der Mark verliert jede Runde auf seinen Teamkollegen, liegt aber noch knapp vorne.

Runde 15: Laverty wird immer langsamer. Camier abgeschlagen auf Platz 16.

Runde 17: Davies schnappt sich Platz 2 von Laverty

Runde 18: Van der Mark und Lowes nur 1,3 sec hinter Laverty. Jacobsen stürzt in der Corkscrew.

Runde 20: Rea 5 sec vor Davies, Laverty behauptet nach wie vor Platz 3, doch die beiden Yamaha-Asse sind nur 0,8 sec zurück. Fores (6.) schon 14 sec vor Torres und Sykes. Camier (15.) in den Punkten.

Runde 22: Es scheint für Laverty aufzugehen, sein Vorsprung auf van der Mark und Lowes bleibt konstant.

Runde 23: Lowes (4.) schnappt sich van der Mark (5.).

Runde 24: Camier vorbei an Herrin (15.) und Hanika (14.) auf Platz 13.

Runde 25: Rea gewinnt kontrolliert vor Davies, beide haben in der letzten Runde Speed herausgenommen. Laverty rettet sich als Dritter aufs Podium, weil Lowes und van der Mark im Positionskampf Zeit verlieren. Die weiteren Positionen: Fores, Torres, Sykes, Gagne, Baz, Mercado, Ramos, Camier, Hanika, Hernandez, Herrin.

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