Scott Redding (Ducati): «Er sagte Scheiß über mich»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Scott Redding

Scott Redding

«Alle Fahrer in der Superbike-WM geben einfach Gas und es geht gut», sagt Ducati-Werksfahrer Scott Redding. «Also sollte es auch für mich funktionieren; alles dreht sich ums Vertrauen ins Motorrad.»

Nach fünf MotoGP-Jahren gewann Scott Redding 2019 auf Anhieb die Britische Superbike-Meisterschaft und wurde für 2020 mit einem Platz in Ducatis SBK-WM-Werksteam belohnt.

Redding hat bereits sechs Testtage in Valencia, Aragon und Jerez hinter sich, vor dem Saisonbeginn in Australien Ende Februar kommen weitere sechs in Jerez, Portimao und auf Phillip Island hinzu.

Nach einem Jahr auf der Ducati Panigale V4R brauchte der Engländer nicht lange, um sich von der BSB-Spezifikation auf die WM-Maschine umzustellen, wie seine guten Zeiten bei den bisherigen Wintertests belegen.

«Von der MotoGP-WM in eine Klasse zu wechseln, in der es null Elektronik gibt, war ein kleiner Schock für mich», erinnerte sich Redding an seinen Umstieg in die Britische Meisterschaft. «Du kannst nur dazulernen, indem du mehr Risiko eingehst. Tust du das, erhöht sich die Gefahr von Stürzen, weil du keine Elektronik zur Verfügung hast. Wenn du auf einem Motorrad mit Elektronik sitzt, dann weißt du, dass eine Sicherheitsmarge da ist. Wenn dann dein Hinterrad rutscht, hast du eine 50 Prozent höhere Chance den Sturz zu verhindern als ohne. Es geht ums Vertrauen ins Motorrad. Alle Fahrer in der Superbike-WM geben einfach Gas und es geht gut. Also sollte es auch für mich funktionieren – so denke ich. Mit elektronischen Helfern kannst du mehr puschen und musst dir weniger Sorgen machen. Deshalb fühlst du dich komfortabler.»

Komfortabler fühlt sich Redding auch mit seinem neuen Teamkollegen Chaz Davies, einem der geradlinigsten und aufrichtigsten Männer im Fahrerlager. Josh Brookes, 2015 auf Yamaha BSB-Champion, konnte nur schwer damit umgehen, dass Ex-MotoGP-Pilot Redding sofort auf seinem Niveau fuhr und ihn letztlich im Titelkampf schlug.

«Wir wissen alle, wie Josh ist», schmunzelte Redding im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Er ist kein schlechter Typ, hat aber eine verrückte Einstellung, wie er über Dinge spricht oder diese angeht. Er hat ein paar Mal probiert in meinen Kopf zu gelangen. Ich habe ihm aber von Anfang an gesagt, dass er besser sein muss, wenn er mit mir spielen will. Ich kam in BSB, um den Titel zu gewinnen – und tat es auch. Josh ist okay. Er sagte Scheiß über mich und ich über ihn, aber so war es halt. Als ich den Titel gewann, gratulierte er mir – was ich nicht von ihm erwartet hatte. Deshalb wünsche ich ihm Glück für die Zukunft.»

Der 26-Jährige weiter: «Mit Chaz ist es anders, wir kommen klar. Wir haben in der Vergangenheit miteinander trainiert und fuhren zusammen Motocross. Als wir noch beide im Vereinigten Königreich wohnten, lebten wir nicht weit voneinander entfernt. Ich mag ihn. Wir sitzen zusammen und essen gemeinsam Mittag. Das ist seltsam. Ich war noch nie in der Position, dass ich jemanden mochte und dann gegen ihn Rennen fahren musste. Aber genau das hatte ich über das Fahrerlager der Superbike-WM gehört. Es sieht so aus, als wären alle Kumpel, die gegeneinander Rennen fahren. Auch wenn sich mir das nicht erschließt.»

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