Superbike-WM

Markus Reiterberger: Gibt’s ein Zurück in die SBK-WM?

Von Ivo Schützbach - 24.01.2020 18:21

Der dreifache IDM Champion und Europameister Markus Reiterberger schaffte es in der Superbike-WM bis in die Top-5. 2020 fährt er die Asien-Meisterschaft, kann sich aber vorstellen, als WM-Ersatzfahrer einzuspringen.

Zweimal ermöglichte BMW seinem Zögling Markus Reiterberger Superbike-WM zu fahren. 2016 bestritt er die komplette Saison mit dem Althea-Team; nach drei Events 2017 trennten sich die Wege, weil sich zwischen dem Bayer und dem italienischen Team ein unüberbrückbarer Graben aufgetan hatte.

Reiti kehrte daraufhin in die IDM Superbike zurück und gewann im BMW-Team von Werner Daemen seinen dritten Titel. 2018 eroberte er mit der gleichen Truppe den Titel in der Superstock-1000-EM, als Belohnung wurde der Metallica-Fan für 2019 ins Werksteam in der Superbike-WM befördert.

Bei BMW-Partner Shaun Muir Racing (SMR) fuhr Reiterberger an der Seite von Ex-Weltmeister Tom Sykes, nach vielversprechendem Saisonbeginn gelang dem Obinger nach Assen im April aber nur noch ein einstelliges Ergebnis – beim Saisonfinale in Katar.

Während Sykes mit 223 Punkten WM-Achter wurde, strandete Reiti mit 83 Punkten auf Gesamtrang 14.

Nach 72 Rennen in der Superbike-WM fand Reiterberger für 2020 keinen Platz mehr und unterschrieb deshalb beim Team BMW Onexox TKKR SAG für die Asia Road Racing Championship. Außerdem möchte er die restlichen drei Events der Endurance-WM für das BMW-Werksteam bestreiten.

Markus weiß, dass für ihn jetzt ein neuer Karriereabschnitt beginnt, er lässt aber auch durchblicken, dass er das Thema Superbike-WM noch nicht final abgehakt hat.

Ist es möglich, sich in der ARRC oder Endurance-WM so zu empfehlen, dass dich ein Hersteller in die WM hievt?

«Aus der IDM haben wir es ja auch geschafft», grübelte der 25-Jährige. «Und aus der Superstock-EM auch. Ich weiß aber nicht, ob es noch eine dritte Chance für mich gibt. Ich muss auf alle Fälle schauen, dass ich die Asia Championship gewinne, und dass wir in der Endurance-WM vorne dabei sind. Dann geht vielleicht noch mal etwas. Vielleicht macht BMW ja doch noch irgendwann ein Kundenteam in der WM – ich kann mir schon vorstellen, dass sie gerne mehr Fahrer als zwei hätten. Ich kann mir auch vorstellen, dass mich BMW als Ersatzfahrer aufbietet, sollte sich einer der WM-Piloten wehtun.»

Markus Reiterberger (li.) mit BMW-Motorsport-Direktor Marc Bongers © BMW Markus Reiterberger (li.) mit BMW-Motorsport-Direktor Marc Bongers

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