Jerez-Test: Für Alex Lowes (Kawasaki) ideales Wetter

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Alex Lowes fühlt sich mit der Kawasaki immer wohler

Alex Lowes fühlt sich mit der Kawasaki immer wohler

Beim zweitägigen Jerez-Test konnte sich Alex Lowes weiter an die Kawasaki ZX-10RR gewöhnen. Dass das Wetter für schnelle Rundenzeiten unbrauchbar war, störte den Briten überhaupt nicht. «Das war ideal», sagte er.

Für die Superbike-WM 2020 wechselt Alex Lowes zum Kawasaki-Werksteam an die Seite von Rekordweltmeister Jonathan Rea und wird eine ZX-10RR pilotieren. Nach vier Jahren mit der Yamaha R1 ist die Umstellung auf sein neues Arbeitsgerät ein langer Prozess. Als einer von wenigen konnte der Brite dem regnerischen Wetter beim Jerez-Test etwas abgewinnen. «Es war ein sehr guter Test und ich bin froh, dass ich das Motorrad bei verschiedenen Bedingungen fahren konnte», betonte Lowes nach den zwei Testtagen.

In 1:41,642 min belegte der Brite Platz 4 der Zeitenliste und über eine Sekunde schneller als sein letztjähriger Teamkollege Michael van der Mark. «Ich war schnell bei Nässe und im Trockenen und fühle mich auf dem Bike jetzt viel wohler», berichtete der Brite SPEEDWEEK.com. «Die Verhältnisse wurden immer besser, aber perfekt wurde es nie. Für einen echten Test waren die Bedingungen nicht wirklich gut, für mich waren sie aber ideal. Wenn man sich an ein neues Motorrad gewöhnen, muss man vieles ausprobieren, um es komplett zu verstehen.»

«Am Mittwoch bin ich im Nassen ein paar Runden gefahren und mit ein paar kleinen Änderungen fühlte ich mich auch am Donnerstagvormittag sehr gut auf dem Bike. Als sich die Bedingungen besserten, habe ich frühzeitig auf Slicks gewechselt, weil man solche Bedingungen auch mal in einem Rennen haben kann», verweist Lowes auf Wetterkapriolen wie in Assen 2019, als es sogar schneite. «Die Kawasaki vermittelte mir bei allen Verhältnissen ein gutes Gefühl. Als es später komplett trocken war, experimentierte ich mit ein paar Änderungen am Fahrwerk, wobei man hier nicht wirklich viel versuchen konnte. Insgesamt fühlte ich mich damit noch besser und bin sehr zufrieden mit den Runden, die wir in Jerez gefahren sind. Außerdem haben wir Starts getestet, weil das System für mich noch ungewohnt ist.»

Neues Material hatte Kawasaki nicht dabei, es wurde an Feinheiten gearbeitet. «Das Motorrad war mehr oder weniger identisch. Ich habe die Sitzposition ein wenig ändern lassen und auch Settings», bestätigte der Kawasaki-Pilot. «Wenn ich jetzt auf die Strecke fahre fühle ich, das es 'mein Motorrad' ist. Aber es waren wirklich nur minimale Änderungen. Auf unserem Level sind es manchmal Kleinigkeiten, die für eine große Veränderung sorgen.»

Zeiten Superbike-Test Jerez, 23. Januar 2020:

1 Jonathan Rea, Kawasaki, 1:40,983 min
2 Toprak Razgatlioglu, Yamaha, 1:41,214
3 Scott Redding, Ducati, 1:41,407
4 Alex Lowes, Kawasaki, 1:41,642
5 Michael van der Mark, Yamaha, 1:42,707
6 Leon Haslam, Honda, 1:42,797
7 Loris Baz, Yamaha, 1:43,384
8 Alvaro Bautista, Honda, 1:43,579
9 Michael Rinaldi, Ducati, 1:43,789
10 Federico Caricasulo, Yamaha, 1:43,811
11 Tom Sykes, BMW, 1:44,014
12 Maximilian Scheib, Kawasaki, 1:44,153
13 Garrett Gerloff, Yamaha, 1:44,214

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