Ducati-Privatier Michael Rinaldi überraschte alle

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Michael Rinaldi: Bestzeit im FP2

Michael Rinaldi: Bestzeit im FP2

Seine gute Performance bei den Superbike-Tests in Misano und Barcelona nahm Michael Rinaldi mit zum zweiten Saisonmeeting in Jerez. Trotz Sturz im ersten Training fuhr der Ducati-Pilot Bestzeit in der zweiten Session.

Michael Rinaldi hatte im zweiten Training niemand auf der Liste stehen, vor allem nicht nach seinem schweren Sturz am Vormittag. Wieder einmal versagte an der GoEleven-Ducati die Vorderbremse (2019 bei Eugene Laverty), der junge Italiener reagierte aber schnell und sprang von der Panigale V4R, bevor schlimmeres passierte.

Dass er dann im FP2 in 1:40,325 min schon dem Zweitplatzierten Redding vom Aruba.it Ducati-Werksteam 0,3 sec aufbrummte, rang allen Beobachtern Respekt ab.

«Eigentlich kam ich nach den guten Tests in bester Stimmung nach Jerez, leider gab es dann aber gleich im ersten Training einen Zwischenfall und ich stürzte», erzählte der 24-Jährige aus Rimini SPEEDWEEK.com. «Ich wusste aber, dass wir mit dem Bike einen guten Weg eingeschlagen haben. Also habe ich mich etwas ausgeruht und bin am Nachmittag wieder auf die Strecke – und es lief gut, obwohl es da draußen echt heiß war!»

Übrigens: Rinaldi fährt das 2019er Modell der Ducati Panigale V4R!

Die Hitze ist für Rinaldi in den Rennen ein entscheidender Faktor.

«Wenn wir im Rennen 20 Runden fahren müssen, wird das enorm anstrengend. Wir müssen auch noch an der Pace über die Distanz arbeiten», grübelte der GoEleven-Pilot. «Rea und Redding sind im Renntrimm besonders stark. Ich fuhr nur zwei Runden in den 1:40 min. Am Samstag müssen wir also mehr mit gebrauchten Reifen arbeiten.»

Rinaldi wirkt nach der Corona-Pause wie verwandelt. War der Italiener beim Saisonauftakt in Australien weit von der Spitze entfernt, glänzte er im Juni und Juli bei den Superbike-Tests in Misano bzw. Barcelona und nun auch in Jerez.

«Wir hatten vor Australien einfach zu wenige Kilometer gefahren. Ich wollte keinen Mist bauen und hielt mich zurück. Jetzt hatten wir gute Tests und ich bin mit meinem Team und Motorrad glücklich und dann kommen auch die Ergebnisse», grinste Rinaldi.


Ergebnisse Superbike-WM, Freitag, Jerez/E:
Pos Fahrer Motorrad FP1 FP2
1. L. Baz Yamaha 1:40,249 min 1:40,937 min
2. J. Rea Kawasaki 1:40,311 1:40,894
3. M. Rinaldi Ducati 1:42,881 1:40,325
4. A. Bautista Honda 1:40,392 1:40,843
5. S. Redding Ducati 1:40,442 1:40,628
6. C. Davies Ducati 1:40,472 1:40,971
7. T. Razgatlioglu Yamaha 1:40,507 1:41,393
8. M. van der Mark Yamaha 1:40,565 1:41,256
9. L. Haslam Honda 1:40,603 1:41,272
10. A. Lowes Kawasaki 1:40,606 1:41,325
11. G. Gerloff Yamaha 1:40,733 1:41,406
12. F. Caricasulo Yamaha 1:40,977 1:40,971
13. T. Sykes BMW 1:41,409 1:41,134
14. M. Melandri Ducati 1:41,142 1:41,358
15. E. Laverty BMW 1:41,685 1:41,201
16. M. Scheib Kawasaki 1:41,533 1:41,230
17. L. Mercado Ducati 1:41,296 1:41,410
18. X. Fores Kawasaki 1:41,704 1:41,820
19. S. Cortese Kawasaki 1:42,021 1:42,385
20. C. Ponsson Aprilia 1:42,094 1:42,026
21. T. Takahashi Honda 1:42,781 1:42,583
22. L. Gabellini Honda 1:43,588 1:42,951
23. S. Barrier Ducati 1:43,437 1:43,659

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