Alvaro Bautista vergleicht neue Honda mit guter Suppe

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Alvaro Bautista in Jerez

Alvaro Bautista in Jerez

Superbike-Vizeweltmeister Alvaro Bautista ist überzeugt, dass die Zeiten des Jerez-Tests wegen der Mischverhältnisse keine Aussagekraft besitzen. Honda sieht der Spanier auf einem guten Weg.

Alvaro Bautista vergleicht neue Honda mit guter Suppe

Superbike-Vizeweltmeister Alvaro Bautista ist überzeugt davon, dass die Zeiten des Jerez-Tests wegen der Mischverhältnisse keine Aussagekraft besitzen. Honda sieht der Spanier auf einem guten Weg.

Weil es am zweiten und letzten Testtag in Jerez um 15.30 Uhr zu regnen begann, fiel die finale Zeitenjagd ins Wasser. Zuvor hatten die 18 Fahrer höchst unterschiedliche Testprogramme abgespult – auf eine schnelle Zeit kam erster Linie, wer zum richtigen Zeitpunkt mit dem korrekten Set-up und neuen Reifen auf der Strecke war.

«Richtig trocken war es auch am Donnerstag nie, es gab einige feuchte Stellen auf der Strecke», erzählte Honda-Werksfahrer Alvaro Bautista SPEEDWEEK.com. «Aber immerhin konnten wir mit Slicks fahren, der erste Eindruck damit ist gut. Das Motorrad hat viel Potenzial, wir müssen aber alle Teile richtig zusammensetzen. Ich hätte gerne noch mehr probiert, aber dann fing es wieder an zu regnen.»

Alvaro, kannst du etwas von dem nützen, was du letztes Jahr auf der Ducati gelernt hast?

Ich kenne jetzt die Klasse und die Reifen, das macht es leichter. Jetzt kann ich mich ganz auf die Leistungsfähigkeit des Motorrads konzentrieren. Ich weiß, was es braucht, um schnell fahren zu können. Mehr Erfahrung macht es immer einfacher.

Letztes Jahr wurdest du Vizeweltmeister, wie stehen deine Chancen 2020?

Die Ausgangslage ist eine andere, wir müssen ein neues Motorrad entwickeln. Unser Ziel ist, so schnell wie möglich auf das höchste Niveau zu kommen. Wir haben aber nur wenig Zeit zum Testen, mal sehen, was dabei herauskommt.

In welchen Bereichen muss die Honda besser werden?

Das ist wie beim Kochen: Selbst wenn du die besten Zutaten hast, musst du diese für eine gute Suppe richtig zusammenrühren. Der Motor, die Elektronik und der Rahmen verfügen über viel Potenzial, aber sie müssen auch miteinander funktionieren.

Ich suche nach dem Gefühl, das ich brauche, um schnell sein zu können. Bei Mischverhältnissen ist es schwierig, dieses Gefühl zu finden. Ich hoffe jetzt auf gutes Wetter für den Portimao-Test, um eine gute Grundabstimmung zu finden.

Sagt das Ergebnis des Jerez-Tests etwas aus?

Nein. Alles hing davon ab, zu welchem Zeitpunkt du auf der Strecke warst. Ich verbrachte die letzten 40 Minuten vor dem Regen in der Box, weil wir die Abstimmung änderten. Das dauerte lange – zu dieser Zeit verbesserten sich viele Fahrer.

Ich mache mir keine Sorgen. Für mich ist wichtiger, dass mein Gefühl stimmt und wie ich mit meinem Team arbeite, als die Rundenzeiten.


Zeiten Superbike-Test Jerez, 22/23. Januar 2020:

1 Jonathan Rea, Kawasaki, 1:40,983 min
2 Toprak Razgatlioglu, Yamaha, 1:41,214
3 Scott Redding, Ducati, 1:41,407
4 Alex Lowes, Kawasaki, 1:41,642
5 Michael van der Mark, Yamaha, 1:42,707
6 Leon Haslam, Honda, 1:42,797
7 Loris Baz, Yamaha, 1:43,384
8 Alvaro Bautista, Honda, 1:43,579
9 Michael Rinaldi, Ducati, 1:43,789
10 Federico Caricasulo, Yamaha, 1:43,811
11 Tom Sykes, BMW, 1:44,014
12 Maximilian Scheib, Kawasaki, 1:44,153
13 Garrett Gerloff, Yamaha, 1:44,214
14 Sandro Cortese, Ducati, 1:44,258
15 Chaz Davies, Ducati, 1:44,276
16 Sylvain Barrier, Ducati, 1:44,322
17 Leandro Mercado, Ducati, 1:44,451
18 Eugene Laverty, BMW, 1:44,543

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