Tom Sykes befürchtet: Platz 4 besser als die Realität

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
BMW-Ass Tom Sykes

BMW-Ass Tom Sykes

Auf dem Papier steht BMW-Werksfahrer Tom Sykes am Freitag nach den ersten beiden Trainings der Superbike-WM in Aragon gut da. Doch der Engländer weiß, dass er mit einem großen Nachteil klarkommen muss.

Michael Ruben Rinaldi aus dem Ducati-Privatteam Go Eleven und Rekord-Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) dominierten den Trainings-Freitag des zweiten Aragon-Events. Sie distanzierten den dritten Alex Lowes um über eine halbe Sekunde und Tom Sykes auf Platz 4 um fast 7/10 sec.

Nach dem Desaster am letzten Wochenende, als Sykes und Teamkollege Eugene Laverty zusammen nur sechs WM-Punkte eroberten, liest sich Platz 4 am Freitag erst einmal gut.

«Die Grundabstimmung funktionierte gut», bestätigte Sykes. «Ich fühlte mich daheim. Das ist aber nur so, weil ich leisten kann, wonach das Bike verlangt. Ich kann anders bremsen, die Geschwindigkeit durch die Kurven mitnehmen und noch ein paar andere Sachen. Letztlich überfordere ich das Motorrad aber, weil wir mit der Bremsleistung an der Grenze angelangt sind, was kein gutes Zeichen ist und auch kein guter Start. Davon abgesehen fühle ich mich nicht schlecht, ich verlange den Reifen in Schräglage aber sehr viel ab. Auf dieses Risiko würde ich gerne verzichten. Unglücklicherweise ist das aber die einzige Möglichkeit, unser Defizit auf der Geraden zu kompensieren. Ideal ist das nicht. Ich versuche die Lücke zur Spitze zu schließen, aber das ist nicht die Antwort. Wir werden dieses Problem dieses Wochenende auch nicht lösen.»

Weil BMW mit der Spitzenleistung hinter Ducati, Honda und Kawasaki liegt, verliert Sykes nicht nur auf der fast ein Kilometer langen Gegengerade, sondern auch in jeder Beschleunigung.

«Wir wissen, dass wir uns in diesem Bereich verbessern müssen», betonte der Weltmeister von 2013 gegenüber SPEEDWEEK.com. «Das kann jeder sehen. Das ist schade, weil das Team BMW Motorrad sonst in vielen verschiedenen Bereichen hervorragende Arbeit leistet. Momentan verlangen wir unserem Chassis und den Bremsen zu viel ab. Aber wir müssen alles unternehmen, was uns stärker macht. Jeder im Team ist sich bewusst, was ich gerne hätte – hoffentlich bringen sie bald eine Lösung.»

Dürfen wir für die Rennen am Samstag und Sonntag trotzdem bessere Ergebnisse als am vergangenen Wochenende erwarten? «Das schon», meinte Sykes. «Das ist zumindest unser Ziel. Wenn ich morgens aufstehe, motiviere ich mich und präpariere mich körperlich und mental, um wieder Rennen zu gewinnen. Dieses Jahr haben wir aber bislang nicht alle Zutaten dafür.»

Ergebnisse Superbike-WM Aragon/2 – FP1/FP2:
Pos Fahrer/Nationalität Motorrad FP1 FP2
1. Michael Rinaldi (I) Ducati 1:49,840 min 1:50,377 min
2. Jonathan Rea (GB) Kawasaki 1:49,841 1:50,651
3. Alex Lowes (GB) Kawasaki 1:50,347 1:50,993
4. Tom Sykes (GB) BMW 1:50,537 1:51,037
5. Toprak Razgatlioglu (TR) Yamaha 1:50,659 1:51,738
6. Chaz Davies (GB) Ducati 1:50,766 1:50,724
7. Alvaro Bautista (E) Honda 1:51,000 1:50,736
8. Michael van der Mark (NL) Yamaha 1:50,765 1:50,983
9. Scott Redding (GB) Ducati 1:50,893 1:50,859
10. Leon Haslam (GB) Honda 1:50,978 1:50,890
11. Loris Baz (F) Yamaha 1:51,081 1:51,652
12. Eugene Laverty (IRL) BMW 1:51,113 1:51,455
13. Xavi Fores (E) Kawasaki 1:51,203 1:51,689
14. Maximilian Scheib (RCH) Kawasaki 1:51,384 1:52,527
15. Garrett Gerloff (USA) Yamaha 1:51,694 1:51,449
16. Federico Caricasulo (I) Yamaha 1:51,982 1:51,613
17. Marco Melandri (I) Ducati 1:51,632 1:51,675
18. Sylvain Barrier (F) Ducati 1:51,844 1:52,476
19. Roman Ramos (E) Kawasaki 1:52,439 1:53,125
20. Takumi Takahashi Honda 1:53,230 1:53,072
21. Matteo Ferrari (I) Ducati 1:53,581 1:53,127

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